Spezialauftrag für HABA: FBS-Mitglied liefert Stahlbetonrohre für die Erweiterung des HRB Glashütte I

09.01.2012

Die Erweiterung des Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) Glashütte I im Tal des Prießnitzbaches ist Teil des Hochwasserschutzkonzeptes und dient dem Schutz der Stadt Glashütte und der Bewohner des Müglitztales. Im Auftrag des Sächsisches Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, vertreten durch die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, wird das vorhanden Becken auf Grundlage neuester Berechnungen durch eine Erhöhung des vorhandenen Damms ausgebaut.

Auch bei der Erstellung des 142 m langen Hochwasserentlastungsstollens setzten der Auftraggeber und das beauftragte Unternehmen, die STRABAG AG Direktion Sachsen, auf Qualität. Für das in offener Bauweise hergestellte Bauwerk kamen Stahlbetonrohre DN 3500/4300 in der Betonqualität C 40/50 zum Einsatz. Die bei der HABA-Beton Johann Bartlechner KG, einem Mitgliedsunternehmen der FBS, Fachvereinigung Betonrohre und Stahlbetonrohre e.V., gefertigten Falzmuffenrohre mit einer Baulänge von 2,50 m verfügen über eine Gleitringdichtung und wurden entsprechend der FBS-Qualitätsrichtlinie hergestellt.
 
Die Schreckensbilder der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2002 stehen den Beteiligten noch deutlich vor Augen. Damals brach der im Jahr 1953 erbaute Damm des Rückhaltebeckens, weil er den Wassermassen nicht mehr Stand halten konnte. Nun werden Damm und Becken, die in den Jahren 2005 und 2006 wieder hergestellt wurden, noch einmal erweitert. Die Höhe des neuen Damms beträgt 28,28 m über Gewässersohle. Er verfügt über eine Kronenlänge von 167 m und einer Kronenbreite von 5 m. Der erweiterte Stauraum hat ein Fassungsvermögen von rund 1,05 Mio. m³. Nach Auskunft der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen wurden die ersten vorbereitenden Arbeiten zur Freimachung des Baufeldes im März 2009 begonnen und kontinuierlich bis zur Winterperiode 2009/2010 fortgeführt. Die Arbeiten des Bauhauptloses zur Dammerweiterung begannen im März 2010 und sollen bis August 2012 abgeschlossen sein.
 
Stabile Rohrbettung
 
Neben umfangreichen Erdarbeiten und der Erstellung von technischen Bauwerken zählen die Betonage des Betriebsauslasses und der Neubau der Hochwasser-Entlastungsanlage zu den auszuführenden Arbeiten. Die Hochwasser-Entlastungsanlage besteht aus einem Überfallturm mit Entlastungstrichter. Die Gesamtlänge beträgt rund 170 m, wovon 28 m auf das Tosbecken und 142 m auf den Hochwasserentlastungsstollen entfallen. Dieser wurde aus FBS-Stahlbetonrohren DN 3500/4300 errichtet. Die 28 t schweren Falzmuffenrohre wurden in der HABA-Beton Niederlassung Großsteinberg gefertigt und entsprechend der zeitlichen Vorgaben des bauausführenden Unternehmens zur Einbaustelle geliefert. Vor Ort setzte ein Mobilkran die Schwergewichte auf ein vorab hergestelltes Betonfundament, wobei Betonriegel als Auflager dienten. Nach dem Zusammenfügen der Rohre wurde die Bettungszone abschließend mit Beton vergossen.
 
Zeichen von Qualität
 
Die eingesetzten Stahlbetonrohre entsprechen der FBS-Qualitätsrichtlinie Teil 1.1. Diese gilt für FBS-Betonrohre, FBS-Stahlbetonrohre, FBSVortriebsrohre und zugehörige FBS-Gelenkrohre und FBS-Passrohre Typ 2 mit Kreisquerschnitt nach DIN EN 1916 und DIN V 1201, die von FBSMitgliedsfirmen hergestellt werden und das FBS-Qualitätszeichen tragen. „Damit verfügen die Rohre über ein zusätzliches Plus“, wie HABA-Werkleiter Dipl.-Ing. (FH) Dirk Hensel feststellt. Das FBS-Qualitätssicherungssystem mit seiner umfassenden Werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) stellt eine für Rohrwerkstoffe einmalige und lückenlose Qualitätskontrolle von den Ausgangsstoffen über die Herstellung bis zu den Endprodukten sicher. Im Rahmen der halbjährlichen Fremdüberwachung durch bauaufsichtlich anerkannte Güteschutzgemeinschaften oder Prüfinstitute, wird die Erfüllung der Norm- und FBS-Anforderungen kontrolliert und bewertet. Hinter dem FBSQualitätszeichen steht damit ein System, das dem Anwender von FBSKanalbauteilen eine hohe Qualität garantiert.

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