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Prozessmesstechnik auf Kläranlagen -- Teil 6: Messeinrichtungen zur Bestimmung des Füll- und Grenzstandes -- Teil 9: Messeinrichtungen zur Bestimmung des Drucks -- Teil 1: Allgemeine Anforderungen

02.09.2019

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) möchte das Merkblatt DWA-M 256-6 "Prozessmesstechnik auf Kläranlagen - Teil 6: Messeinrichtungen zur Bestimmung des Füll- und Grenzstandes" und Teil 9: Messeinrichtungen zur Bestimmung des Drucks" und überarbeiten. Darüber hinaus wurde Teil 1: Allgemeine Anforderungen“, vorgelegt, der hiermit zur öffentlichen Diskussion gestellt wird.

Überarbeitung Merkblatt DWA-M 256-6

Das im Jahr 2014 veröffentlichte und aktuelle Merkblatt DWA-M 256-6 gibt nach wie vor einen umfassenden Überblick hinsichtlich der grundlegenden Messverfahren und Messorte zur Bestimmung des Füll- und Grenzstandes. Allerdings konnten mit den Fortschritten in der Informationstechnologie die entsprechenden Messgeräte gerade in den letzten Jahren weiter optimiert und mit mehr Funktionen ausgestattet werden.

So ist es beispielsweise möglich geworden, kompaktere Bauweisen zu realisieren, Messgeräte mit zusätzlichen Schnittstellen auszurüsten (zum Beispiel Bluetooth) oder Automatismen für die Prozess- und Gerätediagnose zu integrieren. Neben Aspekten der Prozessoptimierung kommen solche technologischen Trends den Anwendern zu Gute, da sich zum Beispiel die Installation flexibler gestalten lässt und die Inbetriebnahme wie die Gerätehandhabung einfacher durchgeführt werden kann.

Außerdem zeichnet sich in der Wasserwirtschaft ein Wechsel von der Ultraschall- zur Radartechnologie ab. Dies wiederum setzte neue Impulse für die Weiterentwicklung von Radarsensoren, um zum Beispiel weitere Frequenzen nutzbar zu machen oder die Messpräzision zu erhöhen. Diese technologischen Veränderungen machen es notwendig, das Merkblatt DWA-M 256-6 zu überarbeiten.

Hierfür hat der DWA-Fachausschuss KA 13 „Automatisierung von Kläranlagen“ (Obmann: Dr.-Ing. Frank Obenaus) die Arbeitsgruppe DWA KA-13.2 „Prozessmesstechnik auf Kläranlagen – Teil 6: Messeinrichtungen zur Bestimmung des Füll- und Grenzstandes“ gegründet. Zur Mitarbeit sind interessierte Fachleute aus den verschiedenen Bereichen der Wasserwirtschaft eingeladen, zum Beispiel Betreiber wasserwirtschaftlicher Anlagen, Planungsbüros, Hersteller oder Vertreter wissenschaftlicher Einrichtungen.

Erarbeitung Merkblatt DWA-M 256-9

Im Mittelpunkt des Merkblatts DWA-M 256 Teile 1 bis 8 stehen kontinuierlich arbeitende Messeinrichtungen für die Parameter Sauerstoff, Leitfähigkeit, pH-Wert/Redoxpotential, Trockensubstanzgehalt, Füllstand, Trübung und Schlammspiegel. Das Merkblatt soll um einen Teil 9 für den Parameter Druck erweitert werden.

Die Notwendigkeit für ein neues Merkblatt liegt zum einen darin begründet, dass die Druckmessung auf Abwasserreinigungsanlagen sehr weit verbreitet ist. Zum anderen sind Druckmessgeräte hinsichtlich der Einsatzzwecke, der Messorte, der Einbindung in die bestehende Prozessinfrastruktur und der sich ergebenden technischen Anforderungen unterschiedlich ausgelegt.

Dabei muss die Druckmessung in Flüssigkeiten und Gasen ebenso berücksichtigt werden wie das Messverfahren selbst, das als Messwert einen Absolut- oder Relativdruck liefert. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es, diese Aspekte aufzugreifen und unter Beibehaltung der Struktur der Teile 2 bis 8 des Merkblatts DWA-M 256 einen neuen Teil zu erstellen.

Hierfür hat der DWA-Fachausschuss KA 13 „Automatisierung von Kläranlagen“ (Obmann: Dr.-Ing. Frank Obenaus) die Arbeitsgruppe DWA KA-13.6 „Prozessmesstechnik auf Kläranlagen – Teil 9: Messeinrichtungen zur Bestimmung des Drucks“ gegründet. Zur Mitarbeit sind interessierte Fachleute aus den verschiedenen Bereichen der Wasserwirtschaft eingeladen, zum Beispiel Betreiber wasserwirtschaftlicher Anlagen, Planungsbüros, Hersteller oder Vertreter wissenschaftlicher Einrichtungen.

