Kreislaufwirtschaft als nachhaltige Phosphor-Quelle

11.12.2013

Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. hat sich in einer Stellungnahme im Rahmen der Konsultation der Europäischen Kommission zur nachhaltigen Verwendung von Phosphor dafür ausgesprochen, das Potential der Abfall- und Abwasseraufbereitung als Phosphor-Quelle EU-weit möglichst vollständig zu erschließen.

BDE-Präsident Peter Kurth: "Die stoffliche Verwertung biologischer Abfälle, der Einsatz hochwertiger Klärschlämme in der Landwirtschaft sowie innovative Verfahren zur Phosphor-Rückgewinnung aus der Abwasserreinigung sind die nachhaltigen Möglichkeiten, die Versorgung mit Phosphor sicherzustellen. Um dieses Ressourcenpotential vollständig nutzbar zu machen, sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen in Europa verbessert werden."
 
Die Europäische Union verfügt derzeit noch über keine einheitliche Strategie zur Versorgung mit Phosphor – ein essentieller, nicht substituierbarer Nährstoff für alle Lebewesen. Daher hatte die Kommission im Juli 2013 die "konsultative Mitteilung zur nachhaltigen Verwendung von Phosphor" veröffentlicht. Die größten Herausforderungen sieht sie in der global steigenden Nachfrage nach phosphorhaltigen Dünge- und Futtermitteln in der Landwirtschaft und Tierzucht sowie den zunehmenden Umweltbelastungen bei Abbau, Verarbeitung und Einsatz konventioneller Düngemittel.
 
Peter Kurth: "Die EU-weit vollständige Erfassung und stoffliche Verwertung von Bioabfällen aus privaten Haushalten sowie dem gewerblichen und industriellen Bereich würden helfen, phosphorhaltige Abfälle im Stoffkreislauf zu halten. Ein Rückgewinnungsgebot von Phosphor aus Abwasser, Klärschlamm und Klärschlammasche wäre zudem ein wichtiges Investitionssignal an die Unternehmen der Kreislaufwirtschaft."

Kontakt

BDE - Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.

Ronald Philipp

Behrenstr. 29

10117 Berlin

Deutschland

E-Mail:

philipp@bde-berlin.de

Internet:

Zur Webseite