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„Wir alle sind rbv!“

22.06.2022

Mitgliederversammlung des Rohrleitungsbauverbandes in Düsseldorf

Wenn Menschen aus einem Amt scheiden, hinterlassen sie Spuren. Diese sind um so tiefer, je intensiver ihr Wirken und je beherzter ihr Engagement war. Insofern war die diesjährige Mitgliederversammlung des Rohrleitungsbauverbandes e. V. (rbv), Köln, vom Verbands-Business-as-usual meilenweit entfernt. Mit Standing Ovations verabschiedeten sich die rund 120 anwesenden Vertreter der rbv-Mitgliedsunternehmen am 6. Mai in Düsseldorf von ihrem scheidenden Präsidenten Fritz Eckard Lang. Nach sechs erfolgreichen Jahren im Amt war Lang in der NRW-Landeshauptstadt nicht zur Wiederwahl angetreten. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung einstimmig Dr. Ralph Donath. Seinen bisherigen Platz als Vizepräsident übernimmt der Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen, Dipl.-Ing. Hartmut Wegener. Als Vizepräsident in seinem Amt bestätigt wurde Dipl.-Ing. Andreas Burger.

„Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“, kündigte Dieter Hesselmann in seiner Begrüßung am Vorabend der Mitgliederversammlung an. Die Reihe der Laudatoren sei immer länger geworden, nachdem Lang seinen Abschied angekündigt habe. Und so wurde der besondere Einsatz Langs für die Zukunft des Leitungsbaus in zahlreichen Redebeiträgen aus dem Verband sowie von Wegbegleitern befreundeter Organisationen gewürdigt. Im Kontext der aktuellen Herausforderungen von Digitalisierung, Glasfaserausbau, Fachkräftemangel und eines generationengerechten Ausbaus und Erhalts leitungsgebundener Infrastrukturen habe Lang sich stets nach innen und außen als ein starker Teamplayer erwiesen.

Gemeinsam mit dem rbv-Vorstand – so ein roter Faden in den vielen von einer profunden Wertschätzung Langs geprägten Grußworten – habe er sich intensiv dafür eingesetzt, Netzwerke zu knüpfen, eine besondere Sichtbarkeit für unsere Infrastrukturen zu erzeugen und die Bedingungen des Leitungsbaus hierzulande nachhaltig zu verbessern.

Gemeinsame Visionen

„Wenn ich eines in der Zusammenarbeit mit dem rbv gelernt habe, dann, dass das Zusammenwirken zweier Kräfte viel mehr ist als die Summe der einzelnen Teile“, so der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke in seinem Grußwort an Lang. Die Kooperation sei stets von gemeinsamen Visionen geprägt gewesen, betonte Linke und bedankte sich für die besondere Wertschätzung, die dem DVGW mit der Einladung zu einer Laudatio entgegengebracht werde. „Transformationsprozesse haben uns in den letzten Jahren unseres Zusammenwirkens in besonderer Weise beschäftigt“, betonte Linke. Hierbei handele es sich um Transformationen in Richtung einer ökologischen Energiewirtschaft oder einer krisenfesten Wasserwirtschaft, die dazu in der Lage sei, auch für die Auswirkungen des Klimawandels Anpassungsstrategien zu finden.

„Derzeit aber sind wir mit einer besonderen Transformationsanforderung konfrontiert, denn Resilienz und Versorgungssicherheit sind mit dem Krieg in der Ukraine in den Fokus unseres Handelns gerückt. Hinzu kommen die Bezahlbarkeit und die Sozialverträglichkeit der Energiewirtschaft“, so Linke weiter. Hier gehe es um das gemeinsame Etappenziel, daran mitzuwirken, dass Gas auch weiterhin im Wärmesektor eingesetzt werde. „Alles in allem ist die Kooperation zwischen dem DVGW und dem rbv von der gemeinsamen Vision geprägt, den unsichtbaren Schatz unter unseren Straßen sichtbar zu machen und die Weichen des Handelns in Richtung einer sicheren und klimaneutralen Energieversorgung zu stellen.“

Mit vielen individuellen Bausteinen wie den Runden Tischen des Leitungsbaus, Initiativen zur Nachwuchsgewinnung oder der Initiative „Zukunft Leitungsbau“ als ein besonderes Herzstück dieses partnerschaftlichen Arbeitens habe man in den letzten Jahren eine Vielzahl von Optimierungsansätzen gemeinsam adressiert, so Linkes abschließende Würdigung für die besondere Form eines von gegenseitigem Respekt geprägten Miteinanders.

