Fremdwasser mit KS-ASS Verfahren erfolgreich und dauerhaft gestoppt!

28.12.2005

Fremdwasser belastet die Kläranlagen und ist häufig auch eine Ursache dafür, dass die Abwasserreinigung nicht die gewünschten Ergebnisse liefert. Ab 2006 wird für alle Klärwerksbetreiber eine neue EU-Richtlinie verbindlich.

Vor dem Hintergrund dieser inzwischen weitgehend bekannten Europäischen Wasserrahmenrichtlinie arbeiten viele Kommunen bereits verstärkt an der Abdichtung ihrer Abwasserschächte und Bauwerke, um den Fremdwasserzufluss von geschätzten 100 – 3000% einzudämmen. So auch beim Abwasserverband Obere Iller in Sonthofen. Erste Sanierungsaufgabe waren Abwasserschächte, die in einer Wechselwasserzone stehen. Das Fremdwasser sprudelte förmlich, je nach Wasserstand, in den gesamten Schachtbereich ein.
Die Schachtsanierung erfolgte im modernen KS-ASS Verfahren. Die einzelnen Arbeitsschritte werden im Folgenden kurz besprochen: Zunächst wurde der Abwasserschacht mit der TSSR, einer zur Maschinenausrüstung des KS-ASS Verfahrens gehörenden Turbo-Schacht-Spezial-Reinigundsdüse grundgereinigt. Die TSSR wird hierfür jeweils auf den vorhandenen Schachtdurchmesser eingestellt und abgestimmt, um eine gleichmäßige, gründliche und effektive Reinigung der Schachtwandung zu erzielen. Ein manuelles Nachreinigen der Wände ist erfahrunggemäß in der Regel nicht mehr erforderlich. Die vorhandenen Steigeisen waren in Sonthofen in einem einwandfreien Zustand, so dass diese nur abgeklebt werden mussten, um sie vor der späteren Mörtelbeschichtung zu schützen. Durch die fachgerechte, gründliche Reinigung konnten sämtliche manuellen Vorarbeiten, wie z.B. punktuelle bzw. flächige Abdichtung oder Reprofilierungen bedarfsgerecht ausgeführt werden. Es überraschte nicht, dass durch ERGELIT Kombina 10 schnelldicht die starken Wassereinbrüche innerhalb von 2 Stunden gestoppt werden konnten. Zwei Mitarbeiter arbeiteten am Schacht. Einer gab von oben den Mörtel an und sicherte seinen Kollegen im Schacht, der undichte Muffen mit dem effektiven ERGELIT Kombina 10s spezial schloss. Bei dem genannten Material handelt es sich um einen zementgebundenen, durch organische und anorganische Zusätze vergüteten, hochfrühfesten 1-komponentigen Beschichtungs- und Sanierungsmörtel. Der Grundwasserstand war am Sanierungstag zwar relativ niedrig. Da die zu sanierenden Schächte aber in Wasserwechselzonen stehen, wurden die Schachtfugen vorsorglich mit dem Trockenmörtel ERGELIT Kombina 10s spezial behandelt.
Der niedrige Grundwasserstand begünstigte alle Arbeitsschritte. Jetzt erfolgte das Anschleudern des ERGELIT Sanierungsmörtels nach dem KS-ASS Verfahren. Ein über eine Pumpe mit dem Spezialmörtel ERGELIT Kombina KS1  beschickter, rotierender Schleuderkopf wird im Kanalschacht  so auf und ab gefahren, dass die Schachtwandung mit der erwünschten Schichtdicke des Mörtels saniert wird. Mit dem ca. 5000 Umdrehungen rotierenden Schleuderkopf wird der Frischmörtel hoch verdichtet. Die im beschriebenen Fall  aufgetragenen 10 mm Mörtel wurden innerhalb von 35 Minuten aufgetragen.
