Die Mitglieder haben gewählt: Bundesfachabteilung Leitungsbau mit neuem Vorstand

29.06.2012

Im Frühjahr 2012 haben die Delegierten aus den Landes- und Regionalfachabteilungen (LFA und RFA) auf der Mitgliederversammlung der Bundesfachabteilung Leitungsbau (BFA LTB) in Erfurt einen neuen Vorstand gewählt.

Dipl.-Ing. Andreas Burger (LFA Baden-Württemberg) ist der neue Vorsitzende, Dipl.-Ing. Gunter Hüttner (LFA Sachsen/Sachsen-Anhalt) und Dipl.-Ing. Thomas Wenzel (RFA Nord) seine Stellvertreter. Dipl.-Ing. (FH) Ewald Weber (LFA Bayern), Dipl.-Ing. (FH) Peter Scholz (LV Hessen/Thüringen), Dipl.-Ing. Karl Jelinski (LFA Baden-Württemberg) und Gunnar Hunold (LFA Niedersachsen) wurden in ihren Ämtern als Vorstandsmitglieder bestätigt. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende, Dipl.-Ing. Klaus Küsel, scheidet auf eigenen Wunsch altersbedingt aus dem Vorstand aus.
 
Das Leitungsbaugremium des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. (HDB) ist das Sprachrohr der Leitungsbauunternehmen gegenüber Bundesorganisationen und Bundespolitik. Zu den wichtigen Zielen zählen die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Leitungsbauunternehmen, die Schaffung einer zustandsorientierten Instandhaltungsstrategie, eine Bündelung der technischen und wirtschaftspolitischen Lobbyarbeit, eine Verstetigung der Instandhaltungsinvestitionen sowie eine Förderung hochwertiger Aus- und Weiterbildungsangebote im Leitungsbau. Das breite Themenspektrum bestimmte die Diskussion der Veranstaltung in Erfurt, bei der Ewald Weber in seiner letzten Sitzung als Vorsitzender RA Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. (HDB) und RAin Ina Witten, Geschäftsführerin der Landesfachabteilung Leitungsbau im Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen e. V. als besondere Gäste begrüßen konnte. Neben dem Bericht der Geschäftsführung standen die Vervollständigung der Länderstrukturen in Form von Landes- und Regionalfachabteilungen, die Energiewende sowie die Leitungsbau-relevanten Themen Stromkabel/Breitbandkabel und Qualitätssicherung auf der Tagesordnung.
 

Am Puls der Zeit

In seinem Bericht ließ BFA LTB- Geschäftsführer Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dieter Hesselmann die Aktivitäten der Bundesfachabteilung Revue passieren. Insbesondere die Treffen mit Vertretern der verschiedenen Bundestagsfraktionen und eine offensive Öffentlichkeitsarbeit gehörten zu einem umfangreichen Maßnahmenpaket, mit der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Leitungsbauunternehmen stetig verbessert werden. Hierbei hat die Bundesfachabteilung Leitungsbau das Ohr am Puls der Zeit. So bestimmten die Umsetzung der Energiewende in Deutschland und der dafür notwendige Netzausbau die Diskussion beim so genannten Parlamentarischen Frühstück in 2011. „Die Leitungsbauer machen das“, lautete die klare Botschaft der Vertreter der BFA LTB, die mit der Übergabe des Positionspapiers „Argumente für den Ausbau der kabelgebundenen Leitungsinfrastruktur“ die politische Relevanz eines Themas unterstrichen, das auch den roten Faden der 19. Tagung Rohrleitungsbau in Berlin bildete.
 

Im Zeichen der Energiewende

Im Januar dieses Jahres hatten der Rohrleitungsbauverband e.V. (rbv) und der HDB ihre Mitglieder eingeladen, um mit Ihnen über die Auswirkungen der Energiewende in Deutschland zu diskutieren. „Land und Branche befinden sich in einem Prozess tiefgreifender energiepolitischer Veränderungen“, so Dieter Hesselmann. „Folgerichtig bestimmten die Entwicklung und die zukünftige Gestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die anstehenden technischen Herausforderungen an die Leitungsbauunternehmen die Inhalte der Veranstaltung, zu deren hochkarätigen Referenten der damalige Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth zählte. Konsequent auch das Engagement der BFA Leitungsbau im Arbeitskreis (AK) Energie, der die technisch-politischen Interessen der Bauindustrie mit den Schwerpunktthemen Energieerzeugung, -speicherung und -verteilung bündelt. Ebenso im Fokus befindet sich die Breitbandstrategie der Bundesregierung, die eine flächendeckende Breitbandversorgung forcieren und den Aufbau von Hochleistungsnetzen unterstützen will. Bereits 2014 sollen 75% der bundesdeutschen Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Hier sind auch die Leitungsbauunternehmen gefordert. Unisono forderten Knipper, Küsel und Weber die Unternehmen auf, Konzepte zu entwickeln und den Stadtwerken und Netzbetreibern mit entsprechenden Angeboten Wege zur Umsetzung aufzuzeigen, unter anderem mit der Bildung von Arbeitsgemeinschaften oder Konsortien.
 
Darüber hinaus zählt die Qualitätssicherung im Leitungsbau zu den wichtigsten Zielen der Arbeit der BFA LTB. „Mit der regelmäßigen Aktualisierung der Ausbildungsinhalte und einer engen Kooperation zwischen Fachunternehmen und modernen überbetrieblichen Ausbildungszentren sichern wir die nötige Fachkompetenz und begegnen damit dem Strukturwandel in der Branche“, lautete das Fazit von Geschäftsführer Hesselmann. Entsprechend der Bedeutung des Themas beteiligen sich Vertreter der Bundesfachabteilung Leitungsbau an Gremien, die sich unter anderem mit alternativen Verfahren zur Kabellegung, Grundstücksentwässerung oder leitungsgebundenem Tiefbau beschäftigen.

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