2.000 Teilnehmer bei den 51. BetonTagen. Größter Fachkongress der Branche zeigt Perspektiven am Bau

16.02.2007

2.000 Teilnehmer aus 19 Nationen kamen vom 13. bis 15. Februar 2007 ins Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm. Die BetonTage erweisen sich damit einmal mehr als das Branchenereignis der europäischen Betonfertigteilindustrie. Getreu dem diesjährigen Motto „Kompetenz in Beton“ berichteten namhafte Referenten aus Wissenschaft und Industrie über die Entwicklungen und Wachstumspotenziale im Bereich der vorgefertigten Betonbauteile. Im Mittelpunkt des Fachprogramms standen die anwendungsorientierte Forschung und deren Umsetzung in die Praxis.

Die Themen der Vorträge reichten von ultrahochfestem Beton, über Ultraleichtbeton bis hin zu neuen Entwicklungen auf den Gebieten der Zemente und Zusatzmittel, die chemisch resistente und dauerhafte Betonbauteile ermöglichen. Rechtliche und betriebswirtschaftliche Problemfelder wurden intensiv diskutiert und die Ausführungen brachten neue Erkenntnisse. Die Plenarveranstaltungen sowie ausgewählte Podien wurden ins Englische übersetzt. Den Kongress begleitete eine umfangreiche Ausstellung, an der mehr als 140 Unternehmen der Zulieferindustrie und Branchenorganisationen teilnahmen.

Neue Märkte – Neue Aufgaben
Die gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen des demographischen Wandels in Deutschland werden derzeit vielfach diskutiert. Von einem Generationenkonflikt, schrumpfenden Märkten und einem Mangel an qualifizierten Fachkräften ist meist die Rede. „Die demographische Entwicklung in Deutschland scheint gegen die Bauwirtschaft zu sprechen, dabei eröffnen sich durch neue Märkte auch neue Chancen,“ so Ulrich Lotz, Geschäftsführer der FBF Betondienst GmbH und verantwortlicher Veranstalter. Wie diese aussehen können, zeigten die Eröffnungsredner. Dr. Frank Schirrmacher, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, skizzierte mit seinem Vortrag „MINIMUM und die Bauwirtschaft – Deutschland im Jahr 2030“ zunächst den Trend in der Bevölkerungsentwicklung und benannte die Faktoren, die die künftige Marktsituation beeinflussen. Dr. Dr. Bernd Hunger vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Berlin, sprach im Anschluss über die neuen Bauaufgaben, die sich daraus ergeben.

Am ersten Nachmittag standen Podien für die Produktbereiche Betonpflastersteine und -platten sowie konstruktive Fertigteile auf dem Programm. Zusätzlich wurde ein Podium zum Thema Wirtschaft und Recht angeboten. Das Podium „Beton visionär“ stellte aktuelle Forschungsprojekte aus dem Bereich der Betontechnologie vor.

Betonqualität der Zukunft Visionär ging es auch am zweiten Kongresstag zu. Unter der Überschrift „Betonqualität der Zukunft“ wurde im Plenum über neue Rezepturen, Zusatzmittel und Anlagentechnik diskutiert. Besondere Bedeutung haben dabei europäische Anforderungen zur Sicherheit und Gesundheit, die den Einsatz von Baustoffen in der Zukunft bestimmen. „Die künftigen Betone sind flexibel und für jede Situation mit eigenständigem Design herstellbar, benötigen aber zur stabilen Erstellung einer besonderen Handhabung,“ so Prof. Dr. Hans-Joachim Walther, verantwortlich für das technische Fachprogramm.

Für die Produktsegmente Leichtbeton und Betonbauteile mit Gitterträgern standen am Nachmittag Fachpodien zur Auswahl. Das Podium „Von der Forschung zur Praxis“ stellte Betone und Bauweisen vor, die von der Vision zur Wirklichkeit geworden sind.

