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Teil 1: SIDAL und "Kofferwurm": Innovationen zum Thema Kanalinspektion

29.10.2004

Bemerkenswerte Innovationen zum Arbeitsbereich Kanalinspektion stellten ZK Kanalprüftechnik, Wettstetten, und IMS Robotics, Ottendorf-Okrilla, auf ihrem Gemeinschaftsstand auf der RO-KA-TECH 2004 im September in Leipzig aus. Grundlegend neu ist die "Satellitenanlage für Inspektion und Druckprüfung von Anschlussleitungen", kurz: SIDAL. Außerdem gibt es den Göttinger ZK-Wurm für die lückenlose Inspektion von Grundstücksentwasserungsnetzen ab sofort auch als mobile Kofferanlage.

Etliche Millionen Hausanschlusskanäle und eine noch viel größere Zahl von Regenabläufen warten bundesweit auf ihre erstmalige Zustandserfassung. Das jetzt in Leipzig präsentierte, von ZK Kanalprüftechnik, und IMS Robotics in einer Kooperation entwickelte System SIDAL ist prädestiniert für diese Aufgabe. Grundidee hinter SIDAL ist die Durchführung der Inspektion im Hauptkanal und der Untersuchung des Anschlusses in einem Durchgang. Das System besteht aus drei gekoppelten, selbstfahrenden Modulen, die jeweils mit einer Kamera ausgerüstet sind. Das Frontmodul besteht aus einem Zweikammerpacker für die Dichtheitsprüfung von Einzelmuffen und ist zusätzlich mit einer vollwertigen Schwenkkopfkamera für die TV-Inspektion des Hauptkanals ausgerüstet. Auch das Heckmodul ist ein Doppelpackersystem. Das dazwischen liegende Mittelmodul enthält einen "Göttinger Wurm", der unter Kamerabeobachtung als Satellit bis zu jeder gewünschten Länge in den Anschluss eingeschoben wird. Während seine Frontoptik die Farb-TV-Untersuchung der Anschlussleitung liefert, fungiert der Wurm im ganzen als Rohrblase, mit der die Leitung druckfest abgesperrt werden kann. In Kombination mit den beiden Doppelpackern im Hauptkanal kann ein Druckprüfraum aufgebaut werden, der wahlweise nur den unmittelbaren Anschlussbereich oder den Anschluss samt Leitung in beliebiger Länge umfasst. Die Dichtheitsprüfung erfolgt dann mit Luftdruck.
Ein typischer SIDAL-Einsatz könnte die TV-Untersuchung des Hauptkanals, verbunden mit einer Dichtheitsprüfung der einzelnen Rohrverbindungen sein und dies mit einer Dichtheitsprüfung des Anschlusskanals bis zur Grundstücksgrenze kombinieren. Die erste SIDAL-Einheit ist ab Ende Oktober in Betrieb: die Specto GmbH, Lünen, ist als erster Kunde des Systems dem Vernehmen bereits für mindestens einen Monat ausgebucht. SIDAL-Einsatzerfahrungen in Göttingen werden auch Thema der 5. Göttinger Abwassertage im März 2005 sein.

Den Einstieg in die Wurm-Technologie ermöglicht ab sofort auch eine tragbare Version des Göttinger ZK-Wurms. Der 300 Millimeter lange Mini-Wurm ist bei 40 Meter Reichweite von jedem Punkt auf dem Grundstück aus einsetzbar. Steuer- und Kontrollaggregate befinden sich in einem tragbaren Koffer. Wie sein großer Bruder kann auch der kleine mobile Wurm bei Vorhandensein eines Hydraulikaggregats mit Wasserdruck eingetrieben werden und dabei die Leitungen reinigen. Allerdings beschränkt sich die tragbare Version auf eine optische Untersuchung und erlaubt keine Dichtheitsprüfung. Mit einem Preis von rund 40.000 Euro bietet der Kofferwurm aber auch kleineren Dienstleistern die Chance zum Einstieg in den zukunftsträchtigen Markt der lückenlosen Zustandserfassung von Grundleitungssystemen.
Göttinger ZK-Kanalwurm jetzt als Kofferanlage

Der Göttinger ZK-Kanalwurm, mit dem sich komplette Grundleitungsnetze mit allen Abzweigen inspizieren lassen, wurde jetzt von IMS Robotics als tragbare Kofferanlage vorgestellt.
Der 300 mm lange Wurm verfügt über die volle Navigationsfähigkeit, die auch seinen "großen Bruder" auszeichnet und ist in Leitungen der Nennweiten DN 70 bis DN 150 einsetzbar. Der Lenkkopf kann ab DN 100 im 90°-Winkel abbiegen und liefert dank einer Farboptik mit stufenlos regelbarer Beleuchtung hochwertiges Bildmaterial. Mit dem Software-Programm MATIS können die ermittelten Befunde in aussagekräftige Be- und Zustandstandspläne umgesetzt werden. Der mechanische Vorschub im Leitungsnetz wird durch einen hydraulischen Zusatzantrieb unterstützt; das ermöglicht bis 40 Meter weite Einsätze, bei denen die Rohre zugleich gereinigt werden. Die Steuerung des Wurms wird in einem Koffer mit Monitor und Bedienpult geliefert. Damit ist der Einsatz an kein Fahrzeug mehr gebunden - es kann von jedem Punkt auf dem Grundstück bzw. aus dem Gebäude heraus gearbeitet werden. Interessant für TV-Inspekteure, die mit dem Wurm ihr Angebotspektrum erweitern wollen, ist dass sich der "Kofferwurm" an vorhandene TV-Inspektionsanlagen problemlos adaptieren läßt.

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