Interessensbekundungen mit Angaben zur Person und Kurzbeschreibung des beruflichen Werdegangs richten Sie bitte an die DWA-Bundesgeschäftsstelle:

DWA-Bundesgeschäftsstelle

Dr.-Ing. Christian Wilhelm

Theodor-Heuss-Allee 17

53773 Hennef

E-Mail: wilhelm@dwa.de

Entwurf Merkblatt DWA-M 256-1

Die in den Teilen 2 bis 9 der Merkblattreihe behandelten kontinuierlichen Messungen sind aufgrund rechtlicher Vorgaben und aufgrund betrieblicher Notwendigkeiten durchzuführen. Letztere bestehen aus der Überwachung der Prozesse, der Steuerung und Regelung sowie der Dokumentation. Die Messungen sind somit Grundlage für die Transparenz der Prozesse und eine Voraussetzung für eine verfahrenstechnische sowie wirtschaftliche Optimierung des Betriebs.

Die im Merkblatt formulierten Anforderungen unterstützen damit das generelle Ziel der Optimierung von Kosten und Umweltauswirkungen. Prozessmessgeräte werden unter den unterschiedlichsten verfahrenstechnischen und örtlichen Gegebenheiten auf den Kläranlagen eingesetzt. Die Anforderungen an ihre Leistungsfähigkeit und ihre Ausführung sind maßgeblich vom Einsatzfall abhängig.

Hersteller verfügen in der Regel über eine Vielzahl anwendungstechnischer Erfahrungen. Ihre Einsatzempfehlungen sollten daher berücksichtigt werden. Eine strukturierte und den jeweiligen Randbedingungen angepasste Instandhaltung der Messeinrichtungen ist zudem für die Gewinnung plausibler Messergebnisse und für den Betrieb unerlässlich.

Im Zuge der Planung ist unter Berücksichtigung der automatisierungs-, verfahrenstechnischen und betrieblichen Anforderungen das geeignete Messverfahren auszuwählen. Danach sind die Geräteanforderungen und die Einbindung in informationstechnische Systeme entsprechend dem jeweiligen Einsatzfall nach dem Messmedium, dem Messort und den Umgebungsbedingungen zu spezifizieren.

Der vorliegende und in die Thematik einführende Teil 1 der Merkblattreihe DWA-M 256 beschreibt die allgemeinen Anforderungen an die Prozessmesstechnik auf Kläranlagen.

Änderungen

Gegenüber dem Merkblatt DWA-M 256-1 (6/2011) wurden im vorliegenden Entwurf folgende Änderungen vorgenommen:

  • Anpassung des Abschnitts 1 „Anwendungsbereich“ mit ergänzenden Hinweisen zur IT-Sicherheit
  • Neu aufgenommen: Abschnitt 2 „Verweisungen“
  • Vervollständigung, Vereinheitlichung und Klarstellung der Begrifflichkeiten in Abschnitt 3 „Begriffe“
  • Neufassung des Abschnitts 4 „Komponenten und ihr Zusammenwirken“ mit Überarbeitung der Bilder entsprechend dem Stand der Technik
  • Neu aufgenommen: Unterabschnitt 4.4 „Daten und Kommunikation“
  • Vereinfachung und Präzisierung der Tabelle 1 in Abschnitt 5 „Messorte“
  • Ergänzungen in Unterabschnitt 5.2 „Anforderungen an die Messorte“
  • Überarbeitung des Abschnitts 6 „Anforderungen an die Messtechnik“ und Anpassung der Tabellen 3 bis 7
  • Anpassung an die europäische Normung und zwischenzeitlich eingetretene Veränderungen hinsichtlich Gesetze und Verordnungen
  • Umstrukturierung des Abschnitts „Quellen und Literaturhinweise“ mit Aufnahme aktueller Fachliteratur und Nachschlagewerke

Dieses Merkblatt wurde von der DWA-Arbeitsgruppe KA-13.3 „Prozessmesstechnik auf Kläranlagen“ (Sprecher: Dr. rer. nat. Achim Gahr) und dem DWA-Fachausschuss KA-13 „Automatisierung von Kläranlagen“ erarbeitet. Das Merkblatt richtet sich an Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen, planende Ingenieure, Hersteller und Genehmigungsbehörden.

Frist zur Stellungnahme

Der Entwurf des Merkblatts DWA-M 256-1 wird bis zum 31. Oktober 2019 öffentlich zur Diskussion gestellt. Hinweise und Anregungen erbittet die DWA schriftlich, möglichst in digitaler Form, an Dr. Christian Wilhelm, wilhelm@dwa.de.

Für den Zeitraum des öffentlichen Beteiligungsverfahrens kann der Entwurf kostenfrei im DWA-Entwurfsportal eingesehen werden. Dort ist auch eine digitale Vorlage zur Stellungnahme hinterlegt. Im DWA-Shop ist er als Printversion oder als E-Book im PDF-Format erhältlich.

August 2019, 35 Seiten, ISBN 978-3-88721-871-3, Ladenpreis: 45 Euro, fördernde DWA-Mitglieder: 36 Euro

 

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Kontakt

Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)

Dr. Frank Bringewski

Chefredakteur

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53773 Hennef

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+49 2242 872-100

E-Mail:

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