Entwässerung mit System: Neue Regenrückhaltung für Rhenus Logistics in Gießen

07.06.2007

Mit einem Jahresumsatz von 2,5 Mrd. zählt die Rhenus-Gruppe zu den führenden europäischen Logistikdienstleistern. Um diese Position in Zukunft weiter auszubauen und den Service noch zu verbessern, hat das Unternehmen am Gießener Standort Mitte November 2006 den Bau von zwei zusätzlichen Hallen inklusive Umgehungsstraße in Auftrag gegeben. Bei der Entwässerung der neuen Dachflächen und Straßen entschied man sich dabei für ein System, dessen Komponenten - ähnlich wie die einzelnen Schritte in einer Logistikkette - optimal aufeinander abgestimmt sind.

Zum Einsatz kommen neben dem D-Raintank®-System CONNEX-Rohre der Nennweiten DN/OD 400, HS®-Reinigungsschächte DN/OD 800 sowie HS®-Drosselschächte von der Funke Kunststoffe GmbH. Die Produkte überzeugten den Auftragnehmer, die Frauenrath Bauunternehmen GmbH, vor allem durch ihre Wirtschaftlichkeit und ihre schnelle und einfache Verlegung. Außerdem konnte sich der D-Raintank® bereits in der Planungsphase mit seinem hohen Speichervolumen von 95% klar gegen herkömmliche Kies- und Schotterrigolen durchsetzen.

„Geplant sind die neuen Hallen mit einer Gesamtfläche von 192 m Länge und 96 m Breite für den Warenumschlag. Die Palette der Produkte, die diese Gebäude durchlaufen werden, reicht von Werkzeugen über Medikamente bis hin zu Gefahrgütern und wassergefährdenden Stoffen", beschreibt Andreas Ortwein, Projektleiter der Rhenus AG & Co.KG, das Vorhaben. Aus ökologischen Gesichtspunkten, die aus dem Bebauungsplan heraus vorgegeben waren, sollten die Dachflächen und neuen Verkehrswege über ein versickerungsfähiges System entwässert werden. Vor Ort stellten sich hierbei in der Planungsphase gleich mehrere Herausforderungen, wie der Planer Rolf Hild vom Fachbereich Tiefbau-Bauleitung der Wagner Consult Wetzlar Ingenieurgesellschaft mbH erklärt: „Wir mussten berücksichtigen, dass nur eine geringe Überdeckung möglich war. Außerdem musste die Übergabehöhe an das öffentliche Kanalnetz beachtet werden. Pumpen sollten aber nicht zum Einsatz kommen. Kriterien waren zudem eine geringe Versickerungsfläche sowie ein ausreichender Stauraum."

Die Prüfung verschiedener Konzepte ergab, dass der D-Raintank® von Funke diese Rahmenbedingungen am besten erfüllt. Es handelt sich dabei um ein System zum unterirdischen Wasserrückhalt und zur Versickerung. Alternativ wäre auch eine herkömmliche Schotterrigole in Frage gekommen. Doch mit Blick auf die Raumnutzung schlossen die Planer diese Lösung aus. Dipl.-Ing. Robert Pelich von der Tiefbau-Planung der Wagner Consult Wetzlar Ingenieurgesellschaft mbH: „Bei der Ausführung mit Schotter ist ein wesentlich größeres Volumen erforderlich. Das bedeutet mehr Aushub und damit auch höhere Kosten." Auch sonst hat das Funke-Produkt in puncto Wirtschaftlichkeit die Nase vorn: Sein geringes Gewicht spart ebenfalls beim Transport und Einbau Geld.

