Top-Leistung in punkto Qualität und Kosten – Ludwig Pfeiffer saniert Wasserleitung zwischen Canitz und Thallwitz

12.04.2012

Rund 800 m der Verbindungsleitung zwischen den Wasserwerken Canitz und Thallwitz hat die LUDWIG PFEIFFER Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG im Auftrag der KWL - Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH mit dem so genannten Rohrstrangrelining-Verfahren saniert. Hierbei wurden auf einer Länge von 450 m und 360 m PE-HD-Rohre Da 800 x 47,4 mm, SDR 17, in zwei Haltungen aus Stahlbetonrohren eingezogen.

Mit einer schnellen, wirtschaftlichen und qualitativ einwandfreien Bauausführung hat das Mitgliedsunternehmen des Rohrleitungsbauverbandes (rbv) den Auftraggeber überzeugt. Das Ergebnis ist eine statisch selbsttragende und neuwertige Rohrleitung, die über gute hydraulische Eigenschaften, Dichtigkeit, Druckfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit verfügt. Zudem konnten mit einem relativ geringen Aufwand an Tiefbauarbeiten und einer kurzen Bauzeit die Gesamtkosten gering gehalten werden.
 
Die Wasserversorgung der Stadt Leipzig blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde das Wasserwerk Connewitz in Betrieb genommen, das die erste Druckwasserversorgungsanlage der Stadt speiste. 1887 übernahm das Wasserwerk Naunhof 1 die Versorgung, das zweite Naunhofer Wasserwerk ging 1896 in Betrieb. Im Jahr 1912 nahm das bis heute größte Leipziger Wasserwerk Canitz seinen Betrieb auf. 1943 kam das Wasserwerke Thallwitz hinzu. Heute wird die Region Leipzig zu ca. 70% aus der Eigenversorgung der Kommunalen Wasserwerke Leipzig durch die vier Großwasserwerke Canitz, Thallwitz, Naunhof 1 und Naunhof 2 versorgt. Mit dem Ausbau des Wasserwerkes in Canitz – in Spitzenzeiten werden fast 2.000 m3 Wasser pro Stunde nach Leipzig gepumpt – hat die Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH die Trinkwasserversorgung des Ballungsraumes Leipzig in den nächsten Jahrzehnten sichergestellt.
 
Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde auch die Verbindungsleitung zum Wasserwerk Thallwitz erneuert. Bei der routinemäßigen Kamera-Befahrung waren deutliche Schadensbilder an der alten Stahlbetonleitung zu Tage getreten, die der langjährigen Nutzungsdauer entsprachen. Dementsprechend hatte die LUDWIG PFEIFFER Hochund Tiefbau GmbH & Co. KG. bereits 2009 rund 1.400 m der Wasserleitung in einem 1. Bauabschnitt erneuert. „Schon damals hatte sich der Auftraggeber für eine Erneuerung mit einem PE-HD-Liner entschieden“, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Mario Werner, Bauleiter des ausführenden Unternehmens. Auch im 2. Bauabschnitt kam dieses Verfahren zum Einsatz. Kernstück des Auftrages stellte der Einzug von rund 800 m PE-HD-Rohren in der Nennweite DA 800, SDR 17, in die vorhandene Trinkwasserleitung DN 845 Stb dar. „Neben der hierfür notwendigen Erstellung der Einsetz- und Ziehbaugruben für das Relining gehörte die offene Verlegung von rund 160 m Trinkwasserleitung DN 800 GGG sowie der Einbau von Absperrschiebern zum Leistungsumfang“, so Werner weiter.
 
