AALIGATOR: Mit Düsenantrieb durch die gesamte Grundstücksentwässerung

05.01.2005

Nach § 45 der nordrhein-westfälischen Landesbauordnung müssen alle Grundstücksentwässerungsleitungen auf Dichtheit geprüft werden ? viele schon bis Ende 2005. Um für die Sanierungsplanung einen Überblick über den Zustand der Leitungen zu bekommen, müssen sie lückenlos optisch inspiziert werden. Das neuartige Kamerasystem AALIGATOR der Schwarz Umweltservice, Bielefeld, löst zwei Kernprobleme der Untersuchungen von Grundleitungsnetzen auf einmal.

AALIGATOR ist eine hochauflösende Farb-TV-Kamera für den Einsatz in Abwasserleitungen ab DN 100 und gehört technisch in die Kategorie der hydraulisch angetriebenen Systeme. Den Hydro-Kameras gemeinsam ist die Option, dass man mit ihnen während beziehungsweise unmittelbar vor der Untersuchung die zu inspizierenden Kanäle mit Hochdruck spült. Das ist erfahrungsgemäß in vielen privaten Netzen eine wichtige Voraussetzung, um überhaupt zu verwertbaren Untersuchungsresultaten zu kommen. Andererseits ist AALIGATOR das inzwischen fünfte navigierbare Kamerasystem auf dem Markt, mit dem man innerhalb des Grundleitungsnetzes in Seitenstränge vordringen kann. Das wiederum ist eine Voraussetzung für die lückenlose Untersuchungen von Grundleitungssystemen auch dort, wo diese nicht unmittelbar zugänglich sind. Während aber andere Systeme pneumatische oder mechanische Techniken einsetzen, um rechts oder links abzubiegen, setzt der AALIGATOR auch in dieser Frage konsequent auf das Rückstoßprinzip.
Die Kamera besteht einerseits aus einer kompakten Antriebseinheit mit einem Kranz hydraulischer Düsen, die stufenlos mit Druck beaufschlagt werden können. Der Düsen-Antrieb ist über einen Druckschlauch sowie das Daten- und Versorgungskabel mit der eigentlichen Optik-Einheit elastisch verbunden. Der Kamerakopf selbst verfügt gleichfalls über Düsenöffnungen. Werden diese mit Wasserdruck angesteuert, lenken sie den Kamerakopf aus der axialen Bewegung. Die exakte Steuerung des Systems erfolgt dabei ganz einfach über eine Drehung des Schlauchs; der Effekt der Torsionsbewegung ist unmittelbar auf dem Kontrollmonitor sichtbar und der Bediener kann die Kamera zum Anschluss hin ausrichten, bevor sie dann durch weiteren Rückstoß in diesen einfährt.
Der AALIGATOR kann nach Herstellerangaben nicht nur von Schächten und Öffnungen auf dem Grundstück eingesetzt werden, sondern auch vom Hauptkanal aus; das besondere dabei ist, dass das System gänzlich ohne Kamera-Fahrwagen auskommt, da der hydraulische Abbiegemechanismus auch in Hauptkanälen bis DN 500 funktioniert. Laut AALIGATOR-Konstrukteur Reiner Schwarz hat die Kamera auch noch bei Distanzen von bis zu 60 Metern, zwischenliegenden Bögen ( bis 90° ) und Abzweigen sicher "den Dreh raus". Schwarz, der seit 2004 mit dem System selbst erfolgreich Dienstleistung fährt, hat nach eigenem Bekunden bereits Grundleitungsnetze vom öffentlichen Revisionsschacht in der Straße aus untersucht. Einen wesentlichen Pluspunkt seines Systems sieht er in dessen einfacher Bauweise; insbesondere der Verzicht auf bewegliche Komponenten mache den AALIGATOR ausgesprochen resistent gegen widrige Einflüsse aus dem Kanal und erlaube hohe Einsatzzeiten. Zugleich stellt das System sich in den Investitionskosten recht kostengünstig dar.

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