Neues Verfahren zur Sanierung alter Abwasserleitungen - TUBUS SYSTEM erhält DIBt-Zulassung

01.10.2009

Mit dem TUBUS SYSTEM wurde vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) ein in Deutschland neuartiges Verfahren zur Sanierung von häuslichen Entwässerungsleitungen zugelassen.

Die Hausentwässerung ist ein integraler und durchaus sensibler Bestandteil eines jeden Gebäudes. In Abhängigkeit von den baulichen Gegebenheiten kann das Auswechseln von Abwasserleitungen mit einem massiven Eingriff in die bestehende Bausubstanz verbunden sein. In der Regel müssen Wände aufgestemmt sowie Decken und Fußböden durchbrochen werden, um die alten Leitungen zu entfernen und neue Rohre zu installieren. Auf das neu geflieste Badezimmer oder den hochwertigen Terrazzoboden kann hier meist keine Rücksicht genommen werden und die Kosten für die Wiederinstandsetzung der Wohneinheiten sind erheblich.

Neben den Kosten für die Sanierungsarbeiten sind zusätzlich Einkommenseinbußen durch Mietminderungen und Wohnungsleerstand zu erwarten. Mit dem TUBUS SYSTEM wurde vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) nun ein Verfahren zugelassen, welches genau hier Abhilfe schafft.

Anders als bei der herkömmlichen Strangsanierung handelt es sich bei dem TUBUS SYSTEM um ein komplett zerstörungsfreies Verfahren. Im Anschluss an eine gründliche Reinigung werden die defekten Leitungen endoskopisch mit einem glasfaserverstärkten Kunststoff ausgekleidet. Als Zugangspunkte dienen die bereits vorhandenen Revisionsöffnungen und Anschlussstellen der Sanitärobjekte, wodurch keine Eingriffe in die Bausubstanz erforderlich werden. Der Kunststoff wird über einen rotierenden Sprühkopf mehrschichtig auf der Rohrinnenseite aufgetragen. Als Ergebnis entsteht eine neue und alleintragende Abwasserleitung mit einer Wandstärke von 3 bis 5 mm. In den meisten Fällen sind die Arbeiten an einem Tag abgeschlossen, wobei das Leitungssystem im Anschluss direkt wieder in Betrieb genommen werden kann.

Das TUBUS SYSTEM ist mit allen gängigen Rohrmaterialien kompatibel und kann zur Sanierung von Entwässerungsleitungen in den Nennweiten von DN 50 bis DN 250 eingesetzt werden. Es handelt sich um ein äußerst flexibles und schonendes Verfahren, mit dem auch sonst nur schwer zugängliche Leitungsabschnitte saniert werden können.

Auftraggebern von Sanierungsmaßnahmen ist oftmals nicht bekannt, dass auf privatem Grund eine DIBt-Zulassung für die verwendeten Bauprodukte und -verfahren zwingend erforderlich ist. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens durch das Deutsche Institut für Bautechnik wurde geprüft, ob das TUBUS SYSTEM sowie auch die zur Anwendung kommenden Materialien, den mechanischen, statischen und chemischen Anforderungen entsprechen. Mit der Zulassung wurde bestätigt, dass das TUBUS SYSTEM alle Anforderungen an eine nachhaltige Sanierung von häuslichen Entwässerungsleitungen erfüllt.

Das Verfahren ist in Skandinavien seit über 10 Jahren im Einsatz und hat sich bereits bei der Sanierung von mehr als 35.000 Wohneinheiten bewährt.

Da das TUBUS SYSTEM eine vergleichsweise schnelle, saubere und verlässliche Lösung bietet und zusätzlich mit einem deutlich geringeren finanziellen Aufwand ist, kann davon ausgegangen werden, dass sich das Verfahren auch in Deutschland weiter durchsetzen und wie bereits in Schweden zu einem Standard entwickeln wird.
Die RTG RohrTechnologie GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Schwedischen WBF Unternehmensgruppe aus Göteborg und exklusiver Anbieter des TUBUS SYSTEMS in Deutschland.


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