„Die größte Ehre war es, dass Sie sich heute Abend die Zeit für den rbv genommen haben“, erwiderte Lang. „Das gesamte rbv-Team steht zum DVGW und zu dem, was uns verbindet: die Rohre und Leitungen in unseren Straßen. Hier brauchen wir gemeinsame Perspektiven“, so Langs Rück- und Ausblick auf das gemeinsame Wirken der beiden Organisationen.

Gruß von der Bauindustrie

In der Person von René Hagemann-Miksits, M.A., stellvertretender Hauptgeschäftsführer im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, ließ es sich auch die Bauindustrie nicht nehmen, dem scheidenden rbv-Präsidenten ein Grußwort mit auf den Weg zu geben. „Der Leitungsbau ist in aller Munde!“ Dies liege an der besonderen Relevanz eines flächendeckenden Glasfasernetzes für den Lebens- und Arbeitsstandort Deutschland. „Der dringend notwendige Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit beim Breitbandausbau hierzulande ist nun aber ein Thema, das Bauindustrie und Leitungsbau nur gemeinsam mit Nachdruck vertreten können“, bekräftigte Hagemann-Miksits. Somit stehe man vor einer neuen Phase der Zusammenarbeit, die das hohe Kooperationsniveau, das seinerzeit im Berliner Abkommen niedergeschrieben worden sei, in puncto Vernetzung noch verbessern könne.

„In den letzten Jahren wurde durch die Vernetzung mit der Bundesfachabteilung Leitungsbau viel Vertrauen aufgebaut“, würdigte der stellvertretende HDB-Hauptgeschäftsführer die gute Kollaboration. „Nun müssen wir noch besser werden, um gemeinsam die Themen von Bauqualität, Fachkräftemangel und Imageverbesserung zielgerichtet zu platzieren. Dass wir über all das reden können, lieber Herr Lang, ist maßgeblich auch Ihr Verdienst“, betonte Hagemann-Miksits.

Konnektivität für mehr Reichweite

Über den besonderen Anlass der Wahlen und der Verabschiedung hinaus zählten die Berichte der Geschäftsführung, des Technischen Lenkungskreises, des Ausschusses für Personalentwicklung sowie die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung und natürlich die Ehrungen langjähriger Mitgliedsunternehmen zu weiteren Schwerpunkten der Versammlung.

Mit Blick auf die Verabschiedung Langs bedankte sich rbv-Hauptgeschäftsführer Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dieter Hesselmann bei dem scheidenden rbv-Präsidenten für sechs Jahre einer sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit. „Wenn Sie um meinen Rat gebeten haben, habe ich diesen gerne gegeben, weil ich wusste, dass Sie ihn anhören, und, sofern das möglich war, auch umsetzen“, resümierte Hesselmann. „Wir haben gesehen, dass sich die Dinge entwickeln!“ Dies unterstrich Hesselmann mit Blick auf ein gemeinsames Wirken, das stets von Respekt und Achtung füreinander geprägt gewesen sei. Dabei habe der rbv insgesamt in den vergangenen Jahren viel Wert daraufgelegt, das Motto des Verbandes „verbinden. vernetzen. versorgen“ mit Leben zu füllen und in die Branche zu tragen. „Gerade dem Vernetzen kommt eine immer höhere Bedeutung zu“, so Hesselmann.