Einfach kompakt
Trotz seiner kompakten Bauweise - die Maße eines einzelnen Elements betragen 810 x 840 x 400 mm - weist der D-Raintank® ein hohes Speichervolumen auf, wie der Funke-Fachberater Dipl.-Ing. Martin Ritting erläutert: „Der Tank besteht aus höchst widerstandsfähigen, statisch berechneten Polypropylen-Gitterplatten, die grundwasserneutral und formstabil sind. Die Speicherfähigkeit liegt bei 95%, während eine übliche Kies- oder Schotterrigole nur ungefähr 30% bis 35% erreicht." Was dem bauausführenden Unternehmen die Arbeit besonders erleichterte, war der einfache Umgang mit den D-Raintanks®. Die fertig angelieferten Elemente sind leicht einzubauen und können raumsparend angeordnet werden. Nach den Aushubarbeiten durch einen Bagger wird ein Planum aus Schotter erstellt und mit einem Geotextil ausgelegt. Polier Sylko Haufe: „Die Rigole aus D-Raintank® ist 110 m lang und 5 m breit. Wir haben nur eine unwesentlich größere Baugrube ausheben müssen. Das Planum besteht aus 30 cm Drainageschicht in der Körnung 0/45 und einer Sauberkeitsschicht der Körnung 2/5. Hierauf haben wir Vlies ausgebreitet, die Tanks aufgestellt und angeordnet und dann das Vlies umgeschlagen. Nach dem Anschluss an die Reinigungs- und Drosselschächte konnte die Baugrube wieder verfüllt werden." Bei dem Vlies handelt es sich um Geotextil, ein Material, das in hohem Maße wasserdurchlässig ist, jedoch die Einspülung von Sedimenten wirksam verhindert. Die Fasern sind mechanisch verfestigt. Das Material entspricht der Geotextilrobustheitsklasse (GRK) 3.

Ein leistungsstarkes System

Der D-Raintank® ist nicht das einzige Produkt von Funke, das in Gießen zum Einsatz kommt. Komplettiert wird das leistungsstarke System durch weitere Elemente: Parallel zum Tank verlaufen zwei jeweils rund 50 m lange Leitungen aus CONNEX-Rohren mit der Nennweiten DN/OD 400. In diese fließt das Regenwasser von den Gebäuden über zwei Zuleitungen pro Rohrstrang. Zwischen den beiden CONNEX-Sammlern und dem Tank sind insgesamt acht HS®-Reinigungsschächte DN/OD 800 mit VA-Sieb gesetzt. Sie sind mit Zu- und Abläufen der Nennweite DN/OD 250 ausgestattet. „Ihre Aufgabe ist es, Feststoffe wie Laub oder Sand aus dem Niederschlagswasser herauszusieben. Dafür sorgt ein Filterelement mit einer Maschenweite von ca. 1,0 mm. Die Feinanteile landen in dem Absetzraum unterhalb des Filterelements. Die Reinigungsschächte verhindern auf diese Weise zuverlässig, dass Feinpartikel in die Rigole gelangen und die Versickerung in den Untergrund beeinträchtigen", beschreibt Dipl.-Ing. Rudi Töws, Technischer Kundenberater, Funke Kunststoffe GmbH, das Prinzip. Anschließend nimmt der Tank das gereinigte Niederschlagswasser auf.

„Insgesamt können 200 m3 Regenwasser gespeichert werden, bevor sie sukzessive über zwei HS®-Drosselschächte in die öffentliche Kanalisation weitergeleitet oder nach und nach dreidimensional an das umliegende Erdreich abgegeben werden", berichtet Gerd Kretschmer, Frauenrath Bauunternehmen GmbH. Der Bauleiter ist zufrieden mit der Produktwahl: „Mit dem Tank haben wir alle gestellten Anforderungen erfüllen können: hohe Speicherfähigkeit bei kompakter und stabiler Bauweise. Noch dazu konnten durch den einfachen Einbau Kosten eingespart werden." Für alle Beteiligten steht fest: Die gute Beratung und die Sachkenntnis der Funke-Fachberater haben dazu beigetragen, das optimale Entwässerungssystem für den Hallenanbau bei Rhenus Logistics zu finden. Voraussichtlich ab dem 1. Juli werden die Hallen in Betrieb gehen.

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