Erstes Wasservorhaben der EIB zur Bekämpfung des Klimawandels in einem AKP-Land

29.04.2011

Die Europäische Investitionsbank prüft derzeit die Möglichkeit der Bereitstellung von Mitteln für die Erneuerung und den Ausbau des Wasserversorgungssystems auf den drei Hauptinseln der Seychellen sowie für den Bau eines neuen Abwassersystems in La Digue.

Die geplanten Maßnahmen auf den Seychellen tragen zur Verbesserung der Wassereffizienz, zur Verringerung des Energieverbrauchs und zur Anpassung der Wasserinfrastruktur der Inseln an die durch den Klimawandel bedingten Umweltprobleme bei. Die Europäische Investitionsbank prüft derzeit die Gewährung eines Finanzierungsbeitrags von 10 Mio EUR für das Projekt, dessen Gesamtkosten auf 27 Mio EUR veranschlagt werden. Es würde sich dabei um die erste zweckgebundene Finanzierung von Wasser- und Abwasservorhaben in der AKP-Region handeln, die zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen.
 
Während eines Besuchs auf hochrangiger Ebene erklärte der für Finanzierungen in Afrika, dem karibischen Raum und dem Pazifischen Ozean zuständige EIB-Vizepräsident Plutarchos Sakellaris: „Die Europäische Investitionsbank ist sich darüber im Klaren, dass die Probleme der Wassserknappheit und –verunreinigung auf den Seychellen gelöst werden müssen. Die Anpassung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung an den Klimawandel ist für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vor allem kleiner Inselstaaten von grundlegender Bedeutung.“
 
Die Europäische Investitionsbank wird den genauen Investitionsbedarf ermitteln und beabsichtigt, einen Zuschuss von höchstens 5 Mio EUR aus der Zweiten AKP-EU-Wasserfazilität zu beantragen. Mit diesem Zuschuss könnte die im Zusammenhang mit dem Investitionsprogramm erforderliche technische Hilfe finanziert werden.
 
Beschränkungen der Wasserbereitstellung während der Trockenperioden sind auf den drei Hauptinseln Mahe, Praslin und La Digue üblich. In Anbetracht der wachsenden Wassernachfrage, starker Schwankungen bei den Niederschlägen und von Grundwasserverunreinigungen hat die Wassergesellschaft der Seychellen die Europäische Investitionsbank um Unterstützung in diesem Bereich gebeten. In Anbetracht der Klimaveränderungen muss geprüft werden, ob neue Fremdenverkehrsvorhaben in das Wassernetz integriert werden können und dennoch die Wasserversorgung langfristig sichergestellt ist. Auch der Bedarf am Ausbau bestehender Entsalzungsanlagen ist zu prüfen.
 
Anlässlich ihres Besuchs wird die Delegation der Europäischen Investitionsbank zu Gesprächen mit Vizepräsident und Finanzminister der Seychellen Danny Faure, dem Minister für Innenpolitik, Umwelt und Verkehr, dem Außenminister und dem Stellvertretenden Gouverneur der Zentralbank zusammentreffen.
 
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