Diesem Gedanken aber läge einer der wirkmächtigsten Megatrends unserer Zeit zugrunde: das Prinzip der Konnektivität. „Hier geht es um die Vernetzung auf Basis einer digitalen Infrastruktur.“ In den vergangenen Monaten habe man diese Entwicklung beim rbv mit sehr viel Leben gefüllt. Die Anschaffung von Video-Konferenzsystemen, die digitale Durchführung der Tagung Leitungsbau sowie der Mitgliederversammlung 2021 und ein neuer Newsletter für den Verband sowie für die Berufsbildung seien Schwerpunkte einer digitalen Neuorientierung des rbv gewesen. Hinzu kamen Posts auf LinkedIn und Instagram, YouTube-Videos und zahlreiche Remote-Lösungen für Kommunikations-, Weiterbildungs- und Zertifizierungsformate des Verbandes.

„All diese digitalen Hilfsmittel und Kanäle haben wir für Sie aufgebaut, um gemeinsam mit Ihnen daran zu wachsen. Wohlwissend, dass sie den persönlichen Erfahrungsaustausch in vielen Situationen nicht komplett ersetzen können. Und wenn wir mit zwei viralen Videos über 500.000 Viewern den Beruf des Rohrleitungsbauers im Internet bekannt gemacht haben, so liegt es nun an Ihnen, die Menschen vor Ort in Ihren Regionen abzuholen. Ohne Ihre eigene Konnektivität laufen die Bemühungen des Verbandes ins Leere“, so Hesselmanns eindringlicher Appell. „Jeder Einzelne ist gefragt, das Netzwerk des rbv weiterzuentwickeln. Machen Sie mit, damit unser Verband auch weiterhin dafür steht, zu verbinden, zu vernetzen und zu versorgen!“

Gemeinsam den Leitungsbau optimieren

„Mit dem Krieg in der Ukraine und der Corona-Pandemie sind wir derzeit mit globalen Szenarien konfrontiert, die massiven Einfluss auch auf das Handeln unserer Branche nehmen“, betonte Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schütte, Vorsitzender des Technischen Lenkungskreises, in seinem Bericht über die technische Arbeit der Organisation. „Ich wünsche uns allen, dass wir diese Krisen hinter uns lassen können, damit wir uns wieder unseren Aufgaben widmen können!“ Über die aktuellen Herausforderungen hinaus läge es im Verantwortungsbereich der rbv-Gremien oder der rbv-Geschäftsstelle, eine Vielzahl komplexer Aufgaben zu erledigen, zu koordinieren oder zu begleiten. Und auf eine besondere Herzensangelegenheit wies der Vorsitzende des Technischen Lenkungskreises anlässlich der Zusammenkunft der rbv-Mitgliedsunternehmen hin.

„Ihre Erfahrungen sind unerlässlich, um die Qualität der Verbandsarbeit hochzuhalten. Wir helfen, wenn Sie uns lassen – bitte wenden Sie sich bei technischen Problemen an die Mitarbeiter des rbv oder Ihre Kollegen im Ehrenamt. Niemand verfügt über eine so hohe technische Expertise wie Sie. Nur gemeinsam können wir den Leitungsbau optimieren“, so Schüttes beherzter Aufruf.

Menschen abholen

„Wir brauchen die Kümmerer in unserer Branche, um alle Menschen dort abzuholen, von wo sie kommen“, hob Dipl.-Ing. Armin Jordan, Vorsitzender des Ausschusses für Personalentwicklung im rbv, hervor. Die Fachkräftegewinnung und der in diesem Zusammenhang übergeordnete „Auftrag Mensch“ seien insofern seit geraumer Zeit existenziell, da die der Branche zur Verfügung stehenden Kapazitäten limitiert seien. „Wie aber können wir es schaffen, Menschen für eine Tätigkeit in unserer Branche zu begeistern“, lautet eine wesentliche Fragestellung in diesem Zusammenhang.

