Nicht verzagen, Beermann fragen

25.04.2016

Anspruchsvolles Projekt für Verpackungshersteller realisiert

Im Stammwerk des Verpackungs- und Folienherstellers Bischof + Klein SE & Co. KG (B+K) in Lengerich wurden im Rahmen der Umsetzung eines anspruchsvollen, neuen Energiekonzeptes Kaltwasser-, Kühlwasser- und Werkheizleitungen neu verlegt. Die Arbeiten im Hause des auf flexible Verpackungen aus Kunststoff und Kunststoffverbunden sowie technische Folien für fast jede Anwendung spezialisierten Komplettanbieters sind eines der anspruchsvollsten Projekte, welche die Josef Beermann GmbH & CO. KG aus Hörstel in der jüngeren Vergangenheit bewältigt hat.

Von den Leitungsbau-Profis, die seit 2002 Mitglied im Rohrleitungsbauverband e. V. sind und u. a. die Zertifizierungen G3 ge, st, pe / W3 ge, pvc, pe / BMS besitzen, war gleich in mehrfacher Hinsicht Maßarbeit gefragt: Zum einen erschwerten die teils sehr beengten Platzverhältnisse, komplizierte isometrische Leitungsführungen und der Verkehr auf dem Werksgelände die Arbeiten. Zum anderen mussten die Kabel- und Rohrleitungsbauspezialisten von Beermann den außergewöhnlich hohen Ansprüchen gerecht werden, die der Auftraggeber mit Blick auf den Umgang mit Energie und Rohstoffen formuliert hatte – alles in allem ein komplexes Bündel von Herausforderungen, denen sich kein anderes Unternehmen stellen wollte, zumal die zur Verfügung stehende Zeit äußerst knapp bemessen war.

Beermann nahm die Herausforderung an

Als einer der führenden Komplettanbieter in Europa produziert die Bischof + Klein SE & Co. KG an ihrem Firmensitz im westfälischen Lengerich flexible Verpackungen aus Kunststoff und Kunststoffverbunden sowie technische Folien für fast jede Anwendung. 2015 mussten auf dem Werksgelände neue Leitungen für Kalt- und Kühlwasser sowie Heizungsleitungen verlegt werden.

Was sich einfach liest, verlangte dem Auftraggeber ebenso ein Höchstmaß an Flexibilität ab wie der Abteilung Kabel- und Rohrleitungsbau der Josef Beermann GmbH & Co. KG aus Hörstel, die mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt wurde. „Viele andere Unternehmen hatten angesichts des engen Zeitplans von nur vier Wochen gar nicht erst ein Angebot abgegeben“, stellt Bauleiter Bartholomäus Figlarz vom Bereich Kabel- und Rohreitungsbau bei Beermann klar.

Die größte Herausforderung, welche die Experten von Beermann auf dem Werksgelände erwartete, ist vor Ort bereits aus der Ferne zu erkennen: „Die Silotürme von B+K werden durchgehend mit Kunststoffgranulat beliefert, das im Werk weiterverarbeitet wird“, erläutert Figlarz. Die neuen Kalt- und Kühlwasserrohre mussten in einem breiten Graben verlegt werden, der quer über die Hauptwerkszufahrt sowie direkt vor den Silos verläuft und Platz für insgesamt 12 Rohre bietet. Um den Lieferbetrieb nicht zu stören, habe man mit den Arbeiten „früh begonnen und spät aufgehört“.

Mit großen Rohrlängen Zeit gespart

Für die Erstellung der benötigten Kaltwasserrohre verlegten die Experten von Beermann 170 m Kunststoffmantelrohre DN 200/ DA 315 und 300 m Kunststoffmantelrohre DN 150/ DA 250. Um Zeit zu sparen, wurde mit Rohrlängen von 16 m ab Werk gearbeitet. Zum Teil wurden die Rohre dann auf einem eigens dafür ausgewiesenen Platz miteinander verschweißt, sodass Rohrlängen von 32 m in den Graben eingebaut werden konnten. Der Platz für diese Arbeiten war ebenfalls beengt, sodass auch dieser Arbeitsschritt eine beträchtliche Herausforderung darstellte.

Eine weitere Besonderheit ergab sich, weil aufgrund von Platzproblemen zwei Leitungen (KMR Rohr DN 150/ DA 250) zur Einbindung eines neuen Kesselraums ins System nicht durch die Frostschürze des alten Kesselraumes gelegt werden konnten. Deshalb wurden die beiden Leitungen außen am alten Kesselraum verlegt und in Höhe der ersten Etage ins Gebäude eingeführt. Abschließend wurden die Leitungen vom alten Kesselraum über eine neu zu errichtende Rohrbrücke geführt und an die bestehende Verteilung angebunden. Dazu wurde die alte Rohrbrücke demontiert und die neue Brücke von Beermann mit den Rohren bestückt.

Im Anschluss errichtete ein eigens beauftragtes Stahlbauunternehmen die vorab bestückte neue Brücke. Auch hier bildete der straffe Zeitplan eine besondere Herausforderung, zumal das Ausfädeln der Rohrleitung aus der alten Brücke ebenfalls technisch anspruchsvoll war. Um bei der Verlegung der neuen Rohre Zeit zu sparen, wurde auch hier mit Rohrlängen von 16 m gearbeitet.

Flexibilität war der Schlüssel

In luftiger Höhe mussten auch die Arbeiten vonstatten gehen, die Beermann im Rahmen zweier Folgeaufträge vornahm: Zwei Kühlwasser- und Fernwärmeleitungen DN 150 / DA 250 wurden auf einer Strecke von 40 m durch das Gebäude und auf weiteren 40 m in 14 m Höhe über das Dach verlegt. Dafür wurden die Rohrlängen zum Teil am Boden vorgerichtet und danach aufs Dach gehoben – eine Aufgabe, die zusätzlich erschwert war durch die komplizierte isometrische Leitungsführung.

Die Anforderungen sowohl an das Planungsbüro als auch an den im Rahmen der Baumaßnahme beauftragten Straßen- und Tiefbauer sowie an Beermann waren hoch, aber dank der guten Koordination aller Gewerke konnte die veranschlagte Gesamtbauzeit von vier Wochen eingehalten werden. Beermann-Bauleiter Figlarz lobt das Engagement aller Beteiligten, ohne das die Aufgabe in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit nicht erfolgreich zu lösen gewesen wäre: „Auch der Auftraggeber hat ein Höchstmaß an Flexibilität gezeigt – so konnten wir in kurzer Zeit und mit nur wenig Personal sehr viel bewegen.“

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