Unfall auf Berliner Großflughafen - Arbeitsschutz verbessern!

22.07.2009

Frankfurt am Main - Auf der Baustelle des Großflughafens Berlin-Brandenburg International hat sich gestern ein tragischer Unfall ereignet. Ein Bauarbeiter wurde von einem rückwärts fahrenden Baufahrzeug angefahren. Obwohl Rettungsfahrzeuge unmittelbar am Unfallort waren, starb der Bauarbeiter noch auf der Baustelle. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert deshalb, die Arbeitnehmer auf der Baustelle besser abzusichern.

"Aufgrund des Lärms und der Stress-Situation sind die auf der Baustelle arbeitenden Menschen oft abgelenkt. Deshalb fordern wir schon lange eine rückwärtige Raumbewachung für sämtliche Fahrzeuge auf der Baustelle, weil immer wieder tödliche Unfälle passieren", sagt Gerd Citrich, Arbeitsschutz-Beauftragter bei der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Nach dem Arbeitsschutzgesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, dafür zu sorgen, dass in der Arbeitssicherheit der Stand der Technik eingehalten wird. "Bei Baustellenbesuchen stellen wir leider immer wieder fest, dass es die Arbeitgeber mit diesen Pflichten nicht immer genau nehmen. Deshalb sind wir auf engmaschige Kontrollen durch die Arbeitsschutzverwaltung angewiesen. Aber dort werden die Leute massiv abgebaut", sagt Gerd Citrich. In Berlin kommt auf 10 000 Arbeitnehmer nicht mal ein Aufsichtsbeamter. Damit werden internationale Standards nicht erfüllt.

"Wir sind dazu bereit, jederzeit mit den Arbeitsschutzbehörden zusammenzuarbeiten, damit sich solche schwere Unfälle möglichst nicht wiederholen", sagt der Arbeitsschutzbeauftragte der IG BAU.


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