Mit der Initiative #pipeline31 habe man vonseiten des rbv ein überdurchschnittliches Engagement entwickelt, um eine breite Öffentlichkeit auf die besondere Leistungsfähigkeit einer systemrelevanten Branche aufmerksam zu machen. Bei dieser Initiative handele es sich nicht um eine kurzfristige Marketing-Kampagne, sondern vielmehr um eine an langfristigem Denken orientierte Zukunftsvision. „Bleiben Sie am Ball und zeigen Sie, dass wir eine starke Branche sind“, forderte Jordan die anwesenden rbv-Mitglieder zur Initiative auf.

Neues Präsidium gewählt - Satzungsänderung beschlossen

Im Fortlauf der Sitzung standen die von Klaus Küsel moderierten Wahlen des neuen Präsidiums an. Vor der Abstimmung per Akklamation stellten die Kandidaten sich den 70 stimmberechtigten Anwesenden kurz vor. Einstimmig wählte die Versammlung Dr. Ralph Donath, Eugen Engert GmbH Brunnenbau Rohrleitungsbau, Minden, zum neuen rbv-Präsidenten. In seinem Amt als Vizepräsident bestätigt wurde Dipl.-Ing. Andreas Burger, SAX + KLEE GMBH, Mannheim. Neu zum Vizepräsidenten gewählt wurde Dipl.-Ing. Hartmut Wegener, Dahmen Rohrleitungsbau GmbH & Co. KG, Quakenbrück. Beide Kandidaten wurden ebenfalls ohne Gegenstimmen und Enthaltungen in ihr Amt gewählt.

Genauso einstimmig beschloss die Versammlung die vorgeschlagene Satzungsänderung, mit der eine Briefwahl und eine digitale Mitgliederversammlung als „Kann-Lösung“ für Krisenszenarien oder besondere Umstände mit in die Satzung des Verbandes aufgenommen wurde. Dies sei ein weiterer Schritt in eine digitale Zukunft des rbv, so die einhellige Meinung der Versammlung.

Ehre, wem Ehre gebührt

Einstimmig war nicht nur das Votum für das neue Präsidententeam „Donath, Burger, Wegener“. Genauso einstimmig folgte die Mitgliederversammlung dem Vorschlag des Vorstandes, Lang zum neuen Ehrenpräsidenten des Verbandes zu wählen. Von Ehrenpräsident zu Ehrenpräsident ließ Klaus Küsel, rbv-Präsident von 2002 bis 2012, sodann einige Meilensteine des rbv-Engagements, an denen Lang über die Jahre im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit Anteil hatte, Revue passieren. Ob ARGE Leitungsbau oder der besondere Aktionstag „Infrastruktur in Not“: Gemeinsam habe man im rbv viele Initiativen auf den Weg gebracht, um mehr Aufmerksamkeit für eine dringend notwendige Verstetigung von Investitionen in die Infrastrukturen hierzulande zu erreichen.

„Hätte man schon damals auf uns gehört, dann wären Infrastrukturen nicht in einem so bedauernswerten Zustand, in dem sie sich heute leider befinden“, lautete ein lakonisches Resümee Küsels. Trotzdem habe man gerade auch in der Zusammenarbeit mit befreundeten Branchenverbänden – darunter mit dem DVGW – viel erreicht. „Wir sind zu einem fairen und persönlichen Umgang mit unseren Partnern im Markt gekommen. Auch deshalb, lieber Fritz, möchte ich mich im Namen des gesamten Verbandes bei Dir für insgesamt 28 Jahre Ehrenamt beim rbv bedanken“, bekräftigte Küsel nochmals stellvertretend für die gesamte Organisation.

Und ehrenvoll ging es zudem an anderer Stelle zu: Traditionell wurden im Rahmen der Versammlung auch zahlreiche Mitgliedsunternehmen für ihre 50-jährige, ihre 25-jährige sowie für ihre 10-jährige treue Mitgliedschaft im rbv geehrt.

