Neue Information zur grabenlosen Rehabilitation von Druckrohrleitungen

30.01.2020

Der Bereich der grabenlosen Rohrsanierung wächst beständig – sowohl was die Nachfrage als auch das Angebot an unterschiedlichen Techniken betrifft. Um neuen Kunden und potentiellen Anwendern eine erste Handreichung zu geben, hat die German Society for Trenchless Technology (GSTT) eine neue Information zum Thema herausgegeben.

Die Information wurde von einer Arbeitsgruppe erstellt, an der auch Robert Goletz, Technischer Leiter der Rädlinger primus line GmbH, beteiligt war. Entsprechend ist die von Primus Line entwickelte Technologie in der Information erläutert.

Die GSTT Information Nummer 20-1 „Rehabilitation von Druckrohrleitungen“ soll ein wertfreies Informationsblatt für Bauherren, Betreiber, Planungsunternehmen und auch für Brancheneinsteiger wie Jungingenieure darstellen. Dafür war bisher die im November 2006 veröffentlichte Information 20 aufgelegt worden.

Zahlreiche neue Entwicklungen auf dem Markt machten aber eine detaillierte Neuauflage nötig. Über einen Zeitraum von fast drei Jahren überarbeitete deshalb die Arbeitsgruppe in mehreren Treffen die GSTT Information Nr. 20 zur Nr. 20-1. Eine zweite Arbeitsgruppe erarbeitete im selben Zeitraum die GSTT Information 20-2 mit dem Thema „Grundlagen für die statische Berechnung von Schlauchlinern für die Sanierung von Druckrohren“.

Die Information Nr. 20-1 liefert nicht nur einen Überblick über die verschiedenen Verfahren zur grabenlosen Rehabilitation von Druckrohrleitungen, sie informiert auch über die unterschiedlichen Schadensbilder und Schadensursachen der Bestandsleitungen. Ergänzend zu detaillierten Verfahrensbeschreibungen werden für die Verfahren gültige Normen und Regelwerke genannt. Eine Auswahlmatrix ermöglicht eine einfache Wahl des entsprechend geeigneten Verfahrens.

Neben Verfahren wie der Zementmörtelauskleidung, Close-Fit-Verfahren und Berstverfahren bilden Schlauchlining-Verfahren das größte Kapitel in der GSTT Information Nr. 20-1. Das System Primus Line ist dabei unter dem Punkt „Lining mit eingezogenen Schläuchen“ einzuordnen – um die Neutralität der Information zu wahren, werden keine Markennamen genannt.

Zur Überarbeitung traf sich die Arbeitsgruppe zu rund zehn Besprechungen bei den verschiedenen Mitgliedern. Zusätzlich investierte Robert Goletz etwa 80 Arbeitsstunden in das Schreiben und Korrigieren der Texte. „Im Gremium war die Zusammenarbeit sehr konstruktiv“, beschreibt Goletz die Arbeit.

Die Information 20-1 wurde auch ins Englische übersetzt und liegt weltweit auf Messen aus, um über die grabenlose Rehabilitation von Druckrohrleitungen zu informieren.

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