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Kanalgipfel 2022: Baukostenentwicklung aus Sicht eines Bauunternehmens - Kostenentwicklung im Kanalbau in den letzten zehn Jahren

21.07.2022

Die Entwässerungssysteme unserer Städte sind ein wesentlicher Bestandteil des kommunalen Anlagevermögens. Die große Zukunftsaufgabe, vor der viele Kommunen stehen, besteht in einer fundierten technischen und wirtschaftlichen Bewertung dieser langlebigen Anlagen. Der Kanalgipfel bietet eine Hilfestellung für eine detaillierte und konsistente Wertermittlung unserer Entwässerungssysteme sowie für deren Werterhalt. Dipl.-Ing. Gunnar Hunol berichtet im September in Wuppertal über die Baukostenentwicklung aus Sicht eines Bauunternehmens.

Der Schutz des Grundwassers, das wichtigste Lebensmittel auf unserem Planeten, gewinnt Priorität im gesellschaftlichen Denken und Handeln. Dieser Trend ist Herausforderung und Kostentreiber zugleich für viele Kommunen, die immer besseren Standards genügen müssen. Sie beklagen seit vielen Jahren die steigenden Kosten für die Abwasserentsorgung bei immer knapperen Kassen. Es werden daher intensive Überlegungen darüber angestellt, wie Kosten bspw. über ein verbessertes Controlling oder über Leistungen aus einer Hand eingespart werden können.

Tatsache ist, dass das Sprichwort "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not" nicht für Regiebetriebe der Abwasserentsorgung gilt, die bekanntermaßen einer kameralistischen Haushaltsteuerung unterliegen. Demnach muss das Geld in dem Jahr ausgegeben werden, in dem es eingeplant, also verfügbar ist. Umgekehrt müssen die Ausgaben eingeschränkt oder eingestellt werden, wenn das Steuereinkommen der Kommune sinkt. Für die Abwasserentsorgung ist das ein enormer Nachteil. Ein Unternehmen, das nach diesem Prinzip handeln würde, wäre über kurz oder lang am Ende. Dieses Prinzip bedarf einer Korrektur, wenn man mittel- bis langfristig zu preiswerteren Lösungen in der Abwasserentsorgung kommen will, idealerweise auf Grundlage betriebswirtschaftlicher Überlegungen.

Neben dieser wichtigen und richtigen Debatte um den grundsätzlichen Wert und angemessensten Preis einer kommunalen Abwasserentsorgung, ist es aber ebenso sinnvoll und legitim, die Entwicklung der Kosten im Kanalbau zu betrachten, um den Diskurs über Preis und Leistung offener und mehrdimensionaler zu führen. Je größer die Transparenz, desto vorteilhafter für die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Eine Analyse der relevanten Hauptkostenarten im Kanalbau im Zeitraum von zehn Jahren soll dazu beitragen. Der Anteil als auch die auf die Zeit bezogene Höhe der jeweiligen Hauptkostenart sollen ebenso dargestellt werden wie die tatsächliche Kostenstruktur einzelner Baumaßnahmen, die gewichteten Hauptkostenarten auf einer Unterbaustelle sowie die zeitliche Entwicklung der Baukosten je Meter Kanal. Eine vorsichtige Prognose der Gesamtkostenentwicklung je Meter Kanal soll als abschließender Impuls zu einem gemeinsamen Meinungs- und Erfahrungsaustausch anregen.

Dipl.-Ing. Gunnar Hunold hat am Institut für Bergbau der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld studiert. Schwerpunkt des Studiums war die Gewinnung mineralischer Rohstoffe aus der Erdrinde. Neben typischen Inhalten aus dem Bereich der Ingenieurswissenschaften fanden sich jedoch auch juristische und betriebswirtschaftliche Inhalte in den Kernbereichen wieder. Der gebürtige Hamburger ist nach verschiedenen Führungspositionen im In- und Ausland seit 2015 geschäftsführender Gesellschafter der Rudolf Feickert GmbH in Ermsleben im Harz.
Erfahren Sie mehr zu diesem Thema auf dem Kanalgipfel 2022 im September in Wuppertal!

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