Horizontal-Bohrpressanlage BPU 800 - Neues Kraftpaket von Emunds+Staudinger

08.08.2005

Emunds+Staudinger hat eine neue Generation von Bohranlagen entwickelt. BPU 800 heißt das Kraftpaket, bei dem es sich um eine Weiterentwicklung der BPU 600/800 handelt. Erwähnenswert sind die technischen Daten. Das Drehmoment ist von 15 000 Nm auf 27 000 Nm gestiegen. Die Vorschubkraft beträgt jetzt 132 statt wie bisher 85 t. Im Vergleich zu der enormen Leistungssteigerung sind die Abmessungen des neuen Bohrgerätes mit jeweils 30 cm Zunahme in Länge und Breite nur unwesentlich gewachsen. Bei einer Baumaßnahme im belgischen Wellin wurde die Anlage erstmals eingesetzt. Mit Erfolg: Die 15 m lange Unterpressung einer Straße mit einem Stahlrohr DN/OD 600 verlief trotz schwieriger Bodenverhältnisse zur vollsten Zufriedenheit von Auftraggeber und ausführendem Unternehmen. Ebenso bemerkenswert: Inklusive der Auf- und Abbauarbeiten dauerten die Vorpressarbeiten für die neue Trinkwasserleitung lediglich zwei Tage.

Die BPU 800 ist ausgelegt für Rohrdurchmesser von DN/OD 600 mm bei 1 m bis DN/OD 800 mm bei 3000 mm Einzelrohrlängen. Beim Einsatz eines Verlängerungsrahmens können Rohre bis zu 6000 mm Länge eingesetzt werden. Ein rechts- und linksdrehender Hydraulikmotor sorgt für den Antrieb. Die Maschine verfügt über einen Bohrantrieb mit einem maximalen Drehmoment von 27 000 Nm bei einem maximalen  Betriebsdruck von 315 bar. Die maximale Vorschubkraft beträgt rund 1320 KN. Die Bohrspindel ist mit dem vollen Vorschub belastbar. Weiterhin kann über eine 40 cm lange Relativbewegung der Bohrschneckenstrang unabhängig vom Vortriebsrohr axial verschoben werden. Der Bohrschlitten der Anlage wird mit einem Schreitwerk auf dem Rahmen mit einer Hublänge von 0,5 m verfahren. Die Ver- und Entriegelung erfolgt hydraulisch. Der Schlitten kann im Arbeits- oder Eilgang verfahren werden. Die Steuerung von Bohrantrieb, Vorschub und Schreitwerkverriegelung erfolgt über Handsteuerventile.

Hindernis kein Problem

Selbstverständlich verfügt die neue BPU 800 wie alle E+S-Bohrgeräte über die Steuerung mit Hohlbohrschnecke, die ein Demontieren der Pilotgestänge in der Maschine möglich macht. Das bietet mehrere Vorteile. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Pilotbohrung beim Auftreffen auf ein Hindernis überbohrt und zurückgebaut werden kann. Nach der Beweissicherung und Beseitigung des Hindernisses können Pilot- und Bohrarbeiten fortgesetzt werden. "Ein entscheidender Vorteil", erklärt Frank Görke, Produktmanager Bohrtechnik, Emunds+Staudinger GmbH, "denn zeit- und kostenintensive Arbeiten wie das Ausschachten einer weiteren Startgrube sowie das Bohren einer neuen Trasse können entfallen." Ein Aspekt, der entscheidend dazu beitragen kann, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Baumaßnahme eingehalten werden. "Da ein Rückbau des Piloten in der Maschine möglich ist, ist theoretisch auch die Herstellung einer Zielgrube nicht nötig", nennt Görke weitere Vorzüge des Systems. Auch die auftretenden Vorschubkräfte auf die Pilotgestänge entfallen beim Überbohren. Einer der wichtigsten Vorteile für den Anlagennutzer: Auf ein Drucklager – das beim Herausschieben des Piloten ein Mitdrehen verhindert – kann ebenso verzichtet werden, wie auf so genannte Aufweitstufen.

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