BBI: Wasser aus Eichwalde, Abwasser nach Waßmannsdorf

13.11.2008

MAWV und Wasserbetriebe kooperieren bei Flughafenver- und -entsorgung

Bei der Wasserver- und der Abwasserentsorgung für den neuen Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld kooperieren der nach dem Territorialprinzip zuständige Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) und die Berliner Wasserbetriebe. Dabei werden dem Baufortschritt folgend schrittweise die notwendigen Anlagen errichtet bzw. Einleitund Betreiberverträge geschlossen. „Wir liegen gut im Rennen und schaffen mit unserem Betriebsführer DNWAB sowie unseren Berliner Partnern alle Voraussetzungen für eine pünktliche Inbetriebnahme des BBI“, so MAWV-Verbandsvorsteher Peter Albrecht. „Der Flughafenneubau eröffnet unseren seit vielen Jahren eng kooperierenden Gesellschaften neue Möglichkeiten und Chancen“, sagt Wasserbetriebe-Vorstandschef Jörg Simon.“

Das Trinkwasser für BBI kommt aus dem Wasserwerk Eichwalde, das der MAWV in den letzten Jahren modernisiert hat. Dieses frühere Wasserwerk der Berliner Wasserbetriebe brachten diese 1994 als Mitgliedschaft in den MAWV ein. Sollte sich der Flughafen und sein Umfeld stärker als erwartet entwickeln, dann könnte zusätzlich Wasser aus einer bei Schönefeld verlaufenden großen Berliner Ringleitung bezogen werden. Das Schmutzwasser des Flughafens wird ebenso wie auch das der umliegenden Gemeinden durch den MAWV ordnungsgemäß abgeleitet und im Klärwerk Waßmannsdorf der Berliner Wasserbetriebe gereinigt. Ein jüngst besiegelter Vertrag regelt, dass auch das belastete Regenwasser von den Airport-Flächen, etwa durch die Enteisung der Flugzeuge, ins Klärwerk Waßmannsdorf fließt.

Spezialisten bei der Planung gefragt
Während der MAWV termingemäß Investitionen im Umfang von 22 Mio. € für die Umverlegung der Trink- und Abwasserleitungen im Rahmen der Baufeldfreimachung für den neuen Flughafen abgeschlossen hat und sich nun vorrangig der Ver- und Entsorgung des Flughafenumfeldes widmet, sind zwei weitere Unternehmen aus der Berlinwasser Gruppe von den Generalunternehmern der einzelnen Baulose für den BBI mit Planungs- und Betriebsaufgaben betraut worden. So haben die für den Bau der Start- und Landebahnen zuständigen Unternehmen Eurovia und Max Bögl der Berlinwasser Regional GmbH den Betrieb der Anlagen zur Ableitung und Reinigung des Regenwassers – Kanäle, Druckrohre, Pumpwerke und Bodenfilter – bis vorerst 2011 übertragen. Die Ingenieurgesellschaft p2m berlin GmbH wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Berliner Baufirmen beton&rohrbau und Karl Weiss mit der Ausführungsplanung von 50 km Trink-, Lösch-, Schmutz- und Regenwasserleitungen in Querschnitten bis zu 2,40 Meter, von vier Pumpwerken sowie von Trassen für Fernwärme und -kälte beauftragt.


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