Pipetronics erweitert eMULTI-Anlage

28.05.2019

Der Hersteller von Kanalrobotern Pipetronics hat die eMULTI Anlage, die den elektrisch angetriebenen Fräsroboter eCUTTER mit dem bewährten PI.TRON Spachtel- und Verpress-System in einer Anlage kombiniert, um eine weitere Funktion erweitert. Mit der gleichen Antriebseinheit können jetzt auch mit Harz getränkte Hutprofile für die Anbindung von Seitenzuläufen gesetzt werden.

Neu entwickelt wurde auch das Fahrwerk für Eiprofilkanäle. Dieses wurde komplett neu konstruiert und mit elektrischen Antrieben für die Höhenverstellung und Stabilisierung im Kanal ausgestattet. Bisher war dieses Fahrwerk nur in einer rein mechanischen Variante lieferbar.

Die Domäne der Kanalroboter von Pipetronics ist neben Fräsarbeiten mit dem eCUTTER das PI.TRON-System, mit dem alle Spachtel- und Verpressarbeiten im Kanal ausgeführt werden können.

Seit vielen Jahren bewährt, ermöglicht es ein hochpräzises und flexibles Arbeiten bei der partiellen Reparatur schadhafter Muffen und Risse sowie die Sanierung von Anschlussstutzen in Entwässerungsleitungen. Neben den Funktionen Spachteln und Verpressen kann die gleiche Antriebseinheit jetzt auch für das Setzen von Hutprofilen eingesetzt werden.

Die eMULTI Anlage vereint damit die wichtigsten Funktionen und Reparaturtechniken in einem System. Veranschaulicht werden die Komponenten des Systems nun auch im Markennamen: PI.TRON1 steht für das Hutprofil-Setzgerät, PI.TRON2 für das klassische Spachtel- und Verpress-System und PI.TRON3 für das Gesamtsystem zum Spachteln, Verpressen und Hutprofilsetzen.

Die Hutprofiltechnik kommt vor allem zum Einsatz, wenn der Zulauf zum Kanal noch intakt ist und es darum geht, das Rohr - zum Beispiel nach einer Schlauchlinersanierung - kraftschlüssig mit dem Seitenkanal zu verbinden. Dafür wird ein mit Harz getränktes und für den Zulauf konfektioniertes Trägermaterial aus Glas- oder Synthesefaser mit einem speziellen Kanalroboter an den Zulauf gebracht, dort positioniert und mit Wärme schnell ausgehärtet.

Operateur hat optimale Sicht auf den Seitenzulauf - Blase aus robustem gewebeverstärkten Gummimaterial

Für das neu entwickelte Hutsetzgerät hat Pipetronics die Setzbrücke des PI.TRON Schalungssystems modifiziert. Die Antriebe werden jetzt zum Ein-und Ausfahren eines mit Silikon beschichteten Metallschildes genutzt. Das Metallschild ist beheizbar, so kann die Aushärtung des Laminats mit Wärmezufuhr beschleunigt werden. Diese Konstruktion ermöglicht es, das mit dem Hutprofil bestückte Schild beim Einfahren in den Kanal sehr klein zu halten.

Der Operateur hat eine optimale Sicht auf den Seiteneinlauf und kann den Roboter genau ausrichten. Für die Positionierung des Hutprofils im Seitenzulauf ist das neue Hutsetzgerät von Pipetronics mit einer länglichen aufblasbaren und ebenfalls beheizbaren Gummiblase ausgestattet.

Beim Material dieser Blase hat man sich für ein sehr robustes gewebeverstärkte Gummimaterial entschieden, wie es auch für große Absperrblasen bei der Kanalsanierung verwendet wird. Diese besonders sichere Variante wurde gewählt, um das Risiko zu vermeiden, dass die Blase beim Aufstellen mit Druckluft an einem eventuellen scharfen Hindernis im Kanal beschädigt wird.

„Mit der eMULTI Anlage können Kanalsanierungsfirmen die am häufigsten eingesetzten Reparaturverfahren mit einer einzigen Anlage ausführen. Weltweit werden solche Systeme nachgefragt“ beschreibt Pipetronics Geschäftsführer Christian Noll die Vorteile der Anlage.

