Instandhaltung von Kanalisationen / Hrsg.: Prof. Dr.-Ing. Stein & Partner GmbH / Redaktion: D. Stein, R. Stein (2001)

Bäume und Bewuchs

Schöne Bäume waren einst Zeichen für Reichtum und Vitalität einer Stadt. Nachdem diese Erkenntnis lange Zeit in Vergessenheit geraten war und Bäume z.B. der Verbesserung des Straßenverkehrs geopfert wurden, werden seit einigen Jahren und in zunehmender Tendenz in den Städten und Gemeinden der Bundesrepublik Deutschland wieder Maßnahmen zur Stadtbegrünung - selbst auch im Zusammenhang mit der Verkehrsberuhigung - geplant und ausgeführt.

Die Bedeutung der Baumpflanzungen als städtebauliches und grünplanerisches Element verdeutlichen folgende Zahlen: Nach Beyer [Beyer87] verfügte Berlin im Jahre 1987 mit 250.000 Straßenbäumen über die dichteste Baumpflanzung in Deutschland. Statistisch gesehen, stand danach im Mittel ein Baum pro 12 m Straßenlänge. Es folgten München mit 28 m, Hamburg mit 30 m und Frankfurt mit 37 m.

Für die Erhaltung bzw. Schutzwürdigkeit von Bäumen und Sträuchern, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten und ausgeräumten Landschaften gibt es nach [RAS86] folgende Gründe:

  • Verringerung des Eingriffs in die Landschaft,
  • Beeinflussung des Kleinklimas,
  • Windschutz,
  • Erosionsschutz,
  • hygienische Auswirkungen wie Sauerstofferzeugung, Staubfilterung, Lärmschutz, Schattenwurf,
  • großer Zeitraum, den Neupflanzungen benötigen, bis sie annähernd gleiche Wirkungen erzielen,
  • Wirkung als Gestaltungselement,
  • materieller Wert der Bäume.

Um die gegenseitige Beeinflussung von unterirdischen Entsorgungsanlagen und Bäumen im Bereich von öffentlichen Verkehrsflächen so gering wie möglich zu halten, werden die Grünflächenämter und die Entsorgungsunternehmen angehalten, rechtzeitig bei der Planung und Durchführung von Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen zusammenzuarbeiten und somit die gesetzliche Ver- und Entsorgungsarbeit und das öffentliche System in den Auftrag zur Begrünung zu koordinieren.

Dabei sind nach [Stute93] folgende Grundsätze zu beachten:

  1. Der Bestand von Bäumen und Leitungen muß auch im unmittelbaren Nebeneinander für die gesamte normale Lebensdauer eines Baumes oder einer Ver- und Entsorgungsleitung schadlos gesichert werden.
  2. Durch gezielte Maßnahmen ist ebenfalls sicherzustellen, daß das Wachstum und die Lebenserhaltung des jeweiligen Baumes und der Betrieb der Leitungen uneingeschränkt gewährleistet werden können.
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Bild 1.12-1:  Schäden durch Maschinen im Wurzelbereich in Anlehnung an [RAS86] [Quelle: Prof. Dr.-Ing. Stein & Partner GmbH]
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Bild 1.12-2:  Bau von uVEA im Wurzelbereich vorhandener Bäume in Anlehnung an [FGSV89] [Quelle: Prof. Dr.-Ing. Stein & Partner GmbH]

Als mögliche Gefährdung der Existenz von Bäumen durch Verlegung oder Instandhaltung von Kanälen und Versorgungsleitungen werden in dem Merkblatt über Baumstandorte und unterirdische Ver- und Entsorgungsanlagen (uVEA) [FGSV89] folgende Ursachen genannt:

  • Entfernen von Haltewurzeln, dadurch Umsturzgefahr;
  • Entfernen von Feinwurzeln bei zu geringem Abstand zum Stamm, dadurch Absterben als Folge von Unterversorgung;
  • Pilzinfektion (kein Gegenmittel) als Folge von Stamm- und Wurzelverletzungen;
  • Verfüllen der Baugrube mit pflanzenfeindlichen Stoffen und Materialien;
  • Dauerdränagewirkung beim Verfüllen der Baugrube mit ungeeigneten Materialien;
  • längerfristige oder dauernde Grund- oder Schichtenwasserabsenkung;
  • Verdichtung des Wurzelraumes durch Belastung der Wurzelfläche mit Materialien, Geräten oder Fahrzeugen (Bild 1.12-1) ;
  • Überdeckung bzw. Eindeckung des Stammes durch Auffüllungen;
  • Aufheizen des Bodens durch Fernheizungen oder hoch belastete Stromkabel;
  • Austrocknung des Wurzelraumes;
  • Austreten von leitungstransportierten Stoffen im Lebensbereich der Bäume;
  • Beschädigung von Stamm und Krone.

