Gut gewickelt und gedämmt: Frostfreier Transport von Tagebauwasser durch isolierte GFK-Wickelrohre

24.04.2007

Bei der Aufbereitung von Tagebau-Restwasser in der Lausitzer Seenkette müssen große Wassermassen durch Rohrleitungen bewegt werden. In einzelnen Bereichen erfolgt dies technisch bedingt in oberirdisch verlegten Rohren. Um den ungestörten Fluss des Wassers auch bei winterlichen Tiefsttemperaturen zu sichern, wurden Ende 2006 im Bereich des Tagebaus Sedlitz rund 500 Meter gewickelte GFK-Rohre DN 600 des Systems Flowtite der Amitech Germany GmbH, Mochau, mit Thermo-Isolierung in unterschiedlichen Varianten installiert.

Die Lausitzer Seenkette ist ein großflächiges System von Tagebau-Restlöchern in Brandenburg. Um die langfristig geplante Nutzung der Seen als Freizeitanlagen zu ermöglichen, muss jedoch zuvor die Wasserqualität in den meisten dieser Seen deutlich verbessert werden. Insbesondere extrem niedrige pH-Werte, die teils kaum organisches Leben zulassen, sind Sanierungsanlass. Ein Ansatz, der durch den Betreiber, die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), im Bereich des Tagebaurestlochs Sedlitz verfolgt wird, sieht die Behandlung großer Wassermengen in der neuen Aufbereitungsanlage Rainitza vor. Hier wird das Wasser durch Kalkzugabe neutralisiert, um anschließend in ein anderes Restloch eingeleitet zu werden. Für diesen Wassertransfer werden großvolumige Pumpen und Rohrleitungen benötigt. Bereits 2003 lieferte die Amitech Germany GmbH, Mochau, für dieses Projekt rund 2934 Meter gewickelte GFK-Rohre DN 1200, durch die der Transport des Wassers zur Aufbereitungsanlage erfolgt. Diese Materialwahl erfolgte nicht zuletzt aufgrund der hohen Säurefestigkeit des Werkstoffs GFK und wegen der komfortablen Handhabbarkeit der Rohre im Einbau.

Zur Kapazitätserweiterung der Anlage stand im Jahre 2006 der Bau einer neuen Steigleitung an, durch die das Wasser aus dem Tagebau aufgenommen wird. Diese Leitung wurde in vier Strängen von insgesamt 470 Metern Länge oberirdisch aus jeweils 12 Meter langen Rohren mit Flanschverbindungen errichtet. Diese münden in ein Vereinigungsbauwerk, von dem aus das Wasser durch die 2003 verlegte Leitung zur Neutralisationsanlage gepumpt wird. Im Zuge des kontinuierlich steigenden Wasserspiegels der Restlöcher werden die Leitungen mit den daran hängenden Schwimmpumpen in den kommenden Jahren schrittweise verkürzt und müssen demzufolge dauerhaft zugänglich bleiben. Da der Rückbau der Rohrstränge landseitig erfolgt, wurden die Rohrstränge jeweils auf rollenden Achsen mit herkömmlichen Eisenbahngleisen als Unterbau gelagert. Die Installation der Rohre nahm zwischen Dezember 2006 und Februar 2007 insgesamt rund 12 Arbeitswochen in Anspruch.

Um den Durchfluss des rund 10°C kalten Wassers auch bei winterlichen Temperaturen zu gewährleisten, mußte die teils im Wasser, verlegte Leitung frostfrei ausgeführt werden. Dazu wurden die im Mochauer Werk in der bewährten Flowtite-Wickelrohrtechnik hergestellten GFK-Rohre teils werkseitig, teils auf der Baustelle zusätzlich isoliert. Im Übergangsbereich Land-Wasser sorgte eine PE-Isoliering mit PUR-Schaum-Füllung für die notwendige Dämmung, im Landbereich erfolgte die Isolierung durch eine Stahlblechummantelung mit Mineralwoll-Füllung, die vor Ort durch das bauausführende Unternehmen TWB Boblitz GmbH vorgenommen wurde Beide Dämm-Varianten haben einen Wärmedurchgangswert von 0,0275 W/(m*K) bei 50°C Mitteltemperatur. Technisch unerheblich sind dagegen bei diesem Vorhaben die recht unterschiedlichen thermischen Längenausdehnungskoeffizienten von Stahlblech/Mineralwolle einerseits und PE/PUR-Schaum andererseits, da das transportierte Wasser keinen nennenswerten Temperaturschwankungen unterliegt.

Mit Fertigstellung der Saugleitungen am Restloch Sedlitz wurde leitungsseitig der letzte Schritt zur Ertüchtigung der Aufbereitungsanlage Rainitza getan.

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