Das KS-ASS Verfahren ist das einzige Sanierungsverfahren dieser Art, das eine DiBt Zulassung hat, und dessen Wasserdichtigkeit bei einer Wassersäule von 20m nachgewiesen wurde. Im Zuge der DiBt Zulassung wurde auch die Korrosionsfestig- keit des hier verwendeten ERGELIT Kombina KS1 überprüft. Wenn man diese Prüfung auf die hier herrschenden Bedingungen überträgt, ergibt sich eine Haltbarkeit von über 500 Jahren.
Nachdem Mischer und Pumpe der KS-ASS Anlage gesäubert waren, wurden die Steigeisen gesäubert und der Schacht dem Abwasserverband Obere Iller, Sonthofen, vertreten durch Herrn Josef Happach, zur Nutzung wieder übergeben. Zu einer guten dauerhaften Beschichtung gehört auch eine fachgerechtechte Nachbehandlung. Hierzu wurde der Schachtdeckel für zwei Wochen mit einer Folie unterlegt, damit eine ordnungsgemäße Hydratation stattfinden konnte. 
Der Mörtel konnte so in Ruhe und ohne zu schnelle Austrocknung hydratisieren. Durch diesen chemischen Prozess verwächst die neue Beschichtung mit dem alten Beton. Die Kristallbildung hat auch zur Folge, dass der Mörtel im Laufe der Zeit immer dichter und fester wird. Obgleich nach 28 Tagen die Nenneigenschaften d.h. die volle Belastbarkeit des Mörtels erreicht ist, setzt sich natürlich der Vorgang auch  noch in den folgenden Monaten messbar fort. Erst nach ca. 6 Monaten ist dieser Prozess bei ERGELIT Qualitäten zu mehr als 95% abgeschlossen. Schnelligkeit, kurze Betriebsunterbrechung, gepaart mit unbestrittener Dauerhaftig-keit der Sanierung, Referenzen liegen seit mehr als 25 Jahren vor, das ist der Weg, der jede Schachtsanierung zu einem Erfolg macht. ERGELIT Trockenmörtel in Verbindung mit dem technologisch hochentwickelten KS-ASS Verfahren garantieren Auftraggebern diesen Erfolg.  
Ausblick Die neue EU Richtlinie Stellt die Betreiber von Abwasserbauwerken vor neue Herausforderungen. Das gilt insbesondere für die Finanzierung. Könnte der Fremdwasserzufluss ähnlich wie vielerorts bereits das Regenwasser Teil der Verbrauchsabrechnung sein, könnte mit den so erhobenen Beiträgen die Beseitigung von Undichtigkeiten in Abwasserbauwerken finanziert werden. Der ungeregelte Zufluss von Fremdwasser belastet die Klärleistung der Kläranlagen, verteuert sie also und/oder Flüsse und Seen verschmutzen mehr. Das Verdrängen von Fremdwasser aus dem Klärwerkskreislauf würde umgekehrt die Klärleistung erhöhen (Flüsse und Seen würden sauberer) und Kosten ersparen. Diese Ersparnis wiederum könnte die Verbrauchsabrechnung verringern. Eine zunächst offensichtliche Kostenerhöhung für den Verbraucher führt in der Konsequenz zu Ersparnissen. Ohne Zweifel wäre es bei der seit einigen Jahren fast überall reformierten Struktur der Abwasserbetriebe und Verbände leicht möglich, solche Ersparnisse tatsächlich weiterzugeben. Die Beitragserhebung für Fremdwasserzufluss hätte volkswirtschaftlich noch einen beachtenswerten Nebeneffekt. Sie schafft sehr kurzfristig für einen langen Zeitraum Arbeitsplätze mit allen wünschenswerten Begleiterscheinungen, auch für kostenpflichtige Verbraucher.  

Kontakt

Hermes Technologie GmbH & Co. KGDipl.-Ing. Franz FernauZertifizierter Kanalsanierungsberater

58239 Schwerte

Telefon:

+49 (0)2304 / 97 123 0

Fax:

+49 (0)2304 / 74 680

E-Mail:

fernau@hermes-technologie.de

Internet:

Zur Webseite