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thyssenkrupp Infrastructure überzeugt mit leistungsstarkem Gesamtpaket

08.02.2018

Spundwände und Maschinentechnik für die Bundesgartenschau Heilbronn 2019.

Auf dem Gelände der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 (BUGA) herrscht geschäftiges Treiben wohin man blickt: Und das, obwohl es sich nach Aussagen der Verantwortlichen der BUGA Heilbronn 2019 GmbH, an der die Stadt Heilbronn zu zwei Dritteln und die Deutsche Bundesgartenschau Gesellschaft mbH (DBG) zu einem Drittel beteiligt sind, mit 40 ha nur um ein vergleichsweise kleines Gelände handelt.

Nichtsdestotrotz sollen die Gäste der BUGA 2019 erstmals eine außergewöhnliche Kombination aus Garten- und Stadtausstellung genießen können, die großes gärtnerisches Können zeigt und sich darüber hinaus mit dem Thema „Wohnen der Zukunft“ beschäftigt. Wichtiger Baustein der anspruchsvollen Planung ist der so genannte Neckaruferpark, für dessen Realisation die Uferlandschaft des Altneckars erheblich umgestaltet wird.

Auf mehr als drei Hektar entsteht eine ganz neue Parklandschaft, die zukünftig auch Zugang zum Fluss bieten wird. Im Rahmen des Bauvorhabens „Ingenieur- und Wasserbau Neckaruferpark“ hat die Böwingloh & Helfbernd GmbH Teilbereiche des Ufers mit Rammprofilen aus der Spundwandserie TKL von der thyssenkrupp Infrastructure GmbH gesichert.

Zum reibungslosen Ablauf der Arbeiten hat das Gesamtpaket aus Spundwände und der eingesetzten Maschinentechnik ebenso beigetragen, wie das Know-how des Unternehmens aus Essen, das für ganzheitliche Lösungen für den Tiefbau und den Spezialtiefbau steht.

Der Neckarpark, dessen Gelände sich von der Reederei Schwaben im Norden bis zur Eisenbahnbrücke und bestehender Schleusenbrücke im Süden auf einer Länge von rund 600 Metern erstreckt, wird im Rahmen des Stadtentwicklungsplans Heilbronn 2020 und den Bauarbeiten zur Bundesgartenschau Heilbronn 2019 gebaut.

Die Anlage von Wiesenflächen und Terrassen soll dabei zukünftig sowohl den Blick auf den Neckar als auch die Zugänglichkeit des Uferbereichs ermöglichen.

Entlang des Ufers soll ein Promenadenweg führen, der stellenweise zurückversetzt ist, um einen naturnahen ökologisch wertvollen Bereich zu schaffen. „Unser Auftrag umfasst rein technische Leistungen, insbesondere das Einbringen der Spundwände zur Sicherung und Abgrenzung des Uferbereiches“, erläutert Dipl.-Ing. Uwe Schebaum, Oberbauleitung, Böwingloh & Helfbernd GmbH. „Hinzu kommen die Abtragung von Bestandsschüttungen und Ufervorschüttungen, die Gestaltung von Flachwasserzonen, das Abbrennen von Spundwandverbauten unter Wasser sowie der Abbruch von Bauwerksteilen am Neckarufer.“

Technik und Know-how im Fokus

Für die Erstellung der Spundwände setzten die Wasserbauer TKL 605 und TKL 606 Rammprofile von thyssenkrupp Infrastructure ein. Die Profile sind für die spezifischen Bedürfnisse im Wasser-, Verkehrswege-, Ingenieur- und Tiefbau sowie im Hochwasserschutz konzipiert und zeichnen sich durch hervorragende statische und rammtechnische Eigenschaften sowie eine hohe Wirtschaftlichkeit aus.

Neben den produkttechnischen Eigenschaften hat ein wirtschaftliches Angebot das ausführende Unternehmen überzeugt – zudem hat das von der thyssenkrupp Infrastructure geschnürte Paket aus Dielen und Maschinentechnik bei dem Auftrag punkten können.

