55 Mio EUR für Wasserwirtschaft in Nordwestsyrien

11.01.2011

Verbesserung der Lebensqualität von 374 000 Einwohnern in mehr als 200 Dörfern und voraussichtliche Schaffung von 200 neuen Arbeitsplätzen

Am 6. Dezember 2010 unterzeichneten der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, Philippe de Fontaine Vive, und der syrische Minister für Wohnungsbau und Bauwirtschaft, Dr. Omar Ghalawanji, einen Finanzierungsvertrag über 55 Mio EUR, die für die Schaffung einer modernen Wasserversorgungs-, Abwassersammel- und -reinigungsinfrastruktur in Nordwestsyrien bestimmt sind. Das Projekt ist Teil der EU-Initiative „Horizont 2020“, die zu den wichtigsten Anliegen der Union für den Mittelmeerraum zählt und in deren Rahmen die Hauptursachen für die Verschmutzung des Mittelmeeres bis zum Jahr 2020 beseitigt werden sollen.

Durch diese Operation werden die Wasserversorgungs- sowie die Abwasserentsorgungsdienste für mehr als 370 000 Einwohner in 200 Dörfern verbessert. Da die Einleitung von Abwässern in das Mittelmeer verringert wird, wird ein Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit geleistet. Die betreffenden Gebiete umfassen die Stadt Banias und die umliegenden Dörfer sowie Dörfer, die in den Einzugsgebieten der vier Flüsse Hreisun, Jobar, Al Ghamkah und Al Dabousiah liegen, die alle in das Mittelmeer münden. Das Projekt wird zu den folgenden Zielen beitragen:
  • Wasserversorgung: Sanierung und Modernisierung bestehender Infrastruktureinrichtungen für die Förderung von Grundwasser – insbesondere im Einzugsgebiet des Banias, wo die Sickerverluste in den kommenden Jahren von derzeit 70% auf 40% verringert werden sollen.
  • Abwassersammlung: Ausbau und Modernisierung getrennter Anlagen für Haushaltsabwässer und Regenwasser
  • Kläranlagen: Bau einer gemeinsamen Kläranlage für die Stadt Banias und die beiden Flusseinzugsgebiete Hreisun und Jobar sowie Bau von sechs weiteren Kläranlagen in Al Dabousiah und Al Ghamkah

Philippe de Fontaine Vive, der für die FEMIP, die Investitionsfazilität und Partnerschaft Europa-Mittelmeer, zuständige Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, erklärte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „Ich freue mich ganz besonders über die positiven Umweltauswirkungen dieses Projekts, das Teil der EU-Initiative „Horizont 2020“ ist, mit der die Verschmutzung im Mittelmeerraum verringert werden soll. Auch die Tatsache, dass sich dieses Vorhaben positiv auf die Lebensqualität und das Wohlergehen zahlreicher Einwohner in diesem Teil Syriens auswirken wird, erfüllt mich mit Stolz. Dies wird durch die Schaffung moderner Wasserversorgungs-, Abwassersammel- und -reinigungseinrichtungen erfolgen.“

Mit diesem Projekt werden positive Maßnahmen im Bereich Wasserwirtschaft in Syrien eingeleitet, wo es aufgrund des raschen Bevölkerungswachstums, der zunehmenden Verstädterung, der wirtschaftlichen Entwicklung und der in den letzten zehn Jahren zu verzeichnenden Abnahme der Niederschläge zu erheblichen Problemen kommt. Es entspricht einer der Prioritäten der Union für das Mittelmeer: nämlich die Beseitigung der Verschmutzung des Mittelmeeres. Darüber hinaus steht es in Einklang mit dem Fünfjahresplan Syriens, in dem die vorrangigen Investitionsziele des syrischen Staates für diesen Sektor festgelegt sind, um den Zugang zu Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsdiensten für die gesamte Bevölkerung zu verbessern. Außerdem sollen die Effizienz und das Management in der Wasserwirtschaft verbessert werden.

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