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Kanalgipfel 2022: Konzept zur Zustandserfassung von Sonderbauwerken und Ableitung von Sanierungsstrategien

18.07.2022

Die Entwässerungssysteme unserer Städte sind ein wesentlicher Bestandteil des kommunalen Anlagevermögens. Die große Zukunftsaufgabe, vor der viele Kommunen stehen, besteht in einer fundierten technischen und wirtschaftlichen Bewertung dieser langlebigen Anlagen. Der Kanalgipfel bietet eine Hilfestellung für eine detaillierte und konsistente Wertermittlung unserer Entwässerungssysteme sowie für deren Werterhalt. Dipl.-Ing. Andreas Beuntner berichtet im September in Wuppertal über ein Konzept zur Zustandserfassung von Sonderbauwerken und Ableitung von Sanierungsstrategien.

Betrachtet man unsere Abwassernetze im öffentlichen Bereich, so setzen sich diese aus einer Vielzahl an Objekten zusammen. Für die Erfassung und bauliche Zustandsbewertung von Haltungen und konventionellen Schächten (in der Regel kreisrunde Fertigteilschächte) gibt es bereits seit vielen Jahren detaillierte Konzepte und Regelwerke. Allerdings gibt es in jedem Netz auch eine erhebliche Anzahl an großen Schachtbauwerken, Becken, Pumpwerken, Entlastungsbauwerken etc. Sowohl die bauliche Zustandserfassung als auch die Zustandsbewertung ist in diesen Bauwerken weitaus komplexer und schwieriger zu regeln, als dies bei kleinen Schächten der Fall ist. Zudem gilt es, die DIN 1076 für die Prüfung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen zu berücksichtigen.

Durch die STEIN Ingenieure GmbH wurde ein Konzept entwickelt, wie man die Anforderungen und Bestimmungen aus den vorhandenen Regelwerken und den gesetzlichen Vorgaben aufgreifen und passend für den Bereich der abwassertechnischen Anlagen umsetzen kann. So ist zweckmäßig zwischen Maßnahmen abzugrenzen, welche durch die Eigenkontroll- oder Selbstüberwachungsverordnungen veranlasst bzw. durch die Bauwerksprüfung nach DIN 1076 initialisiert werden. Dabei wurde ein Bewertungsschema entwickelt, welches es einem Netzbetreiber ermöglicht, seine Bauwerke zu klassifizieren und hinsichtlich einer Inspektionsdringlichkeit zu priorisieren. Des Weiteren wurde auch die Form der Dokumentation sowie der Prüfumfang speziell für den Abwasserbereich festgelegt.

Um den Sanierungsbedarf ermitteln und daraus eine Sanierungsstrategie entwickeln zu können, sind belastbare und möglichst vollständige Informationen unverzichtbar. Dies gilt besonders für die Sonderbauwerke in unseren Kanalnetzen.

Im Rahmen des Vortrags soll ein Überblick über die bestehenden Verpflichtungen zur Bauwerksuntersuchung geben werden. Darauf aufbauend wird ein Konzept vorgestellt, wie dies von Seiten eines Netzbetreibers effektiv und zweckdienlich umgesetzt werden kann.

Andreas Beuntner studierte Bauingenieurwesen an der Bauhaus Universität in Weimar und begann seine Ingenieurslaufbahn bei ingutis - Ingenieurgesellschaft für Umwelttechnik und Infrastruktur mbH. Im Zuge seiner Tätigkeit begleitete er als Projektingenieur und Projektleiter eine Vielzahl an Sanierungs- und Neubauvorhaben von der Planung über die Ausschreibung bis zu deren Realisierung. Seit 2018 arbeitet er als Geschäftsführer und brachte gemeinsam mit der S & P Consult die Fusion zur STEIN Ingenieure GmbH auf den Weg. Hier ist er seit 2020 für die Standorte in Leipzig, München und Stuttgart sowie für die österreichische Tochtergesellschaft STEIN Ingenieure Austria GmbH zuständig.
Erfahren Sie mehr zu diesem Thema auf dem Kanalgipfel 2022 im September in Wuppertal!

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