Hervorragende Wirkung des Kanalschachtbiofilters durch Institut JenaBios bestätigt

08.09.2005

Gerade jetzt in den (warmen) Sommermonaten belästigen unangenehme Gerüche aus Abwasserschächten die Bevölkerung in Innenstädten und Wohngebieten. Biofilter können die Gerüche neutralisieren. Allerdings ist Biofilter nicht gleich Biofilter.

Deshalb testete das Institut JenaBios für Umweltbiotechnologien im Auftrag von REHAU unterschiedliche Biofiltermaterialen.

Ziel der Untersuchung

Die von dem unabhängigen Prüfinstitut JenaBios aus Jena durchgeführten Versuche sollten herausstellen, wie wirksam Biofilter für Kanalschächte Schwefelwasserstoff, der für die typische Geruchsbelästigung verantwortlich ist, minimiert.Dabei wurden die drei gängigsten Biofilterträgermaterialien unter gleichen Bedingungen getestet:

Zellulosegranulat von REHAU
Kokosfasern
Rindenmulch

Ergebnisse/Gutachten
Elliminierung von Schwefelwasserstoff

Das REHAU-Zellulosegranulat erreichte bei H2S-Konzentrationen von 10 bis 200 ppm in der Zuluft einen Wirkungsgrad von 97-100%, d.h. das H2S wurde unter allen getesteten Bedingungen nahezu komplett eliminiert. Es wurde dabei eine Eliminationsleistung von bis zu 18 mg H2S/(l x h) erreicht. Menschen empfinden bereits bei ca. 5 ppm H2S eine starke Geruchsbelästigung.
Der Filterwirkungsgrad von Kokosfasern unterlag enormen Schwankungen – je nach Bedingungen und betrug zwischen 31-100%. Maximal 3 mg H2S/(l x h) wurden elliminert.
Unter den gleichen Bedingungen erreichte der Rindenmulch-Biofilter einen bedingungsabhängigen Wirkungsgrad von 58-100%. Dabei wurde eine Eliminationsleistung von max. 4 mg H2S/(l x h) erzielt.

Zusammenfassung und Bewertung

Die Funktionalitätsprüfung von Biofiltermaterialien zur Behandlung von Schwefelwasserstoff wurde über einen Zeitraum von acht Wochen im Labormaßstab durchgeführt. Der Vergleich der drei Trägermaterialien unter den gewählten praxisnahen Bedingungen erbrachte deutliche Unterschiede.

Eine zusammenfassende Bewertung der drei Biofiltermaterialien nach verschiedenen Nutzungs­gesichtspunkten ist in der Tabelle dargestellt:

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