Rohre und Formteile von Funke: Flexibilität mit System

16.08.2013

Starkregenereignisse können dem Ortsteil Eschenstruth in der nordhessischen Gemeinde Helsa nun so schnell nichts mehr anhaben. Bislang hatten heftige Regenschauer die Kanalisation zum Überlaufen bringen können; größere Mengen Abwasser waren dabei in den Vorfluter gelangt. Allein schon aus Umweltschutzgründen musste hierfür eine Lösung gefunden werden. Eine routinemäßige Kanaluntersuchung unterstrich dann den Handlungsbedarf, da sie der Nutzungsdauer des Kanals entsprechende Schäden aufzeigte.

Vor allem wegen der guten Werkstoffeigenschaften entschied sich die Gemeinde Helsa bei den Kanalerneuerungsmaßnahmen im Steinbacherweg für den Werkstoff PVC-U und ließ die alten Betonmuffenrohre der Nennweite DN 400 durch CONNEX-Kanalrohre in Nennweiten von DN/OD 630 bis DN/OD 800 ersetzen. Sie stammen ebenso wie die CONNEX-Anschlüsse, das HS®-Kanalrohrsystem für die Hausanschlussleitungen, die HS®-VARIOmuffe sowie die VPC®-Rohrkupplung von der Funke Kunststoffe GmbH. Die flexible und einfache Handhabung von Rohren und Formteilen sowie der Systemcharakter der Produkte haben die Arbeit der Tiefbauer im Rohrgraben wesentlich erleichtert.

Dass die alte Kanalisation im Steinbacherweg in der nordhessischen Gemeinde Helsa mit ihrer Dimensionierung nicht mehr ausreichte, konnten die Anwohner im Ortsteil Eschenstruth besonders bei Starkregenereignissen beobachten. Dann nämlich gelangten größere Mengen unbehandelten Abwassers in den Steinbach, der als Vorfluter diente. Bauamtsleiter Volker Witzel von der Bauverwaltung der Gemeinde Helsa: „Hier musste auch aus Umweltaspekten eine Lösung gefunden werden. An die alte Kanalisation war zwar ein Regenüberlauf angeschlossen. Im Gegensatz zu einem Regenüberlaufbecken konnte dieser das Mischwasser allerdings nicht speichern.“ Die Gemeinde im Landkreis Kassel entschied sich deshalb dafür, die alten Betonmuffenrohre der Nennweite DN 400 gegen Rohre mit größerer Nennweite auszutauschen. „Dass Handlungsbedarf bestand, zeigten uns auch die Ergebnisse der regelmäßig im Rahmen der Eigenkontrollverordnung (EKVO) des Landes Hessen durchgeführten Kanaluntersuchungen. Vor allem wegen Undichtigkeiten im Muffenbereich und in den Einbindebereichen der Hausanschlussleitungen trat viel Fremdwasser ein“, beschreibt Witzel das Schadensbild. Generell ist das eine teure Angelegenheit für Betreiber von Abwasseranlagen, denn Fremdwassereintritt belastet Kläranlagen unnötig und verursacht so hohe Kosten.

Überzeugende Lösung gesucht

Gemeinsam mit Planer Dipl.-Bauing. Jens Lüdecke, Geschäftsführer der aqua geo consult GmbH (agc), suchte man in Helsa deshalb nach einer wirtschaftlichen und hydraulisch überzeugenden Lösung. Bei der Ausschreibung hat sich dann das CONNEX-Kanalrohrsystem DN/OD 630 bis 800 der Funke Kunststoffe GmbH durchgesetzt. Als Ergänzung kamen das HS®-Kanalrohrsystem für Hausanschlussleitungen sowie weitere Formteile aus der umfangreichen Produktpalette von Funke hinzu. Planer Lüdecke: „Um die Problematik bei Starkregen zu beseitigen, entschieden wir uns für eine deutlich größere Dimensionierung als bei den alten Betonmuffenrohren, die nur eine Nennweite von DN 400 besaßen. Bei agc haben wir in den letzten Jahren schon mehrfach positive Erfahrungen mit dem Werkstoff PVC-U gemacht.“