Dreh- und Angelpunkt für Marktpartner
Der dritte Kongresstag bildet mittlerweile als Tag der Marktpartner einen festen Bestandteil der BetonTage. Den Tag eröffneten Stefan Behnisch und Prof. Volkwin Marg.

Bauunternehmen, Öffentliche Hand, Tragwerksplaner und Architekten nutzten den Nachmittag um in eigens für sie konzipierten Podien ihre Fragen im Umgang mit Beton und Betonfertigteilen zu beantworten. Allein 450 Architekten besuchten das Podium „Beton in der Architektur“, das wiederum gemeinsam mit Beton Marketing Süd durchgeführt wurde. International renommierte Architekten zeigten anhand ihrer Projekte, was mit dem Baustoff Beton heute machbar ist.

Gemeinsam mit dem Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein wurde das Podium „Beton in der Bauausführung“ ausgerichtet, in dem baupraktisch relevante Entwicklungen vorgestellt wurden. Das Podium „Neues Planen mit Betonbauteilen“ richtet sich an Ingenieure und Tragwerksplaner, den Schwerpunkt bildete in diesem Jahr das viel diskutierte Thema Weiße Wanne.

Für die Öffentliche Hand wurden ebenso Podien angeboten. So richtete sich das Podium „Beton- und Stahlbetonrohre“ neben den Herstellern auch an die Entscheider aus Ingenieurbüros und Tiefbauämtern. Zahlreiche Teilnehmer aus Unteren Wasserbehörden bzw. Private Sachverständige des Wasserbaus (PSW) nutzten das als Fortbildungsveranstaltung anerkannte Podium „Kleinkläranlagen“.

Den direkten Kontakt zu allen wichtigen Vertretern der Maschinen-, Software- und Zulieferindustrie bot die kongressbegleitende Informationsausstellung. Hier erhielten die Hersteller die Möglichkeit, sich umfassend über alle Innovationen und Weiterentwicklungen ihrer Marktpartner zu informieren. Durch die zunehmende internationale Ausrichtung - etwa 10 Prozent der Teilnehmer kamen aus dem Ausland – bot der Kongress für die Zulieferindustrie ein noch breiteres Kundenpotenzial. Für die Zukunft wird ein weiteres Wachstum erwartet.

Die besten Innovationen der Zulieferindustrie wurden mit dem Innovationspreis Betonbauteile 2007 ausgezeichnet und im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Der Preis wurde mit der Fachzeitschrift BFT INTERNATIONAL Betonwerk + Fertigteil-Technik ausgelobt, dem renommierten Medienpartner des Kongresses.

Dialog- und Weiterbildungsplattform
Ein Blick auf die Teilnehmerstruktur zeigt, dass die BetonTage mittlerweile nicht nur als Weiterbildungsplattform und für die interne Kommunikation der Branche genutzt werden (35 Prozent aller Teilnehmer stammten aus Betonfertigteilwerken und Betrieben der Baustoffindustrie). Vielmehr werden sie zunehmend zur zentralen, fachlich geprägten Lobbyveranstaltung für die Industrie: Etwa 10 Prozent der Besucher stammten aus Ingenieurbüros des Hoch- und Tiefbaus. Weitere 5 Prozent kamen von der Öffentlichen Hand und 20 Prozent der Teilnehmer sind Architekten. 15 % sind der Zulieferindustrie zuzuordnen.

Die BetonTage schlagen außerdem eine Brücke zwischen Baupraxis, Hochschule und schulischer Aus- und Weiterbildung. 10 Prozent der Teilnehmer waren Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Aus- und Weiterbildung. Die übrigen 5 Prozent stammten aus den Bereichen Verlagswesen, Presse, Baustoffverbände, Qualitätssicherung und Prüfwesen.

Das Konzept der BetonTage hat sich somit bewährt. So werden die Beton-Tage auch in ihrer 52. Auflage vom 12. bis 14. Februar 2008 ihre „ Kompetenz in Beton“ erneut unter Beweis stellen.


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