IBAK NAVIGATOR im Praxistest

14.03.2008

Initiiert durch die Aufnahme des § 61a in das Landeswassergesetz NRW zur Dichtheitsprüfung privater Abwasserleitungen ist der Inspektion und Dichtheitsprüfung der privaten Leitungsnetze immer mehr Bedeutung zugekommen. Schlechte Zugänglichkeit, kleine Rohrdurchmesser und verzweigte Struktur dieser Netze stellen dabei hohe Anforderungen an die einzusetzenden Geräte für die Zustandserfassung. Einen wichtigen technischen Schritt bildeten hier zunächst die abbiegefähigen Kamerasysteme wie das Kamerasystem IBAK ORION L mit seinem Führungsstab.

Können mit diesem System das Innere verzweigter Leitungen weitreichend befahren und optisch begutachtet werden, so erschloss sich dem Operateur der geometrische Verlauf des Netzes bisher allenfalls gefühlsmäßig. Spätestens nach einigen passierten Bögen brachte dann nur der in die ORION L integrierte Funksender in Verbindung mit einem Ortungsgerät nähere Information über den jeweiligen Standort der Kamera. Zur Bestimmung des räumlichen Verlaufs der Leitung werden jedoch zusätzliche Messtechniken benötigt.

Ein Beispiel ist hier das ASYS-System der Fa. JT, das seine räumliche Lage während der Befahrung mittels elektronischer Kreiselsensoren bestimmt. Ein ganz anderes, verblüffend einfaches und von dem natürlichen Driftverhalten elektronischer Systeme unabhängiges System hat die IBAK entwickelt, den NAVIGATOR. Hierbei handelt sich um ein software-basiertes Messverfahren, das eine Erweiterung der IBAK IKAS 32 Software darstellt und zusammen mit der Kamera ORION L eingesetzt werden kann. Mit ihm lassen sich während der Befahrung mittels einfacher und schnell gesetzter Mausklicks im Videobild die durchfahrenen Bögen in Richtung und Größe objektiv bestimmen.

Aus den erfassten Daten und der mitlaufenden Meterzählung generiert dann das System automatisch den dreidimensionalen Leitungsverlauf, der sich auch problemlos in bestehende georeferenzierte Lagepläne einfügen lässt.

Bei einer Praxiserprobung der ß-Version des NAVIGATOR konnten sich bereits im Februar 2008 in Lünen zahlreiche Vertreter von Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften über diese schnelle Möglichkeit der Lageplanerstellung informieren. Insbesondere Vorstand Claus Externbrink vom Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR lobte die Nachbildung des privaten Entwässerungssystems und erklärte sich spontan bereit, das System in drei weiteren Pilotobjekten einsetzen zu lassen. Hierfür sollen noch einige als wichtig erkannte Besonderheiten in die Software einfließen, bevor der NAVIGATOR dann abschließend offiziell auf der IFAT präsentiert werden wird.

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