Präsidiales zum Schluss... ...Blick zurück nach Vorn

Die Aussicht auf die konstruktive Zusammenarbeit mit dem engagierten Team in der Marienburger Straße rund um Dieter Hesselmann sei für ihn ein wichtiges Entscheidungskriterium im Jahr 2016 für die Übernahme der Präsidentschaft gewesen, erinnerte sich Lang in seinem letzten Auftritt als rbv-Präsident. In dieser kollaborativen Atmosphäre habe er weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten für eine Optimierung des Leitungsbau gesehen. Denn all die Jahre sei es angesichts einer taktgebenden, leider aber gestaltungsresistenten und allzu oft verbrämten Politik um nichts weniger gegangen, als mutig für verbesserte Rahmenbedingungen eines zukunftsfähigen Leitungsbaus hierzulande einzutreten. „Was kommt da auf uns zu?“ und „Was haben wir zu befürchten?“ so die bangen Fragen, die sich der Leitungsbau immer wieder in diesem Zusammenhang habe stellen müssen.

Gleichwohl sei nicht nur beim flächendeckenden Breitbandausbau oder bei der Umsetzung der Energiewende auf den Leitungsbau stets Verlass. „Auch in der Corona-Pandemie haben wir uns als eine systemrelevante Branche erwiesen, die den Laden sprichwörtlich am Laufen gehalten hat und das Rad der Versorgung immer weitergedreht hat“, betonte Lang die besondere Leistungsfähigkeit der Branche in der Krise. Angesichts der großen Herausforderungen, vor der sich der Leitungsbau heute im Kontext des Fachkräftemangels, des Klimawandels und der Energiewende, aber auch des Kriegs in der Ukraine befände, könne man leider getrost von einer Alarmstufe Rot sprechen.

„Was wir nun brauchen, ist eine Investitionswende und eine Fachkräftewende“, forderte Lang. Und für ein Gelingen der Wärmewende dürfe die Politik die über Jahre gewachsenen Gasinfrastrukturen nicht vernachlässigen, da sie auch im Gebäudesektor ein wesentlicher Baustein für die Aufnahme und den Transport des klimaneutralen Energieträgers Wasserstoff seien. „Wir benötigen eine diskriminierungsfreie Nutzung des Hoffnungsträgers Wasserstoff in unserem Energiemix der Zukunft. Es geht um eine sozialverträgliche und nachhaltige Versorgung hierzulande!“ Und mit Blick auf seine Präsidentschaft stellte Lang fest: „Die besondere Aufgabe stand stets für mich im Vordergrund. Es war mir nie eine Last, dieses Amt auszuüben. Ich würde es wieder tun! Nun braucht das neue Team Ihre Unterstützung, denn wir alle sind rbv!“

...Ausblick in die Zukunft

„Das sind große Fußstapfen, in die ich heute trete“, unterstrich Dr. Donath in seiner ersten Rede als neuer rbv-Präsident. Die aktuelle Herausforderung, mit der sich auch der Leitungsbau derzeit konfrontiert sähe, sei um so größer, da aktuell die gesamte Nachkriegsordnung in Europa zerstört sei. Für eine schnelle Emanzipation von Gaslieferungen aus Russland sei es nun auch wichtig, schnellstmöglich eine funktionierende LNG-Infrastruktur aufzubauen. „Aktuell kommt es aufgrund der politischen Entwicklungen zu einem Vorzieheffekt der Energiewende, den auch wir Leitungsbauer lösungsorientiert und kreativ begleiten müssen. Und wenn es tatsächlich zu Lieferengpässen kommen sollte, muss unsere Branche in Richtung der verantwortlichen Entscheider eigene Ideen formulieren, wie man einer solchen Situation begegnen kann“, betonte Dr. Donath.

Das Thema Wasserstoff im Gebäudesektor gelte es in diesem Zusammenhang gemeinsam mit dem DVGW und der Bauindustrie weiterhin auf politischer Bühne zu platzieren. „Ich wünsche uns allen Glück auf und eine ruhige Hand angesichts der vielen Aufgaben, denen wir Leitungsbauer uns in den kommenden Monaten zu stellen haben“, so Dr. Donaths Gruß, mit dem er die diesjährige Mitgliedsversammlung offiziell als neuer rbv-Präsident für beendet erklärte.

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