Rigolen - moderne Regenwasserversickerung

12.05.2010

Die Auswirkungen der Flächenversiegelung machen sich durch steigende Trink- und Abwasserpreise sowie Hochwasserschäden überall im Bundesgebiet bemerkbar. Insbesondere ist das Thema Regenwasserversickerung bei vielen Neubauten, Umbauten und Renovierungen hochaktuell. Eine naturnahe Bewirtschaftung des anfallenden Niederschlagswassers ist heute aktueller Stand der Technik. Aus diesem Grund wird auch zunehmend die dezentrale Versickerung vor Ort von behördlicher Seite gefordert.

Bei der dezentralen Regenwasserversickerung wird nicht schädlich verunreinigtes Niederschlagswasser von Dach- und Hofflächen unmittelbar auf dem Grundstück versickert. Grundlage hierfür bietet das Arbeitsblatt ATV A 138, 01-1990 der Abwassertechnischen Vereinigung e.V. Sie befasst sich mit dem Bau und der Bemessung von Anlagen zur dezentralen Regenwasserversickerung.

Nach dem novellierten Wasserhaushaltsgesetz (WHG) soll mehr Regenwasser versickert werden, statt es wie bisher in die Kanalisation einzuleiten. Gemäß §55 Abs. 2 WHG soll die Vermischung von Niederschlags- und Schmutzwasser unterbleiben. De facto bedeutet diese Vorschrift das Ende des Prinzips der Mischkanalisation. Ein Konzept, wie Regenwasser dezentral und umweltgerecht bewirtschaftet werden kann, liefert ein Bericht des Umweltbundesamtes: www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3815.pdf

In diesem Zusammenhang sei das Rigolen-System erwähnenswert. Unter Rigolen versteht man einen unterirdischen Graben, um eingeleitetes Regenwasser aufzunehmen und zu versickern. Hierbei werden im Rahmen der modernen Regenwasserversickerung Kunststoff-Quader eingesetzt (siehe Bild).

Rigolen werden vornehmlich bei beengten Platzverhältnissen und aufgrund des problemlosen Einbaus bevorzugt eingesetzt. Rigolen können problemlos unter gepflasterten Wegen und befahrbaren Bereichen (bis LKW) angebracht werden und sind mit anderen Techniken wie der Muldenversickerung kombinierbar.

Auch immer mehr Städte und Gemeinden haben die Vorteile von Rigolen- Systemen erkannt. Sie fördern diese Maßnahmen durch günstigere Abwassergebühren, durch eine Befreiung von der Abgabe für Regenwasser oder durch einen Zuschuss. Die Höhe der Förderung zur Regenwasserversickerung ist jedoch von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich geregelt. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist ein aktueller Gerichtsbeschluss (Az: 9 A 3648/04). Hiernach ist künftig davon auszugehen, dass in vielen Kommunen Deutschlands die Abwassergebühr getrennt nach Schmutz- und Regenwasser abgerechnet wird. Daher bleibt Ihnen der Gang zum zuständigen Rathaus grundsätzlich nicht erspart. Aufgrund dieser Gebührensplittung können sich dann viele Rigolen-Systeme innerhalb kurzer Zeit amortisieren.

Ferner werden immer öfter Anlagen für die Regenwasserversickerung in Bebauungsplänen vorgeschrieben. Die modernen Rigolen bieten hier gegenüber der klassischen Regenwasserversickerung (Mulden, Kies) diverse Vorteile:
1. Hohe Speicher- und Versickerleistung (benötigt werden nur 30% des Kies-Volumens bei gleicher Leistung);
2. Geringerer Flächenbedarf (geringer Erdaushub);
3. Kaum Einschränkung der Nutzbarkeit der Oberfläche (im Gegensatz zum Einsatz von Mulden)


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