Wickelrohrverfahren / Prof. Dr.-Ing. Stein & Partner GmbH (2005)

Sanierungsdurchführung - Ringraumabschluss

Der Ringraumabschluss zwischen Altrohr und Wickelrohr erfolgt durch Verspachtelung mit sulfatbeständigen Zementmörtel bis zu 20 cm von der Schachtwandung in den Ringraum hinein.

Zunächst wird der Ringraumabschluss am Hochpunkt (hier: Zielschacht) durchgeführt. Nach Verschluss des Ringraums und Einbau eines Entlüftungsstutzens im Scheitel wird die Vorflut kurzzeitig unterbrochen (Vorflutregelung), so dass die Arbeiten in der Sohle ohne Beeinträchtigung durch fließendes Abwasser fortgeführt werden können. Das noch im Ringraum befindliche Abwasser kann abfließen, so dass dieser leer und bereit zur Verfüllung ist. Nach Fertigstellung des Ringraumabschlusses kann das Abwasser durch das in der zu sanierenden Haltung liegende Wickelrohr fließen.

 

Nun erfolgt der Ringraumabschluss am Tiefpunkt (hier: Startschacht). Auch hier wird die Vorflut geregelt, in dem das Wickelrohr mittels "Ringpacker/Wickelrohrkonstruktion" mit Wasserstandsrohr verschlossen wird. Dadurch wird das Abwasser im Wickelrohr aufgestaut und eine Lagesicherung des Wickelrohres auf der Sohle des Altkanals während der zweiphasigen Ringraumverfüllung erreicht. Auf diese Weise werden die Einhaltung des Gefälles gewährleistet und Unterbögen vermieden.

Es werden ein Befüllschlauch im Scheitel und je ein Entlüftungsstutzen im Kämpfer und im Scheitel eingebaut. Da das in den Ringpacker integrierte Wickelrohr DN 400 außen profiliert ist und deswegen nicht dicht verschließt, erlaubt es einen geringen Abwasserabfluss.

Über das Wasserstandsrohr kann der Wasserstand im Wickelrohr jederzeit kontrolliert werden.

 
 

Wickelrohrverfahren / Prof. Dr.-Ing. Stein & Partner GmbH (2005)