Auszeichnung Leuchtturmprojekt 2020
29.09.2020
Der Umweltcluster Bayern zeichnet das „Suchsystem für Lecks in Trinkwasserleitungen“ von Turn-off metering GmbH und die "Digitale Integrale Sanierungs-Strategie für Abwasserpumpwerke" des AmperVerbands als Leuchtturmprojekt 2020 aus.
„Suchsystem für Lecks in Trinkwasserleitungen“ von Turn-off metering GmbH
Durch beschädigte Rohrleitungen gehen in Deutschland täglich knapp 10 % des eingespeisten Wassers verloren. In Europa sind es fast 40 %, weltweit bis zu 70 %. Die Suche nach Lecks ist jedoch aufwändig, kompliziert und nicht immer mit Erfolg verbunden. Je länger die Suche vernachlässigt wird, umso mehr steigen die Kosten für Energieverbrauch und Aufrüstung der Wassergewinnung.
Um Wasserlecks gezielt und sicher aufzuspüren, hat das bayerische Unternehmen Turn-off metering GmbH ein System entwickelt, das vom Umweltcluster Bayern als Leuchtturmprojekt 2020 ausgezeichnet wurde.
„Verluste unserer kostbaren Ressource Wasser sind in jedem Trinkwasserleitungssystem vorhanden“, erklärt Alfred Mayr, Geschäftsführer des Umweltcluster Bayern. „Das Verfahren von Turn-off metering beweist Leuchtturmcharakter, weil es eine schnelle, einfache und saubere Methode ist, um Versorgungsleitungen zu prüfen und Verlustmengen zu bestimmen. Die Beseitigung von Leckstellen schont nicht nur Wasserressourcen und mindert die Grundwasserabsenkung. Auch der Energieverbrauch wird enorm reduziert. Das T.O.M. Lecksuchsystem berücksichtigt ökologische, soziale und ökonomische Aspekte und erfüllt damit alle Kriterien der Leuchtturmwirkung.“
Turn-off metering GmbH aus dem bayerischen Oberleichtersbach hat sich zur Aufgabe gemacht, Lecks so einfach und kostengünstig wie möglich zu finden. Sein System beweist seine Vorteile besonders in Versorgungsnetzen aus Kunststoff und in ländlichen Gebieten.
Der Umweltcluster Bayern fördert seit 2008 visionäre Technologien. Sein Prädikat „Umweltcluster Leuchtturmprojekt“ zeigt Entwicklungsrichtungen und zeugt von unternehmerischem Mut und visionärem Denken. Das Gütesiegel zeichnet jedes Jahr ein Projekt aus, das einen vorbildlichen Beitrag zur Entwicklung der Umwelttechnologie in Bayern leistet und dadurch zur Verbesserung der Klima- und Umweltsituation beiträgt. Mit seinem Prädikat richtet sich der Umweltcluster an Unternehmen, Planer, Kommunen und Konsortien aus Bayern, die ein Projekt, Produkt oder Verfahren mit Innovationscharakter entwickelt haben.
"Digitale Integrale Sanierungs-Strategie für Abwasserpumpwerke" des AmperVerbands
Pumpwerke sind wichtige Knotenpunkte der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur und müssen alle ökologischen und ökonomischen Kriterien der Siedlungsentwässerung erfüllen. Alte und schadhafte Pumpwerke gefährden jedoch nicht nur Boden und Grundwasser, sondern auch das Betriebspersonal während Wartungs- und Reinigungsarbeiten.
Um Reparaturbedarf frühzeitig zu erkennen, hat der bayerische AmperVerband gemeinsam mit dem Ingenieurbüro GFM Bau- und Umweltingenieure eine „Digitale Integrale Sanierungs-Strategie“ für Pumpwerke entwickelt. Ziel dieser Strategie ist die Festlegung einer Reihenfolge von Sanierungsmaßnahmen.
Das Projekt wurde vom Umweltcluster Bayern als Leuchtturmprojekt 2020 ausgezeichnet. „Während für Kanalnetze Bewertungsverfahren vorliegen, gibt es für Pumpwerke wenig Vergleichbares“, erklärt Alfred Mayr, Geschäftsführer des Umweltclusters. „Der AmperVerband hat uns mit seinem Projekt überzeugt. Die Synergie aus langfristiger Sanierung, systematischer Instandsetzung und nachhaltiger Optimierung beweist in allen Kriterien Leuchtturmcharakter. Ihr innovativer Ansatz führte darüber hinaus zu einer Empfehlung für alle Pump- und Sonderbauwerke.“
Der AmperVerband in Olching, Dienstleister für Trinkwasser und Abwasser, sichert den einwandfreien Zustand des weitverzweigten Leitungsnetzes im gesamten Verbandsgebiet. Regelmäßige Wartungs- und Sanierungsarbeiten sind wichtig, um die Qualität der Infrastruktur langfristig zu gewährleisten.
Der Umweltcluster Bayern fördert seit 2008 visionäre Technologien. Sein Prädikat „Umweltcluster Leuchtturmprojekt“ zeigt Entwicklungsrichtungen und zeugt von unternehmerischem Mut und visionärem Denken. Das Gütesiegel zeichnet jedes Jahr ein Projekt aus, das einen vorbildlichen Beitrag zur Entwicklung der Umwelttechnologie in Bayern leistet und dadurch zur Verbesserung der Klima- und Umweltsituation beiträgt. Mit seinem Prädikat richtet sich der Umweltcluster an Unternehmen, Planer, Kommunen und Konsortien aus Bayern, die ein Projekt, Produkt oder Verfahren mit Innovationscharakter entwickelt haben.
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