Abwassergebühren bleiben stabil. Abwasserentsorger geben Kostensteigerungen nicht in vollem Umfang an Bürger weiter

10.04.2007

Die durchschnittliche Gebührensteigerung beim Abwasser liegt mit knapp 1,4 Prozent deutlich unterhalb der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Inflationsrate, so das Ergebnis einer Umfrage von BGW und DWA. Den Abwasserentsorgern ist es damit gelungen, die allgemeine Teuerung teilweise aufzufangen und sie nicht in vollem Umfang an den Bürger weiterzugeben. Gleichzeitig ist das Investitionsvolumen der Betriebe nach wie vor sehr hoch. Kaum verändert hat sich die Kostenstruktur in der Abwasserentsorgung mit einem anhaltend großen Fixkostenanteil.

Hohe Repräsentanz der Umfrage
Insgesamt stützt sich die Auswertung der Umfrage auf Daten von 784 Abwasserentsorgern mit fast 35 Millionen angeschlossenen Einwohnern. Dies entspricht gut 40 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Jährliche Ausgaben der Bürger für die Abwasserentsorgung
Die Bürger in Deutschland müssen derzeit durchschnittlich 35 Cent für die Ableitung und Behandlung des Schmutz- und Niederschlagswassers pro Tag und Einwohner ausgeben. Insgesamt zahlten die Einwohner im Jahr etwa 129 € im Schnitt. Damit lagen für etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Bevölkerung die Preise auf dem Vorjahresniveau. Aktuelle Studien (VEWA-Studie) haben kürzlich belegt, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis der deutsche Abwasserentsorgung auch im europäischen Vergleich gut abschneidet.

Investitionen
Mit einem Investitionsvolumen von rund 5,5 Milliarden Euro im Jahr ist die Abwasserentsorgung ein bedeutender beschäftigungs- und umweltpolitischer Motor des Mittelstands. In ihrer Größenordnung lassen sich die Investitionen mit denen der Elektrizitätsversorgung, dem Maschinenbau oder der Ernährungsindustrie vergleichen.

Kostenstrukturen
Die Kostenstruktur der überwiegend von öffentlich-rechtlichen Aufgabenträgern wahrgenommenen Abwasserentsorgung ist geprägt von einem hohen Anteil verbrauchsunabhängiger Kosten (ca. 80 Prozent). Abschreibungen auf die zumeist sehr langlebigen Wirtschaftsgüter machen dabei mit knapp einem Drittel den größten Kostenfaktor aus.

Weitere Informationen und die Studie "Wirtschaftsdaten der Abwasserentsorgung"  stehen unter http://www.dwa.de und http://www.bgw.de zum Download bereit.

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