Durchstich beim Hallandsås-Tunnel in Schweden geschafft

20.09.2013

Tunnel- und Stollenvortrieb

Der Name Hallandsås sagt Ihnen nichts? Dann sollten Sie sich mal mit einem Tunnelexperten unterhalten. Der wird Ihnen erklären, warum dieses Vorhaben, das nach bereits zwei gescheiterten Anläufen im Jahr 2002 von der Arge Skanska (60%) und VINCI Construction Grands Projets (40%) übernommen wurde, zu den unter Fachleuten für unterirdische Bauwerke weltweit bekanntesten Projekten zählt.

Die besondere Herausforderung in diesem Fall war in erster Linie das Durchbohren der sehr heterogenen Gesteinsschichten eines sogenannten Horstes, einer vor ca. 70 Millionen Jahren durch tektonische Prozesse angehobenen Teils der Erdkruste. Hinzu kommt, dass die Röhren in einem verwitterten und stellenweise sehr durchlässigen Untergrund, unter einem bis an die Oberfläche „durchnässten“ Hügel, 150 m unterhalb des Grundwasserspiegels verlaufen.

Drei Jahre nach dem Auffahren des ersten der beiden Eisenbahntunnel von Hallandsås beendet die Tunnelbohrmaschine jetzt ihre Arbeit. Die Fertigstellung der Bauarbeiten dürfte 2014 erfolgen, die Inbetriebnahme ist für 2015 geplant.

Das Projekt ist Bestandteil eines Programms zur Modernisierung der Eisenbahnlinie Malmö-Göteborg, das die Verkehrskapazität auf dieser Strecke deutlich erhöhen und eine Verdoppelung des zulässigen Höchstgewichts bei Güterzügen ermöglichen soll. Es handelt sich um Planung und Bau von zwei Tunneln (mit je 5,5 km Länge und 9 m Innendurchmesser) und zwölf Verbindungsschächten.

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