Folgen des Klimawandels wirken sich auch auf die Ruhr aus

16.11.2007

Spätestens seit Veröffentlichung des 4. Sachstandsberichtes des "Zwischenstaatlichen Ausschusses zum Klimawandel" (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change) im Frühjahr 2007 sind Fragen des Klimawandels Anlass für eine breitgefächerte Diskussion auch in unserer Region.

Der Ruhrverband hat sich schon frühzeitig mit der Frage befasst, welche Folgen mögliche Klimaänderungen auf die Versorgungssicherheit des von ihm seit mehr als 80 Jahre betriebenen Talsperrensystems haben. Statistische Analysen langjähriger Messwerte belegen, dass im Einzugsgebiet der Ruhr zum Beispiel die winterlichen Niederschläge in den letzten 80 Jahren deutlich zugenommen haben. Dies muss als Hinweis auf ein verändertes Niederschlagsverhalten im Einzugsgebiet der Ruhr gesehen werden.

Daraufhin wurde bei einem renommierten niederländischen Forschungsinstitut eine Klimafolgenanalyse für das Ruhrtalsperrensystem in Auftrag gegeben. Die Analyse basiert auf den Ergebnissen des oben erwähnten IPCC-Berichtes und daraus abgeleiteten regionalen Prognosen des Klimas im Ruhreinzugsgebiet bis 2100. Es ist die Frage zu beantworten, ob die vorhandenen Talsperrenkapazitäten auch im Hinblick auf die Folgen möglicher Klimaänderungen ausreichen. Nach Vorlage des Abschlussberichts werden wir darüber berichten.

Neben der Ruhrgüte ist der Ruhrverband für die mengenmäßige Absicherung der Wasserversorgung des Ballungsraumes Ruhr verantwortlich und engagiert sich daher auch beim Thema Klimawandel und dessen Folgen. Ein Ruhrverbandsmitarbeiter wirkt sogar in dem von den Vereinten Nationen und der Weltmeteorologenorganisation gemeinsam gegründeten internationalen Gremium IPCC mit. Prof. Dr. Gerd Morgenschweis, Leiter der Abteilung Mengenwirtschaft und Morphologie, wurde im Jahr 2005 offiziell als einer von zahlreichen internationalen Kommentatoren in dieses Gremium berufen, das zusammen mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden ist. Der Ruhrverband freut sich mit Herrn Prof. Morgenschweis über die Auszeichnung und empfindet dies auch als eine Bestätigung seiner vorausschauenden Arbeit.

I
nfo zum Ruhrverband:
Der Ruhrverband ist ein öffentlich-rechtliches "non-profit" Wasserwirtschaftsunternehmen und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Sowohl beim Betrieb seiner Talsperren, die die Wasserversorgung von 5 Millionen Menschen sicherstellen, als auch bei der Abwasserreinigung für 60 Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet von Ruhr und Lenne stehen Mensch und Umwelt im Zentrum seines Handelns, ohne dabei das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Beispielsweise erfüllen die Kläranlagen des Ruhrverbands alle zu 100% die neuesten gesetzlichen Vorgaben und haben im Mittel bessere Ablaufwerte als der nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Durchschnitt und dabei sind die Abwasserentsorgungskosten im Ruhreinzugsgebiet sogar noch etwas geringer als im NRW-Durchschnitt.

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