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Damit Straßen bei Starkregen nicht zur Falle für Verkehrsteilnehmer werden

11.01.2021

GET-Themenreihe „Starkregen“, Teil 2: Bei Starkregen sind Straßenabläufe oft überlastet und in Tieflagen und Gefällestrecken kann es zu Überdruck in der Kanalisation kommen. Die Folge sind überflutete Straßen und Plätze. Das muss nicht sein.

Schnelle und sichere Entwässerung von Verkehrsflächen

Viele Städte haben für den Umgang mit Starkregen schon Maßnahmen ergriffen: Sie entsiegeln Flächen, legen Rückhaltebecken und Versickerungsflächen an. Bei der schnellen und sicheren Entwässerung von Straßen und Verkehrsflächen helfen dafür geeignete Produkte.

Hier einige Beispiele dafür, wie ausgeklügelte Kanalgussprodukte Straßen bei Starkregen sicherer machen:

  • Abgesicherte Schachtabdeckungen

Bei heftigen Unwettern kommt es in Tieflagen und bei Gefällestrecken oft zu Überdruck in der Kanalisation. Dann drückt das Wasser nach oben, schießt fontänenartig aus Kontrollschächten und überflutet Straßen und Plätze. Besonders gefährlich wird es, wenn der Wasserdruck die Deckel von Kontrollschächten in der Straße anhebt und wegspült. Dann ist die Schachtöffnung ungesichert, in der Straße klafft ein Loch, das wegen des überstauenden Wassers für Verkehrsteilnehmer und Rettungskräfte nicht erkennbar ist und so zur Falle für Verkehrsteilnehmer werden kann.

Damit dies nicht geschieht, bieten die Hersteller von Kanalguss-Produkten in der GET Schachtabdeckungen mit einem gegen Auftrieb gesicherten Deckel gemäß RAL-GZ 692 an. Diese Schachtabdeckungen mit RAL Gütesicherung senken das Unfallrisiko deutlich. Sie sind so konstruiert, dass bei Überdruck in der Kanalisation das Wasser aus dem Schacht austreten kann. Der Deckel kann durch den Wasserdruck angehoben werden, ist jedoch so gesichert, dass er nicht weggespült wird. Die Schachtöffnung bleibt gesichert und sobald der Druck von unten nachlässt, schließt sich der Deckel.

  • Mehr und schluckstarte Straßenabläufe

Bei heftigen Regenfällen sind Abläufe auf Straßen oft überlastet. Sind Straßenabläufe jedoch fachgerecht geplant, eingebaut und regelmäßig gewartet, können sie Schäden durch Starkregen verhindern oder wirksam begrenzen.

In Risikobereichen hilft eine größere Zahl von Straßenabläufen, um das Oberflächenwasser schneller abzuführen. Besonders wirksam sind jedoch Abläufe und Aufsätze mit maximaler Wasseraufnahme. Wichtig sind hier der Einlaufquerschnitt und die Formgebung des Straßenablaufes, aber auch die Anstauhöhe und Fließgeschwindigkeit des Oberflächenwassers.

  • Spezielle Aufsätze für Bergstraßen und Gefällestrecken

Bei Bergstraßen und Gefällestrecken hat das Wasser bei starken Regenfällen eine extreme Fließgeschwindigkeit. Das führt meist dazu, dass ein Teil des heran stürzenden Wassers über den Straßenablauf oder Gully hinwegschießt. Damit werden die nachfolgenden Straßenabläufe erst recht überlastet. Das Wasser sucht sich dann seinen Weg in die Umgebung und ergießt sich vor allem in tieferliegende Flächen, in Keller und in Tiefgaragen.

Spezielle Aufsätze für Bergstraßen und Gefällestrecken sind in Fließrichtung deutlich länger oder haben spezielle Einlaufgeometrien. Meist haben sie größere Einlaufquerschnitte als Standard-Aufsätze. So kann das Wasser besser und schneller abfließen, das Schluckvermögen ist in diesen Einbausituationen deutlich besser.

  • Regelmäßige Reinigung und Wartung von Straßenabläufen

Nicht nur die Form des Aufsatzes, auch der Wartungszustand des Straßenablaufes ist entscheidend. Große Einlaufquerschnitte am Rost, hydraulisch optimierte Roststäbe und eine Abflussleitung DN 150 nützen nichts, wenn die Roste und Abläufe bedeckt sind von Ablagerungen, Schmutzstoffen, kleinen Zweigen, Blättern und Papier u. ä. Auch ein voller Schmutzeimer drosselt den Wasserabfluss. Wächst gar Gras oder Getreide aus dem Straßenablauf, ist Aquaplaning vorprogrammiert.

Wartungsintervalle für Straßenabläufe sind abhängig von der Einbausituation, den erwarteten Regenmengen und der Schmutzbelastung aus der Umgebung. Normalerweise reichen halbjährliche Reinigungsintervalle. An bekannten, neuralgischen Punkten können aber auch kürzere Intervalle erforderlich sein.

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