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HAMBURG WASSER etabliert erstmalig Live-Karte mit Niederschlagsmengen für Hamburg

07.10.2019

Regenereignisse und Stürme gehören zu den Folgen des Klimawandels, die mit großer Wahrscheinlichkeit vermehrt auf uns zukommen werden. Die Regenmengen sollen sich zwar auf wenige Regentage verteilen, aber an denen wird mehr Niederschlag fallen.

Insbesondere Starkregenereignisse können große Schäden verursachen, wie das Unwetter am Himmelfahrtstag 2018 in Hamburgs Südosten gezeigt hat. Gegen diese Starkregenereignisse gilt es sich für die Zukunft zu wappnen.

HAMBURG WASSER misst nun die Regenmengen über Hamburg in Echtzeit und berechnet daraus einen Index für Starkregen. Anhand dieser Messgröße und einer Live-Karte ordnet HAMBURG WASSER Regenmengen besser verständlich und vergleichbar ein und macht somit auf Präventionsmaßnahmen gegen Überflutungen aufmerksam.

Für Starkregen wurde 2015 innerhalb der Wasserwirtschaft eine Skala von eins bis zwölf entwickelt, anhand der man die Intensität von Starkregen – ähnlich der Windstärke – einordnen und benennen kann. HAMBURG WASSER berechnet alle fünf Minuten aus eigenen Messdaten und Daten des Deutschen Wetterdienstes ein exaktes Abbild des Regengeschehens über Hamburg.

Die Regeninformationen werden in einer Live-Stadtkarte veröffentlicht. Fällt Regen, färbt sich die Live-Karte im entsprechenden Stadtgebiet von hellblau (Schietwetter) bis violett (extremer Starkregen) ein. Zusätzlich zeigt die Karte die aktuelle Regenmenge und ordnet sie dem Starkregenindex zu. Eine Archivfunktion ermöglicht darüber hinaus, die Intensität vergangener Regenfälle exakt zu benennen.

Der neue Starkregenindex sowie die Live-Karte sollen nicht nur die Bevölkerung für Starkregen und die zu erwartenden Auswirkungen sensibilisieren, sondern auch eine einheitliche Einordnung etablieren. HAMBURG WASSER möchte auch an die Wohnungswirtschaft sowie Eigentümer appellieren, Präventions- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um ihre Immobilien vor Überflutungen durch Starkregen zu schützen.

Städtebauliche Maßnahmen wie die Entsiegelung von Flächen und die Entwicklung von Hamburg zur Schwammstadt (wie z.B. mit Gründächern) sind das langfristige Ziel, das HAMBURG WASSER zusammen mit der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) im Projekt RISA verfolgt.

 

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