Zum Bau von Entsorgungsanlagen im Wurzelbereich vorhandener Bäume (Bild 1.12-2) heißt es in diesem Merkblatt [FGSV89] :

"Werden unterirdische Ver- und Entsorgungsanlagen (uVEA) im Bereich vorhandener Bäume geplant, so sind die Grünflächenämter in die Planung einzubeziehen.

Sind keine entsprechenden Unterlagen vorhanden, so sind die Baumstandorte vom Veranlasser einzumessen und im Lageplan, in der Regel im Maßstab 1:500, darzustellen".

Darüber hinaus empfiehlt [FGSV89] :

"Es ist der Leitungsbestand aller tangierten Ver- und Entsorgungsunternehmen festzustellen und ihre Stellungnahme einzuholen.

Bei der Festlegung der Trasse der uVEA sind die Lebensmöglichkeiten der Bäume und der spätere Betrieb sowie die Wartung der Anlagen zu berücksichtigen.

Bereits im Planungsstadium sind wurzelschützende Maßnahmen wie Durchbohrungen, Durchpressungen oder der Bau von Wurzelvorhängen in Abstimmung mit den Grünflächenämtern zu prüfen.

Grundsätzlich sollen Aufgrabungen nicht dichter als 2,50 m vom Stamm ausgeführt werden.

Kommt ein geringerer Abstand in Betracht, so können im Einvernehmen der Beteiligten Schutzmaßnahmen in Abhängigkeit vom vorhandenen Wurzelwerk vereinbart werden.

Bei der Anwendung von Sonderschutzmaßnahmen sind DIN 18920 [DIN18920] , "Richtlinien für die Anlage von Straßen, Teil : Landschaftsgestaltung RAS-LG, Abschnitt 4: Schutz von Bäumen und Sträuchern im Bereich von Baustellen RAS-LG 4" [RAS86] , der Hinweis GW 125 des DVGW [DVGWGW125] und der Hinweis H 162 [ATVH162] der ATV und des DVGW zu beachten."

Wird bei der Durchführung der Erdarbeiten für die Verlegung von uVEA der Wurzelbereich von Bäumen angeschnitten, so ist der ausgehobene oder verbesserte Boden wieder in den Graben einzubringen, sofern nicht aus Gründen des Straßenbaues oder der Leitungsverlegung andere Maßnahmen erforderlich werden.

Erdarbeiten sind mit dem Grünflächenamt abzustimmen.

Für die Leitungszone gelten die Vorschriften der jeweiligen Leitungsbetreiber.

Arbeiten im Wurzelbereich von Bäumen sind in möglichst kurzer Zeit durchzuführen, um den Einfluß von Trockenheit und Frost zu begrenzen. Gegebenenfalls ist zu wässern. Müssen Wurzeln durchtrennt werden, sind sie schneidend zu durchtrennen, größere Schnittstellen zu glätten und mit Wundverschlußmittel zu versorgen.

Wird durch die Baumaßnahmen die Standsicherheit von Bäumen gefährdet, muß eine Verankerung erfolgen".

Alternativen zur Neuverlegung, aber auch zur Sanierung von Ver- und Entsorgungsleitungen in offener Bauweise stellen insbesondere im Hinblick auf den Schutz von Bäumen und Sträuchern die grabenlosen Bau- und Sanierungsverfahren dar [Stein88b] [Stein96a] (Abschnitt 1.6.2) .

Das Kostenargument, daß die geschlossene Bauweise wesentlich teurer ist als die offene Bauweise, relativiert Becker durch folgende zwei Gesichtspunkte [Becke93] : "Der Kostenvergleich von offener mit geschlossener bzw. unterirdischer Bauweise muß in Form eines "Öko-Controllings" einer Gesamt-Umwelt- und Vollkostenbilanz als "Ökobilanz" erstellt werden, der auch bisher vom Bauträger nicht eingerechnete Kostenstellen (Verkehrsumleitungen, Anliegerentschädigungen, Lärm-, Schmutzemission, Bauverkehrsbelastung, bisher kostenlose Straßenraumnutzung für Baustelleneinrichtungen, sonstige soziallastige Kosten etc.) erfaßt."

