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Platzsparend reinigen und sedimentieren - Neue Sedimentationsanlage von Funke

21.11.2019

Das von befestigten Oberflächen wie Dachflächen, Parkplätze und Verkehrsflächen abfließende und gesammelte Niederschlagswasser (NW) gilt nach dem Wasserhaushaltsgesetz als Abwasser. Durch die Regenabflüsse gelangen Schmutzpartikel wie zum Beispiel Schadstoffe aus Reifenabrieb, Mikroplastik, Feinstaub, Öltropfverluste und Schwermetalle in gelöster und gebundener Form in den Regenwasserkanal.

Je nach Verschmutzungsgrad und je nach Sensibilität des Zielgewässers ist dadurch häufig eine Behandlung der NW-Abflüsse vor der Einleitung in den Vorfluter erforderlich. Hierfür wurde die horizontale unterirdisch angeordnete Funke Sedimentationsanlage entwickelt.

Neben einer sehr guten Reinigungsleistung zählt der nur geringe Wartungsaufwand zu den weiteren Vorteilen beim Einsatz der Anlage, die zur Entwässerung der Flächenkategorien I und II nach Gelbdruck des DWA-A 102 einsetzbar ist.

Die Sedimentationsanlage ist für eine Anschlussfläche von bis zu 5.000 m2 geeignet (Anlagen für größere Anschlussflächen können auf Anfrage realisiert werden). Inklusive Lastverteilungsring und Abdeckung Klasse D weist das Bauwerk, das aus zwei Kammern besteht, eine Höhe von nur ca. 2.200 mm und eine Länge von ca. 4.200 mm auf.

Für den Einbau der Funke Sedimentationsanlage sind daher nur relativ geringe Erdbewegungen notwendig. Im Schlammfang setzen sich die groben Sedimente ab. Dabei gibt die gegenüber dem Zulauf angeordnete um 30° abgewinkelte Prallplatte die Strömungsrichtung vor. In dem danach angeordneten Sedimentationsraum werden die feineren Sedimente zurückgehalten.

Für unterschiedliche Regenereignisse ausgelegt

Die Sedimentationsanlage ist so ausgelegt, dass bei einem Zufluss von 0 bis 8 l/s beide Absetzräume durchflutet werden (Durchflussstufe 1 / DS1). Bei einem Zufluss größer als 8 l/s wird der Sedimentationsraum durch eine speziell hierfür konzipierte Durchflusssteuerungsklappe mit Schwimmer selbsttätig verschlossen. Der Zufluss von 8 l/s entspricht dabei – bei Ausnutzung der maximalen Anschlussfläche von 5.000 m2 – einer kritischen Regenspende (rkrit) von 16 l/s/ha.

Die günstig wirkende Fließzeit wird hierbei nicht berücksichtigt. Je nach Länge der Fließzeit erhöht sich rkrit entsprechend. Die in diesem Fall verschlossene Durchflusssteuerungsklappe sorgt dafür, dass Starkregenereignisse an dem Sedimentationsraum vorbei geleitet werden (Durchflussstufe 2 / DS2). Somit werden die im Sedimentationsraum bereits zurückgehaltenen Sedimente nicht remobilisiert und verbleiben auch bei Starkregenereignissen in der Anlage. Beim Abschwächen der Regenintensität auf unter 8 l/s öffnet sich die Klappe wieder automatisch.

Zusätzlich zur durchflussabhängigen Durchströmungsmethodik werden durch das Tauchrohr im Ablauf Schwimmstoffe wie Öl zurückgehalten. Größere Schwimmstoffe wie Laub und Blätter werden beim Übergang vom Schlammfang in den Sedimentationsraum durch ein dazwischen angeordnetes Edelstahlsieb herausgefiltert.

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