CARISMO – Chemische Energie im Abwasser nutzen

08.08.2012

Abwasser enthält chemische Energie in Form organischer Stoffe, die bislang als erneuerbare Energiequelle mit einem Potential von ca. 0,8 kWh/m3 weitestgehend ungenutzt bleibt. Stattdessen wird in der klassischen Abwasserbehandlung Primärenergie u. a. zur Belüftung eingesetzt, um eben solche Inhaltsstoffe biologisch abzubauen.

Im Vorhaben CARISMO des KWB wird derzeit daran gearbeitet, Kläranlagen zu Nettoproduzenten von regenerativer Energie weiterzuentwickeln, ohne dabei die Reinigung von Abwasser zu vernachlässigen. Seit einem Jahr werden neue Verfahrenskonzepte mit realem Abwasser am Standort des Klärwerks Stahnsdorf im Süden Berlins getestet und bewertet. Schon vor der biologischen Stufe wird dem Rohabwasser mittels Fällung, Flockung und anschließender Mikrosiebung möglichst viel Kohlenstoff entzogen und direkt der Faulung zugeführt, um hier die Methanausbeute zu erhöhen. Im Pilotbetrieb können derzeit mit dieser Vorgehensweise bereits 70 Prozent des im Rohabwasser enthaltenden Kohlenstoffs (CSB) aus dem Klärprozess ausgeschleust und damit zur Energiegewinnung genutzt werden. Dies übertrifft die ursprünglichen Erwartungen dieser Verfahrenskonzeption bereits um 10 Prozent. Das Projekt wird durch Veolia Eau finanziert und von den Partnern Anox Kaldnes, Berliner Wasserbetriebe und Hydrotech unterstützt und begleitet.
 

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