Potentielle Schadensfolgekosten an Baumstandorten, die bisher der Allgemeinheit (sprich den Grünflächen- oder Gartenbauämtern) versteckt angelastet wurden, durch Pflegemehraufwand an Bäumen, Baumrodungen nach Schadenseintritt und Schadensersatzzahlungen nach Baumumbrüchen, verursacht durch Aufgrabungen für Leitungstrassen, müssen zu Beginn der Ausschreibung für Leitungsarbeiten Berücksichtigung finden und den Gesamtbaukosten zugeschlagen werden" [Becke93] (Abschnitt 5.6.1) .

Neben ihren o.a. nützlichen Eigenschaften können Bäume oder fest eingebaute Pflanzkübel jedoch auch Betrieb, Überwachung und Reparatur von uVEA erschweren und gefährden.

So kann beispielsweise die Betriebssicherheit von uVEA gefährdet werden durch:

  • Wurzeln von Bäumen, die sowohl uVEA als auch Kabel- und Rohrumhüllungen, Muffen, Rohrverbindungen und Hydrantenentleerungen verdrängen, beschädigen oder unwirksam machen können (Abschnitt 2.3.2.3)
  • Belastung durch Kippmomente, die vom Baum ausgehen,
  • Entwurzelungen von Bäumen bei Sturm- und Schneebruchschäden,
  • Verwendung aggressiver Böden und Materialien bei Pflanzungen,
  • Verwendung von Düngemitteln, die den Leitungswerkstoff, dessen Umhüllung oder die Dichtung angreifen,
  • Arbeiten an Pflanzengruben oder am Wurzelwerk,
  • erschwerte Überwachung des Betriebszustandes,
  • erschwerte Schadensbehebung und damit längere Versorgungsunterbrechungen.

Auch dies gilt es zu beachten, wenn im Bereich bestehender, unterirdischer Ver- und Entsorgungsanlagen Neupflanzungen geplant sind. Hierzu führt [FGSV89] aus: "Werden Pflanzmaßnahmen im Bereich öffentlicher Flächen von den Grünflächenämtern geplant, so sind die Betreiber von Ver- und Entsorgungsanlagen rechtzeitig in die Planung einzubeziehen. Hierzu ist den Leitungsträgern ein Lageplan, in der Regel im Maßstab 1:500, vorzulegen, in dem die vorhandenen und geplanten Baumstandorte eingetragen sind. Die Planung neuer Baumstandorte ist auf Grund des Leitungsbestandes und der Baumart im Einzelfall abzustimmen. Insbesondere die vorhandenen Hausanschlüsse sind zu beachten".

Pflanzengruben sind von Hand anzulegen, wenn die Außenkante einen geringeren Abstand als 0,5 m zur Außenhaut der uVEA hat.

Der Pflanzabstand der Bäume, die in einer Baumreihe parallel zu einer uVEA gepflanzt werden sollen, ist abhängig von der Baumart, dem Abstand von der Leitungstrasse und von der Leitungsart. Er soll für kleinkronige Bäume wegen der Regelrohrlänge 6,00 m nicht unterschreiten, großkronige Bäume benötigen größere Abstände.

Der Abstand von Baumpflanzungen zu oberirdischen Leitungselementen (Schächte, Armaturen, Hydranten, Verteilerschränke usw.) soll in der Regel 2,00 m nicht unterschreiten. Diese Elemente müssen aus Sicherheitsgründen jederzeit zugänglich sein.

Sofern Schutzmaßnahmen erforderlich werden, bedürfen diese der Abstimmung zwischen den Beteiligten. Möglich sind z.B.:

  • Trennwände aus Stahl, Beton oder wurzelfesten Kunststoffplatten (Bild 1.12-3) ,
  • ringförmige Trennwände (Bild 1.12-4) ,
  • Schutzrohre, längsgeteilte Schutzrohre.
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Bild 1.12-3:  Einbau von parallelen Trennwänden [FGSV89]
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Bild 1.12-4: 
Ringförmige Trennwände [FGSV89]
 

Ungeeignet sind z.B.:

  • dünnwandige Folien (d < 2 mm), Abdeckhauben, Trennwände mit ungeschützten Fugen
  • Kabelkanalformsteine aus Beton.