Mit den eingesetzten Produkten waren die Beteiligten auf der Baustelle sehr zufrieden, wie Bauleiter Dipl.-Ing. Ekkehard Horn von der bauausführenden Wachenfeld Bau GmbH und Polier Andre Schröter bestätigen. Und das mit gutem Grund. Denn mit ihrer Wandverstärkung SDR 34, ihrem geringen Eigengewicht und dem fest integrierten 2-Komponenten-Dichtring konnten die CONNEX-Rohre in Helsa ihre Pluspunkte ausspielen. Überzeugen ließen sich die Tiefbauer außerdem von weiteren Bauteilen, wie dem CONNEX-Anschluss. Bauleiter Horn: „Hiermit lassen sich Hausanschlussleitungen und Seitenzuläufe schnell und wirtschaftlich in den Sammler einbinden. Da der CONNEX-Anschluss über ein integriertes Kugelgelenk verfügt, ist die Rohrverbindung in einem Bereich zwischen 0° und 11° schwenkbar. Das ist nicht nur bei der Verlegung ein großer Vorteil, sondern auch ein Argument für eine lange Lebensdauer der Rohrleitung.“ Polier Schröter fügt hinzu: „Auf der Baustelle im Steinbachweg hatten wir zusätzlich Werkzeuge von Funke im Einsatz, um die Öffnungen für den CONNEX-Anschluss in den Sammler zu bohren. So war alles optimal aufeinander abgestimmt. Mit nur wenigen Handgriffen konnten so andere Leitungen schnell eingebunden werden.“

Flexible Bauteile

Zum Einsatz kam in Helsa auch die HS®-VARIOmuffe. Ebenso wie der CONNEX-Anschluss verfügt sie über ein integriertes Kugelgelenk mit einer Beweglichkeit bis 11°. „Von Vorteil ist die VARIOmuffe besonders bei der Verlegung von Hausanschlussleitungen, bei denen es erfahrungsgemäß zu Zwängungen im Muffenbereich kommen kann. Mögliche Folgen davon sind Undichtigkeiten oder Wurzeleinwuchs. Mit der VARIOmuffe gehört dies ganz klar der Vergangenheit an“, sagt Dipl.-Ing. Martin Ritting. Der Funke-Fachberater hat noch einen Tipp: „Maximale Flexibilität erhält man zum Beispiel bei der Einbindung von bereits vorhandenen Hausanschlussleitungen, wenn man VARIOmuffe und CONNEX-Anschluss kombiniert.“

Perfekt verbunden

Apropos Hausanschlussleitungen: Im Rahmen der Tiefbaumaßnahme in Helsa wurden diese ebenfalls unter die Lupe genommen und dort, wo es notwendig war, durch HS®-Kanalrohre der Nennweite DN/OD 160 ausgetauscht. In den Fällen, in denen die Kanalrohre aus PVC-U mit Rohren aus anderen Werkstoffen verbunden werden mussten, nutzten die Tiefbauer eine weitere Innovation aus der Funke-Ideenschmiede: die VPC®-Rohrkupplung. Das Besondere an diesem Formteil ist, dass es Rohre derselben Nennweite aus unterschiedlichen Werkstoffen sicher miteinander verbindet – trotz der bauartbedingten unterschiedlichen Außendurchmesser. „Die Funke VPC®-Rohrkupplung setzt sich zusammen aus einer reduzierbaren Dichtmanschette aus Elastomergummi, einem zentrisch reduzierbaren Fixierkorb aus Kunststoff sowie zwei Edelstahlbändern zur Krafteinleitung für eine beidseitige, separate und stufenlose Durchmesseranpassung“, so Ritting weiter. „Die Dichtmanschette besitzt ein mehrfaches Doppeldichtprofil für eine zuverlässige Abdichtung gemäß der DIN EN 1610. Der flügelartig ausgebildete Mittelteil der Dichtung sorgt für eine beidseitige, separate und stufenlose Reduktions-Anpassung.“

Insgesamt sind in Helsa 350 m Sammler in einer Tiefenlage zwischen 2 und 2,50 m neu verlegt worden. Als auch die Dichtigkeitsprüfung am Ende der Baumaßnahme grünes Licht ergab, bestätigte sich der Eindruck, den die Tiefbauer schon während der gesamten Arbeitsphase gehabt hatten. Planer Lüdecke: „Der Systemcharakter der Funke-Kanalrohrsysteme ist optimal, um schnell und wirtschaftlich sichere und langlebige Verbindungen herzustellen – eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen Kanalbau.“

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