Die "Ei-im-Ei"-Lösung - Lüneburg saniert historischen Mauerwerkskanal mit GFK-Kurzrohren
Der dominierende Kanalbau-Werkstoff des 19. Jahrhunderts trifft auf einen Rohrwerkstoff des 21. Jahrhunderts: So lässt sich auf den Punkt bringen, was sich im August 2011 im Untergrund der Lüneburger Altstadt abspielte. Die Stadtentwässerung Lüneburg ließ im Bereich der Sülztorstraße ein weit über 100 Jahre altes Eiprofil aus doppelschaligem Mauerwerk sanieren. Zum Einsatz in dem begehbaren Mischwassersammler kam das Kurzrohrlining-Verfahren mit nach Maß gefertigten GFK-Rohren. Ausgeführt wurde die Maßnahme durch die Rainer Kiel Kanalsanierung GmbH, Blomberg.
| 01.12.2011 |
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Uralt und dringend sanierungsbedürftig: Der gemauerte Vorflutkanal in der Lüneburger Altstadt (Quelle: Rainer Kiel Kanalsanierung GmbH) |
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Der sanierungsbedürftige Sammler hatte die Dimensionen 800/1200 bzw. 900/1300 und eine Überdeckung von fast vier Metern über Scheitel. Für die Sanierungsplanung besonders problematisch war, dass der öffentliche Kanal privates Gelände unterquert, das zudem noch heftiger Bautätigkeit ausgesetzt ist. Hier wird nämlich derzeit ein innerstädtisches Schulzentrum errichtet. So waren also eine Hochbaumaßnahme und ein Tiefbauprojekt zeitlich und räumlich praktisch deckungsgleich zu realisieren. Das hieß im Detail etwa, dass die GFK-Rohre der HOBAS GmbH über die gegossene Bodenplatte hinweg quer durch die künftige Schul-Turnhalle angeliefert werden mussten. Dieser Querverkehr der Kanalsanierer fand nicht eben das Wohlgefallen der Hochbauer, die deshalb bestimmte Elemente ihrer Halle nicht nach dem selbst gesetzten Zeitplan installieren konnten - eine letztlich aber unvermeidbare Einschränkung. Dementsprechend hoch war andererseits der Druck auf die Fachleute der Rainer Kiel Kanalsanierung, das Projekt zeitnah umzusetzen.
Auf der Grundlage gründlicher Vorbereitung der Örtlichkeit, reibungslos organisierter Bauabläufe und einer guten Kooperation der Stadtentwässerung mit der Rainer Kiel Kanalsanierung GmbH als Bau ausführendem Unternehmen, gelang es letztlich, die 230 Meter Großprofil trotz der Verzahnung mit der anstehenden Hochbaumaßnahme innerhalb von nur fünf Wochen zu sanieren. Bei der Stadtentwässerung Lüneburg ist man angesichts guter baulicher und betrieblicher Erfahrungen mit dem Werkstoff GFK übrigens durchaus geneigt, ihn auch künftig verstärkt einzusetzen.