Daß die Baumart einen erheblichen Einfluß auf das Einwachsen von Wurzeln in schadhafte Kanäle haben kann und auch der Baumabstand von 2,5 m zur Kanaltrasse keinen sicheren Schutz dagegen bietet, zeigen Untersuchungsergebnisse von Matthes [Matth97] . Ein natürlicher Schutz ist danach nur dann gegeben, wenn die Leitungen außerhalb der Kronentraufe liegen.

Bei Großbaumarten (Bäume erster Ordnung), die im Alter über Kronendurchmesser bis 20 m verfügen, sind solche Standorte in besiedelten Gebieten nur noch selten zu finden. Hier sollte deshalb bei Neupflanzungen in Abhängigkeit der äußeren Randbedingungen auf geeignete Baumarten mit für uVEA verträglicherem Wurzelsystem zurückgegriffen werden.

Einen Überblick über die Eigenschaften des Wurzelsystems der Bäume bei Eingriffen, Einschütten, Überfüllen, Anheben der Beläge und auch unter Berücksichtigung des Eindringens in Entsorgungsleitungen vermittelt die (Tabelle 1.12-1) .

 
Tabelle 1.12-1: 

Eigenschaften des Wurzelsystems der Bäume [Kierm]

Art ⁄ Sorte
(lateinischer
Name)
Art ⁄ Sorte
(deutscher Name)
Wurzel−
system
Ausläufer−
bildung
Anheben
von
Belägen
Einschütten
Überfüllen
Verhalten
bei
Eingriffen
Eindringen in
Entsorgungs−
leitungen
Großbäume (Bäume 1. Ordnung)
Acer platanoides Spitzahorn flach/Herz - möglich möglich tolerant beobachtet
Acer
pseudoplatanus in
Sorten
Bergahorn tief - selten gut möglich tolerant häufig
Acer saccharinum Silberahorn extrem flach - kräftig gut möglich empfindlich bevorzugt
Aesculus
hippocastanum
Gefülltblühende
Roßkastanie
flach, weit + kräftig empfindlich empfindlich bevorzugt
Ailanthus altissima Götterbaum flach - kräftig empfindlich empfindlich häufig
Alnus glutinosa Schwarzerle flach - selten möglich tolerant häufig
Betula papyrifera Papierbirke flach - möglich empfindlich    
Betula pendula Sand-, Weißbirke extrem
flach
- kräftig nicht möglich empfindlich selten
Castanea sativa Eßkastanie tief, dicht - selten möglich    
Fagus sylvatica in
Sorten
Rotbuche flach/Herz - möglich nicht möglich empfindlich nie
Fraxinus excelsior
in Sorten
Gewöhnliche Esche tief, weit - selten möglich tolerant häufig
Gleditsia
triacanthos
'Inermis'
Dornenlose
Gleditschie
flach - selten möglich tolerant  
Liriodendron
tulipifera
Tulpenbaum flach,
fleischig
- möglich empfindlich empfindlich  
Platanus x
acerifolia
Plantane Herz - kräftig gut möglich tolerant häufig
Populus alba
'Nivea'
Silberpappel flach + kräftig gut möglich tolerant bevorzugt
Populus
balsamifera
Balsampappel flach + kräftig gut möglich tolerant bevorzugt
Populus x
berolinensis
Berliner
Lorbeerpappel
flach + möglich möglich tolerant beobachtet
Populus x canescens Graupappel flach + möglich möglich tolerant bevorzugt
Populus x
euramericana
'Robusta'
Holzpappel flach - möglich möglich tolerant beobachtet
Populus nigra
'Italica'
Säulenpappel flach + kräftig möglich tolerant bevorzugt
Quercus cerris Zerreiche tief - selten möglich tolerant beobachtet
Quercus frainetto Ungarische Eiche tief -        
Quercus petraea Traubeneiche tief - selten möglich tolerant häufig
Quercus robur Stieleiche tief - selten möglich tolerant häufig
Quercus rubra Amerikanische
Roteiche
flach - kräftig empfindlich empfindlich häufig
Robinia
pseudocacia
Robinie flach, weit + kräftig gering tolerant nie
Salix alba
in Sorten
Silberweide flach - kräftig gut möglich tolerant bevorzugt
Tilia in Arten und
Sorten
Linde Herz,
intensiv
- kräftig gering tolerant nie
Ulmus laevis Flatterulme tief + selten empfindlich empfindlich möglich