„Die Auswahl der Baupartner fand natürlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten statt, aber für uns waren auch das vorhandene Know-how und der technische Hintergrund wichtig“, so Schebaum. „Wir wollten eine Leistung aus einer Hand – und die haben wir auch bekommen.“

Für den Oberbauleiter war die thyssenkrupp Infrastructure in dieser Hinsicht ein perfekter Partner, insbesondere lobt er den fachlichen Austausch mit Fachberater Tech, der auch dann zur Verfügung stand, wenn es mal knifflig wurde.

In einem Arbeitsgang

Das Einbringen von Spundwänden gehört natürlich zum Alltagsgeschäft für die Männer von Böwingloh & Helfbernd, das Arbeiten vom Ponton aus wich allerdings vom üblichen Standard ab. Der auf dem Neckar eingesetzte Ponton verfügte über eine Tragkraft von 150 Tonnen, der Bagger brachte es auf 25 Tonnen.

Mit einem routinierten Baggerfahrer, aber auch mit der richtigen technischen Ausstattung verliefen die Rammarbeiten aber reibungslos.  Insbesondere der Einsatz des Müller Baggeranbauvibrators MS-6 in der Ausführung als Seitengreifer aus der Serie MFB SG hat sich bezahlt gemacht.

Wie die Dielen war das Baugerät Bestandteil des von thyssenkrupp Infrastructure gelieferten Gesamtpaketes. Müller Seitengreifer können – ohne Eingriff in die Bordhydraulik – an nahezu jeden handelsüblichen Bagger angebaut werden. Die Energieversorgung erfolgt über die Bordhydraulik und die Ansteuerung über die Bedienhebel des Baggers.

„Die Seitengreifer sind in der Lage, in einem Arbeitsgang das Rammgut aufzunehmen, einzuspannen und dann mittels Vibration in den Boden einzubringen“, bringt Bruno Tech, thyssenkrupp Infrastructure, die Vorteile des Gerätes auf einen Punkt. „Vor allem bei beschränkter Höhe ist dies der entscheidende Vorteil, da herkömmliche Baggeranbauvibratoren von oben auf das Rammgut aufsetzen müssen.“

Das bestätigt Oberbauleiter Schebaum: „Mit dem Seitengreifer sind auch längere Bohlen gut handhabbar, insbesondere in Bereichen von Brücken und Bäumen; sein Einsatz war die Voraussetzung dafür, dass wir ein kleineres Trägergerät wählen konnten.“

Mit Perforierung versehen

Bevor mit den eigentlichen Rammarbeiten begonnen werden konnte, wurden Schüttungen entfernt und der Untergrund vom Kampfmittelräumdienst überprüft. Nach Freigabe des Baufeldes konnten die im Schnitt 7,50 Meter langen Profile, die Just-in-time entsprechend des Bedarfs vor Ort zur Einbaustelle geliefert wurden, sukzessive in den Uferbereich eingebracht werden.

Das Einrammen selbst dauerte in der Regel nur wenige Minuten. Eine abschließend angebrachte Schweißnaht verhindert, dass das zuvor eingebrachte Profil beim Einbau des nächsten Profils nicht tiefer ins Erdreich gedrückt oder in seiner Lage verändert wird.

Weiterhin erwähnenswert ist der Umstand, dass jedes dritte Profil im oberen Drittel mit 60 Löchern versehen wurde. Die Perforierung sorgt für den nötigen Grundwasser- und Schichtenwasseraustausch und stellt sicher, dass sich kein Wasser im Uferbereich aufstaut.

Aufgrund der eingesetzten Produkte und der angewandten Technik konnten die Spundwände im vorgesehenen Zeitfenster und zur Zufriedenheit der Baupartner eingebaut werden. 2018  soll die Infrastruktur für die Bundesgartenschau weitestgehend abgeschlossen sein, und dann  geht es weiter mit den Pflanzungen und den Vorbereitungen für die Ausstellung mit Blumenhalle, Pavillons und Gastronomie.

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