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Abscheideranlagen projektieren: Mängel vermeiden durch richtige Planung

02.10.2018

Viele Mängel bei Abscheideranlagen beruhen auf Fehlern, die bereits bei der Planung gemacht werden. Das ist die Erkenntnis einer statistischen Auswertung von Berichten von Generalinspekteuren. GET gibt Tipps, wie sich das vermeiden lässt.

Wer Abscheideranlagen plant und einbaut, benötigt ein fundiertes Wissen in diesem Bereich der Entwässerungstechnik. Die Anforderungen sind komplex, Regelwerke und Normen unterliegen regelmäßigen Änderungen. Grund dafür sind technische Neuerungen oder neue Erkenntnisse.

So fließen zum Beispiel die praktischen Erfahrungen von Herstellern, Einbaufirmen und von Fachkundigen und Sachverständigen ein, die mit Wartungen und Generalinspektionen zu tun haben.

Betrachtet man die Mängelstatistik von Abscheideranlagen und die Berichte von Generalinspekteuren, stellt man fest, dass viele der beanstandeten Mängel zurückzuführen sind auf Fehler, die bereits bei der Planung gemacht wurden.

Häufig festgestellte Mängel:
  1. Die Ausführung der Lage und Höhe von Schachtaufbauten und Schachtabdeckungen war falsch bemessen.

  2. Die Herstellung und Ausführung von nachträglichen Kabeleinführungen für die Sondenkabel von Warnanlagen war nicht korrekt. Eine dauerhaft dichte und dauerhaft beständige Ausführung dieser Kabeleinführungen war nicht gegeben.

  3. Die erforderliche Überhöhung bei Abscheideranlagen für Leichtflüssigkeiten mit Betrachtung der Zulauf- und Ablaufseite war nicht eingehalten.

  4. Der Anschluss an die Entwässerungsanlage - insbesondere die Ausführung der Probenahmestelle und die Maßnahmen zur Rückstausicherung - waren nicht normgerecht ausgeführt.

Daraus ergeben sich folgende praktische Tipps für die Planung:
  • Planen sie konsequent normkonform.

  • Ermitteln Sie die Nenngröße normgerecht.

  • Wählen Sie bei Leichtflüssigkeitsabscheidern die Bemessungsfaktoren für die Dichte der Leichtflüssigkeit, deren FAME-Anteil richtig und legen Sie die Regenspende korrekt fest.

  • Wählen Sie bei Fettabscheidern die Anzahl und die Art der Ausrüstungsgegenstände korrekt.

  • Setzen Sie bei Fettabscheidern die Faktoren für die Dichte der Fette und Öle und die Temperatur des Abwassers richtig an.

  • Setzen Sie die richtigen Reinigungsmittel ein.

  • Wählen Sie die Einbaustelle für die Abscheideranlage gut und richtig aus.

  • Planen Sie die Einbaustelle für die Abscheideranlagen außerhalb der überfahrbaren Bereiche.

  • Beachten Sie bei Abscheideranlagen mit Schachtaufbauten und einem Innendurchmesser von 600 mm, dass die maximal zulässige Durchstiegshöhe von 600 mm eingehalten wird.

Mit diesen Maßnahmen können ohne zusätzliche bautechnische Aufwendungen ein Großteil der in der Statistik beschriebenen Mängel vermieden und ausgeschlossen werden.

Wichtiger Tipp: Achten Sie auf das RAL Gütezeichen.

Hersteller von Abscheideranlagen in der GET mit dem RAL-GZ 693 halten bei der Produktion Vorgaben ein, die weit über die Normen hinausgehen. Sie werden zudem jährlich durch eine Fremdüberwachung überprüft und sichern so ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Sicherheit beim Betrieb der Abscheideranlage.

Zudem bieten die Hersteller ihren Kunden Support bei der Planung, dem Einbau und dem Betrieb von Abscheideranlagen:

  • Die Unternehmen helfen Planern und Betreibern bei der normgerechten Ermittlung der Nenngröße.

  • Sie überreichen Planern, Einbaufirmen und Betreibern vor dem Einbau eine objektbezogene Dokumentation der Gesamtanlage, bestehend aus dem Einbau- oder Ausführungsplan und einer Einbau- und Betriebsanleitung. Alle Höhenangaben wie Zulauf-, Ablauf- und Einbautiefe sind in der Planung enthalten.

  • Alle Bauteile sind mit Nullmarkierungen gekennzeichnet und ermöglichen somit eine richtige systembedingte Endmontage der Bauteile an der Einbaustelle.

  • Die notwendige druckwasserdichte Kabeldurchführung für die automatische Warneinrichtung nach DIN EN 858-1 wird bereits werksseitig in den Produkten ausgeführt.

  • Der Betreiber der Anlage erhält auf Wunsch ein objektbezogenes Betriebstagebuch für seine Anlage.

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Dipl.-Ing. Ulrich Bachon

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