Die Aufsetzmodule für Spachtelarbeiten, für das Schalungs- und Verpresssystem und das neue Hutsetzgerät nutzen alle den gleichen Fahrwagen. Sie werden einfach auf den Roboter-Fahrwagen aufgesteckt. Sanierungsunternehmen, die bisher mehrere unterschiedliche Systeme vorhalten mussten, können zwischen den Pi.TRON1 bis PI.TRON3 Systemen je nach Anforderungen wählen und damit effizient arbeiten. Die Anlagen können auch nach und nach mit den einzelnen Funktionen nachgerüstet werden.

Vorteilhaft ist außerdem, so Noll, dass die Unternehmen ihr Personal nicht auf mehreren Systemen ausbilden müssen. Auch der Aufwand für Service und Wartung sei wesentlich geringer, wenn die Werkstatt nur Ersatzteile für ein System vorhalten muss. „Mit vier Service-Standorten in Deutschland und einem in der Schweiz bieten wir das dichteste Werkstatt-Netz der Branche, das verstehen wir ganz real unter Kundennähe“ so Noll.

Weltneuheit: Neues Eiprofilfahrwerk ist jetzt elektrisch ausfahrbar

Die zweite Neuentwicklung von Pipetronics im Jahr 2019 ist ein neues Eiprofilfahrwerk, das jetzt im Kanal vom Kommandopult aus flexibel elektrisch auf die richtige Höhe eingestellt werden kann. Im Unterschied zu Roboterarbeiten in einem Kreisprofil muss in einem Ei- oder Sonderprofil die Höhe des Arbeitskopfes jeweils individuell auf die Position, die bearbeitet werden soll, eingerichtet werden.

Bisher hatte auch Pipetronics hier nur ein Fahrwerk im Angebot, mit dem der Kanalroboter mechanisch am Eingangsschacht auf die erforderliche Arbeitshöhe und die Position im Kanal eingestellt werden musste. Wenn in einer Haltung zum Beispiel Fräsarbeiten auf unterschiedlichen Höhen ausgeführt werden sollen, kann mit Einstellarbeiten viel Zeit verloren gehen.

Pipetronics hat das Eiprofilfahrwerk komplett neu konstruiert und als weltweit erstes Unternehmen mit zwei Elektromotoren ausgestattet. Ein Motor sorgt für den Antrieb und die Höhenverstellung, ein zweiter Motor treibt eine Scherenmechanik an, die für die seitliche Stabilisierung des Roboters im Kanal sorgt. Beide Einstellungen liegen im Blickfeld der Kamera und können so genau kontrolliert werden.

Auch in Eiprofilkanälen mit Dimensionssprüngen oder Hindernissen können jetzt mit Roboterunterstützung Reparaturarbeiten ausgeführt werden. Das neue Fahrwerk, das für alle Pipetronics-Roboter verwendet werden kann, ermöglicht damit nicht nur ein schnelleres, sondern auch ein präziseres Arbeiten in Ei- und Sonderprofilen.

Epoxidharz PI.TROC 21 und automatische Misch- und Dosierstation SAM700 bewähren sich in der Praxis

In der Praxis bewährt hat sich auch das unter dem Namen PI.TROC 21 von Pipetronics selbst entwickelte Epoxidharz für die Seiteneinlaufsanierung mit dem PI.TRON Spachtel- und Verpress-System.

Das Harz zeichnet sich durch eine sehr hohe Viskosität aus und verteilt sich besonders schnell und gleichmäßig hinter der Schalung. Ein weiterer Vorteil des kalthärtenden Systems ist, dass es ohne Schwund- oder Spannungsrisse aushärtet.

In diesem Jahr erwartet man bei Pipetronics die DIBt-Zulassung für das Produkt. Neben der Standardvariante, die in rund acht Stunden aushärtet, wird das Harz auch in einer schnellen „Rapid“ Variante angeboten, bei der auf der Baustelle schon nach rund vier Stunden ausgeschalt werden kann. Viele Sanierungsarbeiten können so in nur einem Arbeitstag ausgeführt werden.

PI.TROC21 wird in Dosen und in 700ml Schlauchbeuteln geliefert. Diese sind genau auf die Kapazität der Harz-Kartusche des PI.TRON Spachtel- und Verpress-Systems bis 2,8 Liter abgestimmt. Mit der neuartigen Misch- und Dosierstation SAM700 können 4 x 700ml Schlauchbeutel automatisiert und in gleichbleibend hoher Qualität stets im korrekten Verhältnis gemischt und direkt in die Kartusche des Kanalroboters gefüllt werden. Das ist nicht nur einfach und sicher für die Sanierer auf der Baustelle, sondern minimiert auch den Abfall und Reinigungsaufwand für Werkzeuge.

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