Mittelgroße Bäume
Acer campestre in
Sorten
Feldahorn Herz - selten möglich tolerant selten
Acer negundo Eschenahorn flach - möglich empfindlich empfindlich häufig
Acer platanoides
in Sorten
Spitzahorn flach/Herz - möglich möglich tolerant beobachtet
Acer rubrum
in Sorten
Rotahorn flach - möglich empfindlich empfindlich beobachtet
Acer saccharinum
'Laciniatum Wieri'
Geschlitzter
Silberahorn
extrem
flach
- kräftig gut möglich empfindlich bevorzugt
Alnus cordata Italienische Erle   -   möglich    
Alnus incana Grauerle flach + möglich möglich tolerant bevorzugt
Alnus x spaethii Purpurerle flach -        
Betula nigra Schwarzbirke flach,
dicht
- möglich empfindlich empfindlich selten
Betula pubescens Mohrbirke flach,
Herz
-   möglich tolerant  
Betula utilis Himalajabirke flach - kräftig empfindlich empfindlich  
Carpinus betulus in
Sorten
Weißbuche Herz,
intensiv
- selten gering empfindlich  
Cercidiphyllum
japonicum
Kuchenbaum flach/Herz - kräftig      
Corylus colurna Baumhasel Herz - möglich gering empfindlich  
Davidia
involucrata var.
vilmoriniana
Taubenbaum flach -   nicht möglich empfindlich  
Fagus sylvatica
in Sorten
Rotbuche flach/Herz - möglich nicht möglich empfindlich nie
Fraxinus excelsior
in Sorten
Gewöhnliche Esche tief/weit - selten möglich tolerant häufig
Juglans Walnuß tief - selten möglich empfindlich  
Liquidambar Amberbaum Herz,
fleischig
möglich gering empfindlich beobachtet  
Populus simonii Birkenpappel flach   kräftig möglich tolerant beobachtet
Populus tremula Zitterpappel flach/Herz - kräftig möglich tolerant bevorzugt
Prunus avium Vogelkirsche flach, weit + möglich gering empfindlich beobachtet
Pterocarya
fraxinifolia
Kaukasische
Flügelnuß
flach + kräftig möglich tolerant bevorzugt
Quercus coccinea Scharlacheiche tief + möglich empfindlich empfindlich beobachtet
Quercus
macranthera
Persische Eiche flach - selten möglich    
Quercus palustris Sumpfeiche flach - kräftig empfindlich empfindlich beobachtet
Robinia
pseudoacacia
in Sorten
Robinie flach + möglich gering tolerant nie
Salix alba
in Sorten
Silberweide flach - kräftig gut möglich tolerant bevorzugt
Sophora japonica
in Sorten
Schnurbaum flach - kräftig gering empfindlich  
Sorbus aucuparia
in Sorten
Mehlbeere oder
Eberesche
flach/Herz + kräftig möglich empfindlich nie
Sorbus intermedia Schwedische
Mehlbeere
Herz - möglich möglich tolerant nie
Tilia cordata
in Sorten
Winterlinde Herz,
intensiv
- kräftig gering tolerant nie
Tilia x euchlora Krimlinde Herz - kräftig gering empfindlich  
Ulmus Hybride
'Lobel'
Schmalkronige
Stadtulme
Herz - möglich gering    
Kleinbäume
Acer ginnala Feuerahorn flach - möglich gering empfindlich  
Acer japonicum
'Aconitifolium'
Japanischer
Feuerahorn
flach -   nicht möglich empfindlich  
Acer negundo
in Sorten
Eschenahorn flach - möglich empfindlich empfindlich häufig
Acer palmatum
in Sorten
Fächerahorn flach -   nicht möglich empfindlich  
Acer rufinerve Rostbartahorn flach -   empfindlich empfindlich  
Acer x zoeschense
'Annae'
Zoeschener Ahorn flach/Herz - möglich      
Aesculus x carnea
'Briotii'
Scharlachroß-
kastanie
flach/Herz - kräftig empfindlich empfindlich  
Alnus cordata Italienische Erle   -   möglich    
Amelanchier
in Arten
Felsenbirne flach - möglich empfindlich empfindlich  
Aralia elata Japanische Aralie flach -   gering empfindlich  
Buxus
sempervirens var.
arborescens
Blaugrüner
Buchsbaum
Herz,
intensiv
-   gering tolerant  
Catalpa
bignonioides
Zigarrenbaum Herz,
fleischig
