Image-Studie der Bauindustrie

18.08.2022

Wie wird die Bauindustrie in der Öffentlichkeit wahrgenommen und was kann sie tun, um besser zu werden?

Um eine Antwort auf diese Fragen zu erhalten, hat der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. (HDB), Berlin, beim Institut für Demoskopie Allensbach eine Studie in Auftrag gegeben. Die wichtigsten Ergebnisse haben wir für Sie zusammengefasst.

Nachhaltige Materialien, digitale Prozesse, innovative Techniken: Seit Jahren befindet sich die Bauindustrie in einem umfassenden Veränderungsprozess. Gleichwohl benötige die Baubranche dringend, so HDB-Präsident Peter Hübner anlässlich des „Tags der Bauindustrie“ am 19. Mai in Berlin, einen Innovationsantrieb, einen Schub in die Zukunft. „Denn wir sind die Schlüsselbranche für die großen gesellschaftlichen Themen in diesem Land“, unterstrich Hübner. „Und trotzdem haben wir beispielsweise ein Fachkräfteproblem. Wie werden wir also da draußen gesehen? Wie können wir besser werden?“

Noch einiges zu tun

Die Ergebnisse sind ermutigend, teilweise aber auch ernüchternd. Sie zeigen eines klar: das Image der Bauindustrie wandelt sich, und das zum Guten. Keine andere Industrie oder Branche verzeichnete in den vergangenen Jahren so klare Imagezuwächse. Die Studie zeigt allerdings auch, dass durchaus Kommunikationsbedarf besteht. Gerade jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zweifeln an der rasant voranschreitenden Modernisierung der Branche, der Innovationskraft, dem Beitrag zum Kampf gegen die Klimakrise und nicht zuletzt an den Verdienstmöglichkeiten. Hier muss die Bauindustrie klarer zeigen, was sie kann.

Einzelne Ergebnisse im Detail
  • 64 Prozent der Befragten gaben an, dass die Bauwirtschaft (BW) für Deutschland besonders wichtig sei, 2015 haben dies 54 Prozent gesagt.
  • 49 Prozent gaben an, dass sie der Meinung sind, die BW hätte gute Zukunftsaussichten; 2015 gaben dies nur 26 Prozent an.
  • 60 Prozent gaben an, dass die BW auch in Zukunft sichere Arbeitsplätze bietet.
  • 67 Prozent der Bürger halten die BW für einen attraktiven Arbeitgeber, nur 14 Prozent als unattraktiv. Hier ist die junge Generation aber skeptischer.
  • 40 Prozent sind der Meinung, dass die BW für junge Leute, die eine Lehre abgeschlossen haben, interessante und vielseitige berufliche Möglichkeiten bieten; 2007 gaben dies aber noch 56 Prozent an. Bei den unter 30-Jährigen geben dies 2022 nur 34 Prozent an.
  • Nur 26 Prozent sind der Meinung, dass die BW für junge Leute, die ein Studium abgeschlossen haben, interessante und vielseitige berufliche Möglichkeiten biete (2007: 20 Prozent). Bei den unter 30-Jährigen geben dies nur 17 Prozent an.
Bauwirtschaft - kein Ort für Frauen, kein Ort für Innovation?

In einem weiteren Teil der Studie geben nur 4 Prozent der Befragten an, dass die Bauwirtschaft ein attraktiver Arbeitgeber für Frauen sei. Dies könnte unter anderem daran liegen, dass nach wie vor 92 Prozent die Bauwirtschaft mit harter körperlicher Arbeit assoziieren. Deutlich seltener verbinden die Teilnehmenden Begriffe wie Innovation (50 Prozent), Nachhaltigkeit (44 Prozent) und Digitalisierung (24 Prozent) mit der Bauwirtschaft und das, obwohl sich die Branche rasant in dieser Hinsicht verbessert.

Die Studie basiert auf 1.075 face-to-face Interviews, welche zwischen dem 25. März und dem 6. April 2022 durchgeführt wurden. Die wichtigsten Ergebnisse der Allensbach-Image-Studie finden Sie hier.

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