RITEC-TV: Zukunftsfähig aufgestellt vom Fallrohr bis zur Kläranlage

15.04.2011

Inspektion

Für die RITEC Rohrinspektionstechnik GmbH, Haldenwang, war der erfolgreiche Auftritt auf der RO-KA TECH 2011 in Kassel aktueller Anlass, eine Bilanz der letzten 12 Monate zu ziehen. Diese fällt, vor allem mit Blick auf einige auch in Kassel präsentierte technische Highlights, überaus positiv aus. Im Fokus stehen die abbiegefähige Grundstücksentwässerungs-Kamera RiFlexio sowie die lenkbaren Kamerafahrwagen der „L-Serie“.

Die letzten 12 Monate standen in der RITEC-Entwicklungsabteilung unter dem Aspekt einer umfassenden „mobil-Machung“, die sich in neuen oder zumindest entscheidend modifizierten Produkten niederschlug. Damit wurde man nicht nur dem eigenen Selbstverständnis als Hersteller innovativer, qualitativ hochwertiger Kanal-Inspektionstechnik gerecht, sondern auch den praktischen Erfordernissen eines sich äußerst dynamisch entwickelnden Marktes. Mobilität ist hierbei nicht nur auf die Beweglichkeit der Kamerasysteme selbst bezogen, sondern auch im weiteren Sinne zu verstehen, etwa, wenn es um die Optimierung tragbarer Inspektions-Einheiten geht.

Zu einem Standardprodukt versprechen nach den bisherigen Erfahrungen die Fahrwagen der „RITEC-L-Serie“ zu werden. „L“ steht dabei für lenkbar, wobei die Lenkbarkeit durch eine Einzelrad-Steuerung realisiert wird. In Kassel zeigte RITEC die Fahrwagen FW 90 L für Leitungen kleiner Nennweite (ab 90 mm Innendurchmesser) und FW150 L (ab 150 mm Innendurchmesser) für nicht begehbarer Nennweiten öffentlicher Netze. Der in diese Fahrwagen integrierte Querneigungssensor sorgt dafür, dass sie in jeder Situation kompromisslos lagestabil bleiben: Ein einseitiges Hinaufrollen gegen die Rohrwand und ein daraus möglicherweise resultierendes Standsicherheitsproblem wird durch automatische Korrekturbewegungen der Fahrwagenlenkung schon im Ansatz unterdrückt. „Stabile Lage“ ist ein Stichwort, dass ohnehin die RITEC-Kamera-Optiken betrifft: Die automatisierte Rückführung des Bildhorizontes in die Ausgangslage ist bei RITEC inzwischen in fast allen Kameras selbstverständlich.

Besonders wichtig ist das für die neue RiFlexio. Diese Minikamera gilt im Hause als das Highlight der Jahres 2010/2011 überhaupt. Wohl zu Recht, denn mit der RiFlexio hat nun auch RITEC eine „abbiegefähige“ Kamera für die Inspektion verzweigter Grundleitungsnetze im Programm, die das Angebot der klassischen Schiebekameras für den Anschlusskanal in einem sehr wichtigen Punkt ergänzt. RiFlexio ist dank seiner extrem schlanken Bauform und seiner speziellen Mechanik in Leitungen ab DN 80 abbiegefähig; damit sind der Kamera in der Praxis durch die Geometrie der Netze praktisch keine Grenzen gesetzt. Die Knickbarkeit des Kamerakopfes erlaubt es, Muffen rundum abzuschwenken und Schäden in senkrechter Aufsicht zu betrachten, obwohl die RiFlexio an sich keine Schwenkkopfoptik hat, sondern eine leistungsstarke Axialsicht-Weitwinkeloptik, die sich aber durch geringes Gewicht und hohe Reichweiten (50 Meter Schiebekabel) beim mechanischen Einschubvorgang auszeichnet. Auch als Gesamtsystem, ist die RiFlexio hoch mobil: Die tragbare Mobileinheit aus Kamera, 50 Meter-Haspel und 5,6“ TFT-Monitor wiegt nicht mehr als 19,5 Kilogramm, passt in jeden Mittelklasse-Kombi und lässt sich ebenso problemlos in den Keller tragen wie zum Revisionsschacht auf dem Grundstück. Die EDV-Erfassungseinheit ist losgelöst von dem Inspektionssystem und somit auch mit anderen Kameraeinheiten einsetzbar, was wiederum zu höherer Flexibilität führt. In dem stark expandierenden Markt der Kameras für Hausanschlüsse und Grundstücksentwässerungen ist RITEC mit dieser Innovation voll wettbewerbsfähig – und mit Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis der RiFlexio vielleicht sogar mehr als das.

Auch den Markt der digitalen Schachtinspektion ließ die RITEC-Entwicklungsabteilung in den letzten 18 Monaten nicht tatenlos an sich vorüber ziehen. Die von 1,5 bis 7 Meter teleskopierbare Carbon-Teleskopstange führt eine 1/4“ CCD-Kamera mit 530 TV-Linien Auflösung in Schächte, Sonderbauwerke und Tanks ein. Dank 36fach optischem und 12 fach digitalem Zoom rückt die Kamera bei Bedarf den Schäden ganz nah „auf die Pelle“. Für das nötige Licht zur Erzeugung exzellenter digitaler Film- und Fotoaufnahmen sorgen 12 LED-Module zu je 5 W. Am Bedienerende der Teleskopstange stellt ein miniaturisiertes Kontrolldisplay mit Steuereinheit dafür, dass der Besuch in der Unterwelt ein jederzeit völlig kontrolliertes Manöver ist und wirklich kein Winkel des Bauwerks unbeobachtet oder undokumentiert bleibt.

Alles in allem hat RITEC sich nach Ansicht von Geschäftsführer Thomas Rueß in wichtigen Einsatzbereichen deutlich verstärkt und ist heute für die Inspektion „von der Falleitung bis zur Kläranlage“ rundum zukunftsfähig aufgestellt - mit qualitativ hochwertigen Produkten, die den Wettbewerb weder technologisch noch ökonomisch fürchten müssen.

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