Neue Technologien säubern Regenwasser

20.09.2004

Die Berliner Wasserbetriebe setzen ein Programm zur Verbesserung der Wasserqualität in den Berliner Flüssen Spree und Havel und den sie verbindenden Kanälen um. Nachdem in den vergangenen Jahren die Optimierung der Klärwerke weitgehend abgeschlossen wurde, plant das Unternehmen, die Zahl der Anlagen zur Behandlung von Regenwasser zu vervierfachen.

Dafür geht das Unternehmen zwei Wege: Die Kapazität der Mischwasserkanalisation der Berliner Innenstadt wird erweitert, damit sie bei starken Wolkenbrüchen nicht in die Spree und deren Kanäle überläuft. Und im Gebiet der Trennkanalisation in den Außenbezirken wird das durch Straßendreck verunreinigte Regenwasser in Bodenfiltern und Regenklärbecken von den Schadstoffen befreit, bevor es in die Berliner Gewässer fließt. Insgesamt sind neue Anlagen für über 40 neue Standorte geplant.

In der Mischkanalisation wird durch den Bau von Wehren bis 2020 das Speichervolumen auf ca. 200.000 m? vervierfacht. Im Falle von Berlin Beach werden solche Puffer durch in der Spree schwimmende Becken geschaffen. Das durch Regen verdünnte Schmutzwasser wird in den Kanälen bzw. Becken gespeichert und ? wenn es die Kapazität der Pumpwerke nach dem Abflauen der Niederschläge wieder zulässt ? zu den Klärwerken gepumpt. Mit diesem Programm, das auf Sanierungskonzepten für 18 Einzugsgebiete basiert, soll der Mischwassereintrag in die Berliner Gewässer um gut 3 Mio. m? pro Jahr halbiert werden.

In der Regenwasserkanalisation werden noch in diesem Jahr zwei große Bodenfiltrationsanlagen in Adlershof und Biesdorf fertig gestellt, die vom Regenwasser mit geschwemmte Schwermetalle und Nährstoffe zuverlässig eliminieren. Zwei weitere Filter in Blankenburg und am Halensee entstehen 2005.

Die künftigen Planungen für die Regenwasserbehandlung fokussieren sich auf die Grunewaldseenkette, die Wuhle, die Panke, den Teltowkanal und den Rummelsburger See. Hier werden in den nächsten Jahren gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Anstrengungen zur Reduzierung der Gewässerbelastung unternommen. Wesentliches Element zur Reduzierung der Gewässerbelastung stellt die Versickerung des Niederschlagswassers über Mulden und Mulden-Rigolen-Systeme dar. Dabei wird die Fähigkeit des Bodens, Schadstoffe zurück zu halten ausgenutzt, weiterer Vorteil ist die Grundwasserneubildung. Heute sind rund 80.000 m? Versickerungsmulden für die Straßenentwässerung in Betrieb.

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