- nie gering empfindlich  
Cercis siliquastrum Gewöhnlicher
Judasbaum
flach + möglich      
Cornus in
Arten und Sorten
Hartriegel flach/Herz - selten gering empfindlich  
Crataegus
laevigata
'Paul's Scarlett'
Weißdorn tief - selten empfindlich empfindlich nie
Crataegus x
lavallei
Baumweißdorn tief - selten möglich tolerant nie
Crataegus
monogyna in
Sorten
Eingriffliger
Weißdorn
tief - selten empfindlich empfindlich nie
Crataegus
pedicellata
Scharlachweißdorn tief -   möglich tolerant nie
Crataegus x
prunifolia
'Splendens'
Pflaumenblättriger
Weiß­dorn
tief - selten      
Davidia
involucrata var.
vilmoriniana
Taubenbaum flach -   nicht möglich empfindlich  
Elaegnus
angustifolia
Schmalblättrige
Ölweide
flach/tief -   gering   nie
Fraxinus ornus
in Sorten
Blumenesche Herz/tief - möglich möglich empfindlich  
Halesia carolina Maiglöckchen­
strauch
flach - nie nicht möglich empfindlich  
Hippophae
rhamnoides
Gewöhnlicher
Sanddorn
flach/tief + kräftig möglich tolerant nie
Ilex aquifolium in
Sorten
Gewöhnliche Hülse Herz - selten empfindlich empfindlich nie
Koelreuteria
paniculata
Blasenesche flach - selten empfindlich empfindlich nie
Laburnum in Arten
und Sorten
Goldregen flach,
lückig
- möglich empfindlich nie  
Lonicera maackii Schirmhecken-
kirsche
Herz - möglich empfindlich empfindlich nie
Magnolia in Arten
und Sorten
Magnolie flach - möglich nicht möglich empfindlich  
Malus in Arten
und Sorten
Zierapfel flach/Herz + möglich empfindlich empfindlich möglich
Parrotia persica Baum-Scheinhasel flach - möglich empfindlich empfindlich  
Prunus in Arten und Sorten Kirsche Herz - möglich empfindlich empfindlich möglich
Pyrus calleryana
'Chanticleer'
Chinesische
Wildbirne
tief + selten möglich tolerant möglich
Pyrus salicifolia Weidenblättrige
Birne
tief -   tolerant möglich  
Quercus pontica Armenische Eiche tief - selten      
Quercus x turneri
'Pseudoturneri'
Wintergrüne Eiche tief - selten      
Rhus typhina Hirschkolben-
sumach
flach/weit + kräftig empfindlich empfindlich  
Salix in Arten
und Sorten
Weide flach - kräftig gut möglich tolerant bevorzugt
Sorbus in Arten
und Sorten
Mehlbeere Herz/tief - möglich empfindlich empfindlich möglich
Nadelbäume
Abies in Arten
und Sorten
Tanne Herz/tief - selten möglich   nie
Cedrus in Arten
und Sorten
Zeder Herz/tief - selten möglich empfindlich nie
Chamaecyparis in
Sorten
Muschelzypresse flach,
intensiv
- möglich empfindlich empfindlich möglich
Ginkgo biloba Ginkgobaum Herz - selten empfindlich empfindlich  
Juniperus
virginiana
'Skyrocket'
Raketenwacholder flach/tief - selten möglich    
Larix in Arten Lärche Herz - möglich möglich tolerant  
Metasequoia
glyptostroboides
Chinesisches
Rotholz
flach - kräftig empfindlich empfindlich möglich
Picea in Arten
und Sorten
Fichte flach - möglich empfindlich empfindlich nie
Pinus in Arten
und Sorten
Pinie flach/tief - möglich möglich tolerant nie
Pseudolarix
amabilis<
Chinesische
Goldlärche
tief -        
Pseudotsuga menziesii
var. caesia
Douglasfichte Herz - selten gering    
Sciadopitys
verticillata
Japanische
Schirmtanne
flach,
fleischig
- nie nicht möglich empfindlich nie
Sequoiadendron
giganteum
Kalifornischer
Mammutbaum
flach/tief - selten nicht möglich empfindlich nie

 

Die Form der Wurzelausbreitung ist genetisch festgelegt, man unterscheidet Flach-, Herz- und Tiefwurzeler, wobei in der Natur Übergänge vorkommen.

Instandhaltung von Kanalisationen / Hrsg.: Prof. Dr.-Ing. Stein & Partner GmbH / Redaktion: D. Stein, R. Stein (2001)