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Klimabewusst erhalten, erneuern, bauen: Zukunft-Bau-Kongress zeigt Lösungen für die Bauwende

06.12.2021

Unter dem Motto „BAUWENDE: klimabewusst erhalten, erneuern, bauen“ diskutierten im World Conference Center Bonn Expertinnen und Experten aus Praxis, Forschung, Wirtschaft und Politik Lösungsansätze für eine klima- und ressourcenschonende Zukunft des Bauens.

Mehr als 1500 Interessierte nahmen per Livestream an der Veranstaltung teil, zu der das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) eingeladen hatten.

Der Kongress ging den zentralen Fragen nach, welchen Beitrag die Bauwelt zu den Herausforderungen des Klimawandels leisten kann, wie der Wandel im Bauwesen aussehen muss und welche Weichen die Baupolitik stellen sollte. Dazu Staatssekretärin Anne Katrin Bohle: „Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, müssen wir den Gebäudebestand noch stärker in den Blick nehmen. Es kommt aber auch darauf an, dass der gesamte Lebenszyklus von Gebäuden einbezogen wird.“

Der Leiter der BBSR, Dr. Markus Eltges, sagte in seiner Eröffnungsrede: „Es müssen viele Räder ineinandergreifen, um auf dem Weg in Richtung klimaneutraler Gebäudebestand voranzukommen. Ohne eine massive Ausweitung der Anreizförderung wird das nicht funktionieren.“ Eltges sprach sich für ein digitales Gebäuderegister aus, um die Sanierungsfortschritte sowohl bei Wohn- als auch bei Nichtwohngebäuden besser abzubilden. „Eine solide Datenbasis macht Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebereich treffsicherer“, so der BBSR-Leiter.

Bei der energetischen Sanierung komme es nicht nur auf einzelne Gebäude an. Kommunen und Wohnungsunternehmen sollten noch stärker als bisher Sanierungskonzepte für ganze Stadtquartiere umsetzen. „Im Quartier lassen sich Einsparpotenziale häufig besser erzielen als bei der Betrachtung von einzelnen Gebäuden“, sagte Eltges. Der Experte mahnte, bei der Bauwende hin zur Klimaneutralität baukulturelle Aspekte nicht außen vor zu lassen: „Klimaschutz, gute Architektur und Stadtgestalt – das muss zusammengehen.“

Professor Armin Nassehi, Soziologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München, und der Architekt Professor Matthias Sauerbruch hielten auf dem Kongress Keynotes. Der Klimaforscher Professor Hans Joachim Schellnhuber stellte Ansätze der Initiative „Bauhaus der Erde“ vor. Professorin Estelle Herlyn referierte als Mitglied der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome über die Verantwortung von Unternehmen für eine nachhaltige Entwicklung aus globaler Perspektive. Professor Harald Welzer ordnete das Kongressthema aus seiner Sicht ein – als Soziologe und Mitbegründer von „Futur Zwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit“. Zahlreiche Expertinnen und Experten zeigten Strategien und innovative bauliche Lösungen für mehr Klima- und Ressourcenschutz auf.

Der zweijährig stattfindende Kongress ist Teil des Innovationsprogramms Zukunft Bau des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI). Zukunft Bau setzt mit seinen Programmteilen Forschungsförderung, Ressortforschung und Modellvorhaben wichtige Impulse für das Bauwesen.

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Kontakt

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Christian Schlag

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