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Kabelfehlerortung: einfach Gasspüren statt umständlich „Klinken putzen“

14.07.2017

Cable HUNTER spürt Verbrennungsgase aus Kurzschluss auf / Vakuumsystem und zwei Sensoren für hohe Messgenauigkeit / Erklärvideo auf YouTube veranschaulicht Arbeitsablauf

Die konventionelle Ortung von Kabelfehlern im erdverlegten Niederspannungsnetz ist aufwendig. Üblicherweise kommen mobile Stoßspannungsgeneratoren in einem Messwagen zum Einsatz. Zuvor müssen sämtliche Verbraucher vom Netz getrennt werden. Sind die Bewohner nicht erreichbar, kann die Trennung nur durch das Aufgraben und Kappen der Leitung vor dem Hausanschluss sichergestellt werden. Dabei ist Zeit sprichwörtlich Geld, denn für jede Ausfallminute zahlen die Netzbetreiber Vertragsstrafen an die Bundesnetzagentur.

Das Cable HUNTER der Esders GmbH ermöglicht die Ortung von Kabelfehlern durch oberirdische Detektion der daraus entstehenden Verbrennungsgase. Hierzu kombiniert es ein Vakuum-Ansaugsystem zur Anreicherung der Probe mit zwei Sensoren.

Das „Klinken putzen“ vor der Kabelfehlerortung mit Stoßspannungsgeneratoren hat einen guten Grund: Um die Hausinstallationen vor Belastungsspitzen zu bewahren, müssen sämtliche Verbraucher vom betroffenen Netzabschnitt getrennt werden, ehe ein in der Regel von einem externen Dienstleister angeforderter Messwagen den betroffenen Abschnitt prüfen kann. Hierzu muss der Schutzschalter im Hausanschlussraum deaktiviert werden.

Bleibt das Herausklingeln der Bewohner bei nur einem Haus eines ganzen Straßenzugs erfolglos, steht der Netzbetreiber vor einer in jedem Fall kostspieligen Entscheidung: Entweder rückt ein Bagger an oder die Vertragsstrafe steigt mit jeder Ausfallminute weiter an. Die Esders GmbH bietet mit dem Cable HUNTER jetzt ein Gasspür-System an, mit dem viele Kabelfehler selbstständig, unmittelbar nach der Störungsmeldung und bei weiterhin angeschlossenen Verbrauchern geortet werden können.

Ausfallzeiten senken, Fehlgrabungen vermeiden

„Mit dem Cable HUNTER gewinnen Netzbetreiber und Dienstleister Handlungs- und Reaktionsfähigkeit im Kampf gegen die Ausfallminuten“, sagt Geschäftsführer Bernd Esders. Das System arbeitet mit zwei Sensoren, die auf austretende Gase von verbranntem Isolationsmaterial anschlagen. Da bei den meisten Kabelfehlern nur sehr geringe Mengen von Brandgasen entstehen, ist das Cable Hunter mit einer Verstärkereinheit ausgestattet. Das Vakuum-Sonden-System VSS15 saugt die im Erdreich vorhandenen Gaskonzentrationen gezielt ab und führt diese dem Spürgerät zu. „Anstatt zu warten, bis die Gase aufsteigen, saugen wir sie im Boden ab und erhalten so schnelle, aussagekräftige Messergebnisse“, sagt Esders.

Da etwa wassergesättigtes Erdreich wenig durchlässig ist, spielt die Vakuumtechnik gerade bei ungünstigen Bedingungen wie extrem feuchtem Boden ihre Stärken aus. Ausgestattet mit zwei Sensoren kann das Gerät zwischen den Brandgasen eines Kabelfehlers und eventuell im Boden vorhandenem Biogas oder Erdgas unterscheiden. Nur wenn beide Sensoren simultan reagieren, handelt es sich um die gesuchten Gase. Kostspielige Fehlgrabungen werden so vermieden.

Das Cable Hunter werde den Messwagen nicht völlig obsolet machen, prognostiziert Bernd Esders. „Für die ersten Anwender hat sich das System aber als eine wertvolle, schnell verfügbare Ergänzung erwiesen, die den Messwageneinsatz in bestimmten Situationen überflüssig macht“, sagt Esders. Das Funktionsprinzip und die Handhabung des Cable HUNTER hat die Esders GmbH in einem anschaulichen Erklärvideo visualisiert, das auf dem YouTube-Kanal des Unternehmens zu sehen ist.

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