FBS-Stahlbetonrohre sichern Uferpromenade in Bonn-Mehlem

07.12.2012

Bauteile und Werkstoffe » Rohre » Beton und Stahlbeton

Kreisrunde Stahlbetonrohre mit Fuß und Falzmuffe sind im Auftrag des Tiefbauamtes der Stadt Bonn bei der Sanierung der Rheinuferpromenade im Bereich der Mündung des Mehlemer Bachkanals eingebaut worden.

Die von der BERDING BETON GmbH, Rohr- und Schachtwerk DW-Nievenheim, nach den Anforderungen der Qualitätsrichtlinien der Fachvereinigung Betonrohre und Stahlbetonrohre e.V. (FBS) produzierten Rohre in der Nennweite DN 2600 verfügen mit ihrer begehbaren einseitigen Berme über einen außergewöhnlichen Querschnitt, dessen hydraulische Eigenschaften einen ausreichenden Trockenwetterabfluss sicherstellen.

Ein schweres Unwetter hatte im 4. Juli 2010 in Mehlem, dem südlichsten Bonner Ortsteil im Stadtbezirk Bad Godesberg, große Schäden verursacht. Unter anderem wurden Teile der Uferböschung und der Uferpromenade im Bereich der Einmündung des Mehlemer Bachkanals in den Rhein sowie Teile der angrenzenden Hausgrundstücke unterspült und weggerissen. Nach ersten Sicherungsmaßnahmen durch Feuerwehr und städtischem Tiefbauamt – dazu zählte die Stabilisierung der Böschung mit Sandsäcken und Spritzbeton –, wurde der zerstörte Mündungsbereich des Bachkanals erneuert. In einem ersten Arbeitsschritt wurden 240 m² Spundwände zur Sicherung der Baugrube eingebaut und rund 150 m³ Erdreich unter Wasser ausgehoben. Danach wurde mit 110 m³ Unterwasserbeton ein Auflager für die vier benötigten FBS-Stahlbetonrohre hergestellt.

Bauform nicht alltäglich

„Dabei handelte es sich um Rohre gemäß DIN EN 1916 / DIN V1201, Typ 2, mit werkseitig auf dem Spitzende vormontierter Gleitringdichtung “, erläutert Dipl.-Ing. Hans-Georg Müller, Niederlassungsleitung, BERDING BETON GmbH, DW Nievenheim, Dormagen. Die in der Schalung erhärteten Stahlbetonrohre verfügen mit einer monolithisch hergestellten einseitigen Berme über ein bauliches Merkmal, das nicht alltäglich ist. „Dieser Querschnitt stellt zum einen die Begehbarkeit des Profils sicher“, so Müller, „darüber hinaus sorgt er in Folge der Querschnitts-Reduktion für eine ausreichend hohe Schleppspannung. Auf diese Weise bleibt der Kanal auch bei Trockenwetterlagen ablagefrei und eine Geruchsbelästigung wird unterbunden.“

Hoher Qualitätsstandard

Die mehr als 22 t schweren Rohre verfügen über eine Baulänge von 3,00 m und wurden entsprechend den Anforderungen der FBS-Qualitätsrichtlinie Teil 1.1 hergestellt. Für Müller ein wichtiges Kriterium, „denn damit verfügen die Rohre über ein zusätzliches Plus“. Das FBS-Qualitätssicherungssystem mit seiner umfassenden Werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) stellt eine für Rohrwerkstoffe einmalige und lückenlose Qualitätskontrolle von den Ausgangsstoffen über die Herstellung bis zu den Endprodukten sicher. Im Rahmen der halbjährlichen Fremdüberwachung durch bauaufsichtlich anerkannte Güteschutzgemeinschaften oder Prüfinstitute, wird die Erfüllung der Norm- und FBS-Anforderungen kontrolliert und bewertet. „Hinter dem FBS-Qualitätszeichen steht damit ein System, das dem Anwender von FBS-Kanalbauteilen eine hohe Qualität sicherstellt“, so Müller.

Die Lücke zwischen den neu verlegten Rohren und dem vorhandenen Bachkanal an der Abrissstelle wurde mit einem Übergangsbauwerk geschlossen. Als weitere Sicherungsmaßnahme wurden im Bereich des Auslaufbauwerks zusätzlich 40 m³ Beton verarbeitet und 35 m² Basaltsteine zur Auskleidung verbaut. Darüber hinaus ließ das Tiefbauamt den vom Hochwasser betroffenen Uferbereich mit Boden auffüllen und mit Basalt- und Wasserbausteinen verkleiden.

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