Zu einem Strang zusammengeschweißt 
Das Einziehen von Kunststoffrohren in schadhafte Rohrleitungen wird seit mehr als 25 Jahren zur Leitungssanierung angewendet. Durch das so genannte Relining entsteht ein neues und dichtes Rohrleitungssystem in der Trasse der alten Rohrleitung, ohne das große Erdarbeiten ausgeführt werden müssen. „Beim Rohrstrangrelining werden die Rohre vor der Einbaustelle zu einem Strang zusammengeschweißt und dann komplett eingezogen“, schildert Bauleiter Werner das Verfahren. Grundsätzlich kann Rohrrelining – unterschieden wird je nach Einbauvariante nach Rohrstrang-, Langrohrund Kurzrohrrelining – im Bereich von Gas-, Wasser- und Abwasserrohrleitungen sowie Industrierohrleitungen bei fast allen Schadensarten eingesetzt werden, sofern eine Querschnittsreduzierung der bestehenden Rohrleitung möglich ist.
 
Ringraum abschließend verfüllt 
Die Reinigung des Altrohres sowie eine erneute Kamerabefahrung gehören zu den vorbereitenden Arbeiten „Damit stellen wir sicher, dass das Altrohr ausreichend gereinigt ist und der Inliner beim Einbringen in das Altrohr nicht beschädigt wird“, so Werner. „Ragen Hindernisse in den Querschnitt des Altrohres hinein, müssen diese unter TV- Beobachtung entfernt werden.“ Danach wird mit einer Kalibermessung der Querschnitt des Altrohres überprüft, dann kann mit dem Einzug des Rohrstranges begonnen werden. Hierfür sind die entsprechenden Winden aufzustellen und für die zu erwartenden Einziehkräfte zu sichern. Während des Einziehvorgangs, der in Form einer elektronischen Aufzeichnung dokumentiert wird, wird permanent darauf geachtet, dass das einzuziehende PE-HD-Rohr beim Übergang in die Einziehgrube und in das Altrohr nicht beschädigt wird. Nach dem vollständigen Einzug des neuen Rohrstranges wird der Ringraum abschließend mit einem Dämmer kraftschlüssig verfüllt.
 
Die Baumaßnahme konnte mit der abschließenden Druckprüfung erfolgreich und zur Zufriedenheit des Auftragnehmers abgeschlossen werden. Die neue Rohrleitung verfügt über eine statisch ausreichende Tragfähigkeit, gute hydraulische Eigenschaften, Dichtigkeit, Druckfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Auch in punkto Wirtschaftlichkeit konnte das Verfahren punkten. „Rohrrelining steht für rationelle und wirtschaftliche Sanierung“, so Werner abschließend. „Die Sanierung verläuft ohne nennenswerte Beeinträch- tigung der Umwelt und der geringe Aufwand an Tiefbauarbeiten und die kurze Bauzeit halten die Gesamtkosten in der Regel gering.“
 
Zertifizierte Ausführungsqualität 
Seine Qualifikation hat das mit der Ausführung der Arbeiten beauftragte Unternehmen unter anderem mit der Erfüllung der Qualifikationskriterien der Arbeitsblätter GW 301 und GW 302 des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) im Rahmen der Ausschreibung nachgewiesen. Zum Leistungsspektrum der Ludwig Pfeiffer Unternehmensgruppe, die 1933 in Kassel als Bauunternehmen gegründet wurde, zählen der Neubau und die Sanierung von Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen sowie Abwasserkanälen. Heute sind mehr als 600 Mitarbeiter europaweit für die Kunden tätig. Seit 1952 ist die Unternehmensgruppe Mitglied im Rohrleitungsbauverband, seit 1991 zählt hierzu auch PFEIFFER Leipzig. Das Spektrum im Rohrleitungs- und Kanalbau erstreckt sich vom Hausanschluss bis zur kompletten Anlage und deckt alle Nennweiten, Druckstufen und Materialien ab. Hinzu kommt die grabenlose Rohrverlegung sowie die Sanierung von Rohrleitungen und Kanälen, wofür die Sanierung der Trinkwasserleitung für die Kommunalen Wasserwerke Leipzig ein gutes Beispiel darstellt.
 
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