Kanalsanierung präventiv - Erst der Liner, dann die Schäden

15.07.2009

Im September 2008 erhielt S & P von den Stadtwerken Hilchenbach den Auftrag über die Ausarbeitung einer gutachtlichen Stellungnahme bezüglich der möglichen Auswirkungen auf die Standsicherheit und den Betrieb der öffentlichen Kanalisation im Bereich einer geplanten Werksumfahrung mit einem zukünftigen Schwerlastverkehr von bis zu 250 t. Auf Grundlage der dadurch gewonnenen Erkenntnisse erfolgte im Anschluss die Planung, Ausschreibung und Ausführung der Sanierung der Kanäle (DN 600 bis DN 900) im Schlauchliningverfahren.

Die seitens S & P durchgeführte erweiterte Zustandserfassung, einschließlich Baugrunderkundung, Bauwerksuntersuchungen und Standsicherheitsnachweisen, lieferte als Ergebnis, dass die Kanäle durch die zusätzlich aufgebrachten Lasten zwar weiterhin standsicher bleiben, aber in den gerissenen Zustand (Altrohrzustand II) übergehen und aus umwelttechnischen Gesichtspunkten (Dichtheit) zu sanieren seien.

Da die Sanierung der Kanäle nach Bau und Inbetriebnahme der Werksumfahrung nur noch unter erschwerten Bedingungen hätte erfolgen können, haben sich die Stadtwerke Hilchenbach dazu entschieden, die Kanäle bereits im Vorfeld präventiv abzudichten. Hier lag auch die Besonderheit dieser Maßnahme. Das eingesetzte Sanierungsverfahren muss in der Lage sein, nach der Renovierung ausreichend Verformungen aufzunehmen, die sich planmäßig durch die Risse im Altkanal einstellen können. Zudem musste berücksichtigt werden, dass der Mischwasserkanal mit einem Trockenwetterabfluss von bis zu 200 l/s bereits an die Grenze seiner hydraulischen Leistungsfähigkeit stößt. Die Reduzierung des Abflussquerschnittes war daher so gering wie möglich zu halten.

Als Sanierungsverfahren wurde das Schlauchlining ausgewählt. Aufgrund der speziellen statischen Anforderungen, insbesondere an den E-Modul, kam als Material nur GFK in Frage. Die statische Dimensionierung der Wanddicken unter Berücksichtigung des Verformungsnachweises erfolgte im Vorfeld durch S & P. Der Linereinzug in die insgesamt etwa 720 m langen Misch- und Regenwasserkanäle (DN 600 bis DN 900) konnte nach Auftragserteilung in kürzester Zeit und ohne nennenswerte Probleme erfolgen.


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