Software für Wasser-Profis

02.09.2004

Wer Wasser bewegt, muss auch Daten in Fluss halten. Softwareprodukte für die Wasserwirtschaft sind ein Marktsegment mit Wachstumspotenzial. Die IFAT 2005 führt in den Themenbereichen Wasser und Abwasser Unternehmen aus der Informationstechnologie-Branche zusammen. Messebesucher haben die seltene Chance, das vielfältige Angebot datentechnischer Lösungen im Überblick zu studieren.

Softwarehäuser halten heute maßgeschneiderte IT-Produkte für alle Handlungsfelder der Wasserwirtschaft parat. Das Spektrum reicht von Programmmodulen mit eng umgrenzter Aufgabenorientierung bis hin zu weit verzweigten Systemen, die multidimensionale Datenströme erfassen, anwendergerecht aufbereiten und aufgabenbezogen integrieren. IT ist im Spiel, wenn es um die übersichtliche Ordnung flächenbezogener Daten mit Hilfe geografischer Informationssysteme geht ? nötig beispielsweise zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie ? und ebenso, wenn bei der Fernablesung von Wasseruhren punktgenau die Zählerstände erfasst und dem richtigen Kundenkonto zugeordnet werden. Eine leistungsfähige Investitions- und Organisationsplanung der Wasserver- und Abwasserentsorgungs-unternehmen ist ohne digitale Medien längst nicht mehr vorstellbar.

In der Wasserversorgung überwachen und steuern Rechner die gesamte Wertschöpfungskette. Angefangen beim Grundwassermonitoring mit quantitativer und qualitativer Zustandserfassung durchdringt Datentechnik über die Prozesssteuerung in Aufbereitungsanlagen sowie über die Kontrolle der Leitungsnetze und Verteilungsströme bis zur Abrechnung mit dem Kunden und der Organisation einer serviceorientierten Unternehmensführung alle Betriebsbereiche.
Gleiches gilt für die Sammlung und Reinigung der Abwässer. Bildverarbeitende Systeme ermöglichen eine effiziente Archivierung und Auswertung jener Informationsfülle, die Inspektionskameras in endlosen Kanalnetzen zusammen tragen. Ein wirksames und zugleich wirtschaftliches Erhaltungsmanagement ist anders nicht mehr denkbar. Ebensowenig kann das komplexe Verfahrensdesign einer modernen Kläranlage ohne computergesteuerte Prozessleittechnik realisiert werden. Selbst bis in die letzten Verästelungen der Klärschlamm-Entsorgungspfade ? etwa zum Zweck der Mengenallokation ? lässt sich die Bedeutung der Informationstechnik weiter verfolgen.

Auch in der Industrie, die immer diffizilere Kreislaufsysteme für Reinigungs- und Prozesswässer in ihre Betriebsabläufe integriert, gewährleisten Programmkomponenten die korrekte Funktion. Und Betreiber großer Regenwassernutzungsanlagen sowie ausgedehnter Bewässerungssysteme stehen gleichfalls auf den Kundenlisten wasserwirtschaftlich orientierter Softwareschmieden.

In den hoch technisierten Industrienationen ist Datentechnik längst zum integralen Instrumentarium für all jene geworden, die mit Wasser zu tun haben. Als Kernvorteile ergeben sich daraus ein nachhaltigeres Ressourcenmanagement, höhere Wirtschaftlichkeit und eine leistungsfähigere Kundenorientierung. Mitarbeiter wassertechnischer Anlagen schätzen es als Vorteil internetbasierter Leit- und Fernüberwachungssysteme, ihren Bereitschaftsdienst am heimischen PC absolvieren zu können. Dort, wo Wasser knapp ist und folglich die Nutzungsinteressen von Bevölkerung, Landwirtschaft und Industrie in Konkurrenz zueinander treten, liegen heute die wesentlichen Entwicklungspotenziale.

Über die IFAT
Die IFAT ist die weltweit wichtigste Messeveranstaltung für Umwelt und Entsorgung: Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling. Mit 2.042 Aussteller aus 39 Staaten sowie 97.245 Fachbesuchern aus 121 Ländern präsentierte sich die Veranstaltung im Jahr 2002 mit neuen Rekordzahlen. Die IFAT 2005, die vom 25. bis 29. April 2005 in München stattfindet, bietet innovative Branchenlösungen und den neuesten Stand der Technik zur Umsetzung praxisorientierter, wirtschaftlicher Lösungen sowie ein breites Angebot an qualifizierten Dienstleistungen im Bereich der Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft mit zahlreichen attraktiven Informationsveranstaltungen.

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